Leopoldshöhe: Heimathof, Fachwerk und Geschichte
Unterkünfte in Leopoldshöhe
Leopoldshöhe verbindet Hof- und Ortsgeschichte mit Einblicken in das ländliche Leben, Kirchenarchitektur und Zielen für Rad- und Naturinteressierte. Der Heimathof steht dabei für mehrere Facetten zugleich: Er ist historischer Hof, Heimatmuseum und Ausgangspunkt der Tichlerroute. Für Ihre Reiseplanung lassen sich diese Schwerpunkte mit weiteren örtlichen Zeugnissen und der Landschaft in Beziehung setzen.
Heimathof und Heimatmuseum
Das ehemalige Wohnhaus des Heimathofs wurde ab 1996 auf Initiative des Heimatvereins restauriert und zu einem Heimatmuseum ausgebaut, das 1999 eröffnet wurde. Das Museum befindet sich im Haupthaus des ehemaligen Hofes Eickmeyer, einem Vierständer-Fachwerkbau von 1793. Besuche im Heimatmuseum sind nach Vereinbarung möglich; stimmen Sie die aktuelle Besuchsmöglichkeit vorab ab. Auch die Geschichte des Heimathofs reicht weit zurück: Seine erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus der Zeit der Everstein’schen Fehde zu Beginn des 15. Jahrhunderts.
Im Museum begegnen Sie sowohl der ländlichen Alltags- und Arbeitsgeschichte als auch der heimischen Tierwelt. Die Ausstellung umfasst Gegenstände aus verschiedenen Bereichen des Lebens und Arbeitens im ländlichen Raum während der vergangenen rund 150 Jahre. Ein eigener Raum widmet sich Vögeln und Säugetieren: Dort sind zahlreiche Präparate zu sehen, und die Stimmen vieler dieser Tiere lassen sich über eine computergesteuerte Anlage abrufen. So stehen historische Lebenswelten und Tierwelt als unterschiedliche Themenbereiche nebeneinander.
Zum Heimathof gehören außerdem eine große Obstwiese und ein Waldstück. Der Heimatverein Leopoldshöhe pflegt und betreut beide Flächen. Die Sanierungsarbeiten am Hof waren 1993 abgeschlossen; seitdem werden Backhaus und Grillplatz für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Der Heimatverein und die Treckerfreunde Leopoldshöhe veranstalten gemeinsam unter anderem ein Apfel- und Kartoffelfest sowie ein Dreschfest mit vielen historischen Traktoren und Geräten.
Hofgeschichte und Architektur
Ein weiterer historischer Bezugspunkt in Leopoldshöhe ist Gut Niederbarkhausen. Es wurde 1036 erstmals als Tafelgut des Bischofs Meinwerk urkundlich erwähnt und zählte damals mit fünf Vorwerken zu den größeren bischöflichen Hofesverbänden. Zum Gebäudekomplex gehören ein Herrenhaus, eine Remise, ein Pferdestall, Wirtschaftsgebäude, eine Bauernburg sowie ein Fachwerkbau, das ehemalige Brauhaus. Die Bauernburg ist ein Steinspeicher, der zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert erbaut wurde.
Auch die evangelisch-reformierte Kirche Leopoldshöhe bietet einen eigenen architektonischen Blickwinkel. Ihr Innenraum ist als dreischiffige, gestufte Hallenkirche angelegt: Das Mittelschiff liegt deutlich höher als die beiden Seitenschiffe. Die Abstufung macht die Gliederung in einen mittleren und zwei seitliche Raumbereiche besonders gut erkennbar.
Radfahren und Naturbezüge
Wer Leopoldshöhe mit dem Fahrrad erkunden möchte, findet am Heimathof den Startpunkt der Tichlerroute. Die von LEADER finanzierte Route führt durch drei Regionen. Für kürzere Abschnitte der Radtour „Rund um Leopoldshöhe“ bietet sich der Marktplatz in Leopoldshöhe als Start- und Endpunkt an. Damit stehen zwei unterschiedliche Bezugspunkte für die Tourenplanung bereit: der Heimathof für die Tichlerroute und der Marktplatz für kürzere Abschnitte der örtlichen Radtour.
Ein weiterer Naturbezug ist das Naturschutzgebiet Heipker See, das zu Krentrup gehört, einem Ortsteil der Gemeinde Leopoldshöhe. Am Heimathof wurde im Sommer 2024 außerdem ein Lehrbienenstand fertiggestellt. Er ist für angehende Imker, Schüler- und Kindergruppen sowie andere Interessierte vorgesehen; Interessierte können bei der Gemeinde erfragen, ob eine Nutzung möglich ist.
Für die Auswahl Ihres Aufenthalts können Sie so unterschiedliche Interessen gegeneinander abwägen: Museum und Hofgeschichte, Architektur, Radfahren oder Naturbezüge. Wenn Sie Ihre Reise an einem der gemeinsam veranstalteten Feste oder an der vorgesehenen Nutzung des Lehrbienenstands ausrichten möchten, fragen Sie die konkreten Termine beziehungsweise die Nutzung vorab bei den zuständigen Ansprechpartnern an.
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