Mehlem am Rhein: Brünnchenfest, Feuerroute und Geschichte
Unterkünfte in Mehlem
Mehlem liegt am Rhein und bietet den Blick auf das Siebengebirge, besonders auf den Drachenfels mit seiner alten Burgruine und auf Schloss Drachenburg. Für die Wahl eines Hotels in Mehlem stehen unterschiedliche Ortsbezüge zur Auswahl: das sommerliche Brünnchenfest, der Einstiegspunkt der Naturpark Feuerroute sowie Kirchen-, Dorf- und Villengeschichte. So können Sie Ihren Aufenthalt danach planen, ob ein Veranstaltungstermin, eine Route oder historische Orte für Sie im Vordergrund stehen.
Festtermine und Naturpark Feuerroute
Das Brünnchenfest erinnert an eine alte Mehlemer Tradition rund um den Brunnen am Pützrech in Obermehlem. Im Sommer wird es von den Brunnenfrauen und der Oberdorfer Männer-Reih veranstaltet; als jährlicher Treffpunkt ist es Teil des lokalen Jahreslaufs. Sein sommerlicher Termin macht das Fest zu einem konkreten Anlass, den Sie mit Ihrem Reisezeitraum abgleichen können. Wenn Sie Ihre Reise darauf ausrichten möchten, prüfen Sie die für den jeweiligen Sommer angekündigten Termine.
Der Bahnhof Bonn-Mehlem ist ein Einstiegspunkt der 33 Kilometer langen Naturpark Feuerroute, die sechs Stationen zwischen Wachtberg und Rheinbach verbindet. Wenn die Route für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Verkehrsverbindungen.
Dorfgeschichte und Kirchenkunst
Mehlems historische Dorfstruktur steht mit der Kirche St. Severin und einer alten Straßenkreuzung in Verbindung. Die Mainzer Straße verläuft auf dem Verlauf einer römischen Straße zwischen Koblenz und Köln. So treffen in der Ortsgeschichte ein lokaler Zusammenhang von Kirche und Kreuzung und eine Straßenlinie zwischen zwei Städten aufeinander.
Der Korpus in St. Severin gehörte ursprünglich zu einem Gefallenenehrenmal, das am 11. September 1921 eingeweiht wurde und damals als „Kriegergedenkaltar“ bezeichnet wurde. 1999 wurde der Korpus an seinem heutigen Standort angebracht. Die beiden Daten markieren unterschiedliche Stationen in seiner Geschichte: die Einweihung des Ehrenmals und die spätere Anbringung des Korpus.
Die Oberdorfer Kapelle war wahrscheinlich die ursprüngliche Pfarrkirche von Mehlem. Ein großer Teil ihrer Innenausstattung besteht noch aus Originalteilen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Dazu gehört ein Retabelaltar aus dem Jahr 1683, gestiftet von Johannes Lacroix und seiner Frau Elisabeth Kopman. Der genau datierte Altar steht damit neben einer Ausstattung, deren erhaltene Originalteile mehrere Jahrhunderte umfassen.
Parkanlagen und Villengeschichte
Der Drachensteinpark ist zwei Hektar groß und war Teil des früheren Parks der Villa Drachenstein.
Das bereits bestehende Landgut „Auerhof“ in Mehlem wurde 1836 vom Kölner Bankier Wilhelm Ludwig Deichmann ersteigert; daraus sollte später das sogenannte „Schloss“ Deichmannsaue werden. Das Anwesen Villa Deichmannsaue hatte historisch einen englischen Landschaftsgarten mit Wegen, Tempelchen und Ziergartenhäusern, Weihern und einem Irrgarten. Von der Rheinpromenade aus ist der historische Gebäudebestand der Villa Deichmannsaue gut sichtbar. Heute nutzen Bundesämter die Gebäude.
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