Borkum: Natur, Leuchttürme und Wege
Unterkünfte in Borkum
Borkum verbindet geschützte Küstenbereiche mit Leuchttürmen, maritimer Geschichte und verschiedenen Möglichkeiten, die Insel zu Fuß oder mit dem Rad kennenzulernen. Für die Planung hilft ein Blick darauf, welche Orte und Aktivitäten zu Ihren Interessen passen.
Küste und Schutzgebiete
Der Nordstrand von Borkum ist das letzte verbliebene Brutgebiet des Seeregenpfeifers in Niedersachsen. Für die Brut gelten saisonale Schutzbedingungen. Das Hohe Riff ist ein Meeresbereich westlich von Borkum mit Sanden und Wattflächen. In seinem südlichen Teil liegt die Seehundsbank, eine natürliche, bewegliche Sandbank. Das Hohe Riff einschließlich der Seehundsbank ist als Ruhezone im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer streng geschützt; Betreten ist dort ganzjährig untersagt. Damit unterscheiden sich die Angaben zu den beiden Gebieten: Am Nordstrand steht das saisonal geschützte Brutgebiet im Mittelpunkt, am Hohen Riff gilt das ganzjährige Betretungsverbot. Beachten Sie die aktuelle Beschilderung vor Ort.
Anreise und Orientierung
Borkum ist von den Fährhäfen Emden und Eemshaven aus erreichbar. Die historische Kleinbahn verbindet den Anleger Borkum Reede über eine Strecke von sieben Kilometern mit dem Ortskern. Für Ihre Reiseplanung sind damit sowohl die genannten Fährhäfen als auch die Verbindung zwischen Anleger und Ortskern wichtige Orientierungspunkte. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Angaben der Verkehrsanbieter, denn Fahrpläne können sich ändern.
Leuchttürme und Inselgeschichte
Im Neuen Leuchtturm führen 308 Stufen zur Aussichtsplattform. Von dort reicht der Blick über das Inselstädtchen Borkum, die Dünenlandschaft, das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und die offene Nordsee. Der Elektrische Leuchtturm ist ein anderes markantes Bauwerk: Er ist 27 Meter hoch und steht auf der Randdüne südlich des Ortskerns. Vom Ortskern aus ist er zu Fuß in etwa 15 Minuten erreichbar. Höhe, Standort und Aussicht geben jeweils einen anderen Anhaltspunkt, um die Leuchttürme in die Reiseplanung einzubeziehen.
Das Heimatmuseum Dykhus vermittelt anhand seiner Exponate und Räume 300 Jahre maritime Geschichte und macht die Geschichte der Insel anschaulich. In der Wal-Halle können Besucher das Skelett eines 15 Meter langen und 35 Tonnen schweren Pottwals besichtigen. Der Wal war 1998 an der schleswig-holsteinischen Küste gestrandet. So verbindet das Museum die Inselgeschichte mit einem konkreten Ausstellungsstück und dessen Herkunft.
Wege und Aktivitäten
Für Bewegung im Freien gibt es auf Borkum ein rund 130 Kilometer langes Netz von Rad- und Wanderwegen, das auch zum Joggen einlädt. Acht ausgeschilderte Nordic-Walking-Parcours sind nach Schwierigkeitsgrad blau, rot oder schwarz gekennzeichnet. Eine konkrete längere Streckenoption ist die Borkumer Etappe der Dollard Route: Sie führt über mehr als 22,2 Kilometer vom Hafen durch naturnahe Bereiche, am Meer entlang, durch das Inselstädtchen und zurück zum Hafen. Die Angaben beschreiben unterschiedliche Möglichkeiten – ein Wegenetz für verschiedene Aktivitäten, markierte Parcours und eine ausgewiesene Etappe. Prüfen Sie die örtlichen Bedingungen, bevor Sie eine Route angehen.
Auch auf dem Wasser und im Watt gibt es Angebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zwei ansässige Schulen bieten Kitesurfing-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an; dabei kann eine international anerkannte Kitesurfing-Lizenz erworben werden. Kursangebote und Details können sich ändern, daher empfiehlt sich eine aktuelle Nachfrage bei den Schulen. Staatlich geprüfte Borkumer Wattführer ermöglichen es Besuchern, die Wattlandschaft zu erkunden und sich fachkundig über die Lebensformen im Watt informieren zu lassen. Prüfen Sie für konkrete Touren die aktuellen Termine und Anbieter.
Weitere Ziele ergänzen die Auswahl: Das Nordsee Aquarium Borkum zeigt in 16 thematisch unterschiedlichen Becken Tiere aus dem Meer rund um Borkum. Der Nordsee Kletterpark verfügt über einen Hochseilgarten mit 60 Stationen und eine 14 Meter hohe Riesenschaukel. Beide Beschreibungen setzen unterschiedliche Akzente – auf die Meereswelt in den Aquarien beziehungsweise auf Stationen und Schaukel im Kletterpark.
Weitere Reiseziele entdecken: Baltrum, Langeoog, Norderney, Juist, Wangerooge, Spiekeroog.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostfriesische Inseln.