Zweifall: Wanderwege und Waldgeschichte
Unterkünfte in Zweifall
Zweifall lässt sich über seine Wanderwege und die Spuren von Wald-, Wasser- und Handwerksgeschichte kennenlernen. Wenn Sie Hotels für eine Reise nach Zweifall suchen, können diese Themen helfen, Touren und Ortsgeschichte in Ihre Planung einzubeziehen. Die Wege unterscheiden sich in Länge und Verlauf; auch die örtlichen Zeugnisse erzählen von unterschiedlichen Zeiten und Techniken.
Wanderwege im Vergleich
Der ausgeschilderte Rundwanderweg der IG Unser Dorf Zweifall ist 15,5 km lang, beginnt und endet im Ortszentrum und bietet kürzere Teilstücke ab 3 km. Er weist 255 Höhenmeter Auf- und Abstieg auf und verläuft überwiegend über breite Forstwege. Der Weg beginnt am Alten Schulhof gegenüber der katholischen Kirche in der Döllscheidter Straße 2. Zeitlich uneingeschränkte Parkplätze befinden sich am Ortseingang von Zweifall aus Richtung Vicht; die ÖPNV-Haltestelle heißt Zweifall Kirche.
Eine weitere Möglichkeit ist die mittelschwere Hasselbachrunde: Sie führt über 13,1 km und beginnt und endet am Parkplatz Solchbachtal in 52222 Stolberg-Zweifall. Die Bachtäler-Höhenroute beginnt ebenfalls in Zweifall; ihre erste Etappe führt über 15,5 km nach Simonskall. Zunächst verläuft sie am Hasselbach und am Gieschetbach entlang. Die beiden Angaben von 15,5 km stehen also für unterschiedliche Planungsformen: einmal für einen Rundwanderweg, einmal für eine erste Etappe mit Ziel Simonskall. Bei der Auswahl können Sie außerdem die kürzeren Teilstücke des Rundwanderwegs, die ausgewiesene Schwierigkeit der Hasselbachrunde und den Startpunkt der jeweiligen Route berücksichtigen.
Kirche, Wasser und Handwerk
Zweifall entstand aufgrund seiner günstigen Lage am Zusammenfluss von Vicht und Hasselbach. Die evangelische Kirche in Zweifall wurde 1683/84 erbaut und zählt zu den ältesten originären lutherischen Gotteshäusern der Region. Am Portal trägt der Schlussstein des Torbogens die Inschrift „Gottes Wort bleibt ewig“.
Am Rand von Zweifall liegen die Spuren des ehemaligen Junkershammers, einer Hammerschmiede aus dem 17. Jahrhundert, die mit der Kraft der Vicht betrieben wurde. Auch am Klapperweg erzählen Mühlgräben, Weiher und alte Wehre entlang der Vicht von der Bedeutung des Wassers für Handwerk und frühe Betriebe im Tal: Es wurde gezähmt, geteilt und geleitet. Die ersten Sägewerke in Zweifall wurden zunächst mit Wasserkraft, später mit Dampf und Strom angetrieben.
Das Sägegatter des Museumssägewerks Zweifall stammt aus dem Jahr 1934 und wurde in Aue in Sachsen gebaut. Zum Museumssägewerk gehören historische Werkzeuge zur Holzernte sowie Geräte zur Holzvermessung und -kennzeichnung. Bilder dokumentieren die Entwicklung des Holztransports vom Pferdeeinsatz bis zum LKW. Eine Medienstation bietet acht Kurzfilme, unter anderem zur Technik eines Sägegatters, zum Holzfällen früher und heute, zu Waldfunktionen und zur Köhlerei. So stehen am selben Ort konkrete Maschinen- und Werkzeuggeschichte neben den älteren Formen der Wasserkraftnutzung.
Spuren im Wald und im Ortsbild
Rund um Zweifall entstanden ab dem 16. Jahrhundert zahlreiche Meilerplätze. Als sichtbare Spuren sind dunkle, runde Vertiefungen im Waldboden erhalten. In Zweifall gibt es außerdem einen Waldlehrpfad. Eine weitere Besonderheit ist die mit 34 m längste Bank der Welt, gefertigt aus dem Stamm einer einzelnen Douglasie.
Auch die Reitwerke gehören zur örtlichen Geschichte: In Zweifall gibt es zahlreiche gut erhaltene Reitwerke, die bei einer geführten Wanderung besichtigt werden können. Zusammen mit den ehemaligen Meilerplätzen und dem Waldlehrpfad geben sie unterschiedliche Anlässe, sich mit der Landschaft und ihrer Nutzung zu beschäftigen. Die evangelische Kirche setzt dazu einen anderen historischen Akzent, während die Spuren des Junkershammers und die Sägewerksgeschichte von früherem Handwerk und technischer Entwicklung erzählen.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Stolberg (Rhld.)
Im übergeordneten Reiseziel Stolberg (Rhld.) sind die frühneuzeitlichen Kupferhöfe charakteristisch. Ihre Bauformen unterscheiden sich je nach Entstehungszeit und bilden keine einheitliche Form. Der Kupferhof Rose wurde um 1600 erbaut und dient heute als Kunsthandwerkerhof mit Ateliers mehrerer Künstlerinnen und Künstler.
Im Informationszentrum zum Naturschutzgebiet Schlangenberg in Breinig zeigt eine Ausstellung geologische, montanhistorische und naturräumliche Themen zum Schlangenberg und zur Galmeiflora. Dazu gehören ein 3D-Modell des Schlangenbergs und seiner Umgebung sowie ein Diorama mit präparierten natürlichen Elementen aus Flora und Fauna vor gemaltem Hintergrund. Gruppenführungen sind nach vorheriger Vereinbarung möglich. Auch ein geruhsamer Spaziergang durch die Gassen der Stolberger Altstadt eröffnet immer wieder neue Perspektiven und lässt Geschichte anschaulich erleben.
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