Breddewarden – Wurtensiedlung und Feuchtbiotope
Unterkünfte in Breddewarden
Wurtensiedlung und Ortsgeschichte
Breddewarden ist eine Siedlung auf einem Geesthügel, der zu einer Wurt ausgebaut wurde. Archäologen vermuten, dass die Wurt bereits in der Römischen Kaiserzeit zwischen 1 und 375 n. Chr. angelegt wurde; erstmals urkundlich erwähnt wurde Breddewarden 1454. Die vermutete Anlagezeit und die erste urkundliche Erwähnung geben zwei unterschiedliche Zeitperspektiven auf den Ort. Breddewarden und Utters gehören zu den Wurtendörfern, die zusammen mit mehreren Einzelhofwurten traditionelle Siedlungsstrukturen repräsentieren.
Ein Fething ist noch heute in Breddewarden zu sehen. Der historische Teich liegt auf einer Dorfwurt; dort wurde Regenwasser gesammelt. Vor allem diente der Fething dazu, Vieh zu tränken, im Notfall außerdem als Löschwasser. So wird an diesem Ort die praktische Bedeutung der Wassersammlung für den früheren Alltag anschaulich. Er liegt neben der Hauptstraße, hinter einem Tor am Rand eines kleinen Parkplatzes.
Feuchtgebiete und Orientierung
Westlich von Breddewarden liegt der Geschützte Landschaftsbestandteil „Ehemalige Sandentnahme südlich Neuer Breddewarder Weg“. Vom nördlich der Wurt gelegenen Ausgangspunkt führt der Neue Breddewarder Weg kurz vor der Straße nach Sengwarden zu dem Schutzgebiet auf der linken Straßenseite. Für Hunde gilt in diesem Landschaftsbestandteil ganzjährig Anleinpflicht. Wenn Sie mit Hund unterwegs sind, prüfen Sie die örtliche Regelung vor Ihrem Besuch.
Der Geschützte Landschaftsbestandteil GLB WHV 75 ist ein Feuchtbiotop mit umgebendem landwirtschaftlich genutztem Grünland.
Das Feucht-Röhricht-Schutzgebiet ist durch Großseggenriede und Schilfröhrichte, zwei Restseen, Verlandungszonen und Sukzessionsgebüsche gekennzeichnet. Die frühere Aussichtsplattform wurde im März 2025 entfernt.
Wilhelmshaven als übergeordnetes Reiseziel
In Wilhelmshaven, dem übergeordneten Reiseziel, verbindet die Kaiser-Wilhelm-Brücke Bontekai und Südstrand. 1907 fertiggestellt, war sie damals Europas größte Drehbrücke; von 2011 bis 2012 wurde sie grundsaniert. Die 159 Meter lange Brücke lässt sich zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Fahrrad überqueren. Wenn Schiffe mit hohen Masten in den Hafen einlaufen, dreht sie sich auseinander und ermöglicht großen Schiffen die Durchfahrt. So gehören die Brücke selbst und der Hafenbetrieb zu einem klar umrissenen städtischen Thema.
Weitere historische Einblicke bietet in Wilhelmshaven das Deutsche Marinemuseum. Es befindet sich in der 1888 erbauten ehemaligen Scheibenhofwerkstatt, einem der ältesten erhaltenen Werkstattgebäude der früheren Kaiserlichen Werft. Das Museum zeigt die fast 160-jährige Geschichte deutscher Marinen, ihre Aufgaben und Schicksale im Wandel der Zeit. Zu den Höhepunkten gehört ein Rundgang über vier Decks des 2003 außer Dienst gestellten Lenkwaffenzerstörers MÖLDERS, der Einblicke in das Leben und Arbeiten an Bord gibt. Im Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven stehen auf drei Etagen die Natur- und Kulturgeschichte des Jadebusens sowie Dynamik und Ökologie des Wattenmeeres im Mittelpunkt. Interaktive und multisensorische Vermittlung umfasst Gezeiten, Zugvögel und Meeressäuger sowie aktuelle Themen des Küsten- und Meeresschutzes wie Meeresspiegelanstieg und Meeresmüll; das Angebot richtet sich an Jung und Alt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wilhelmshaven.