Lucklum: Rittergut, Pilgerweg und Lindenallee
Unterkünfte in Lucklum
Zu den Themen in Lucklum zählen das Rittergut, die Pilgertradition am Braunschweiger Jakobsweg und die Lindenallee mit Kunst. Das Rittergut Lucklum befindet sich in Privatbesitz. Öffentlich zugänglich sind das Hofcafé-Areal im Wirtschaftshof, die Lindenallee und die Gutskirche; der Gutspark und der Rittersaal öffnen nur zu besonderen Anlässen. Die Zugänglichkeit unterscheidet sich damit je nach Bereich – ein wichtiger Punkt, wenn Sie Ihren Besuch planen.
Rittergut und Pilgergeschichte
Das Rittergut Lucklum geht auf den Deutschen Orden zurück. Im Mittelalter war Lucklums Bedeutung als kirchliches und wirtschaftliches Zentrum mit seiner Lage an der Handelsstraße zwischen Magdeburg und Hildesheim verbunden. Zugleich ist Lucklum ein Pilgerort am Braunschweiger Jakobsweg. Die ehemalige Kommende des Deutschen Ritterordens und ihre Kirche gehören zu den prägenden historischen Merkmalen dieses Pilgerorts.
Lindenallee, Sitzplätze und Kunst
Die 200 Jahre alte, vierreihige Lindenallee wurde vollständig saniert und im Sommer 2018 feierlich eröffnet. 2019 kamen an der Allee kleine Plätze und Sitzgelegenheiten für Besucher und Passanten hinzu. Seit 2019 säumen Pilgerwegskulpturen des Bildhauers Magnus Kleine Tebbe aus Braunschweig die Pilgerwegstrecke rund um das Rittergut. Am Ende der Lindenallee steht ein drei Meter hoher Christuskopf aus Holz. Räumlich sind die Kunstwerke unterschiedlich verortet: Die Skulpturen säumen die Pilgerwegstrecke rund um das Gut, während der Christuskopf am Ende der Allee steht.
Wanderweg und regionale Orientierung
Wenn Sie die Umgebung zu Fuß erkunden möchten, beginnt am Rittergut der Elm-Zielwanderweg 3. Der Routenname lautet Lucklum–Erkerode–Eilumer Horn; die Strecke umfasst 6,4 Kilometer und 230 Höhenmeter im Hinweg. Die Zahlen beantworten zwei unterschiedliche Fragen: 6,4 Kilometer bezeichnen die Länge, während die 230 Höhenmeter ausdrücklich für den Hinweg gelten. Östlich der Steinmühle in Lucklum wurde im Rahmen von Maßnahmen außerdem eine Brücke über die Wabe gebaut. Sie ist eine weitere konkrete Wegbaumaßnahme im Ort.
Erkerode im regionalen Kontext
Lucklum liegt am Westhang des Elm und gilt als Eingangstor zum Erholungs- und Wandergebiet Reitlingstal. Alleen und alte Bäume prägen das Dorf. Erkerode bietet weitere kulturgeschichtliche Merkmale: Die Dorfkirche Erkerode besitzt eine barocke Orgel aus dem Jahr 1747 von Johann Christoph Zuberbier aus Dessau. Die Buntglasfenster in der Apsis der Kirche stellen die Geschichte vom verlorenen Sohn dar. In Erkerode finden sich vereinzelt Dreiseithöfe, die als „Erkeroder Typ“ bezeichnet werden. Orgel, Apsisfenster und Hofbautyp stehen für unterschiedliche Aspekte der Kulturgeschichte Erkerodes: Musik, eine biblische Erzählung in Glas und eine örtliche Bezeichnung für Dreiseithöfe. Im regionalen Kontext Erkerodes umfasst die Gutsanlage Lucklum ein Herrenhaus, eine Kirche, landwirtschaftliche Gebäude, Ställe und einen Landschaftspark. Der Begriff bezeichnet hier also ein Ensemble aus verschiedenen Gebäuden und einem Park, nicht nur das Herrenhaus.
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