Pogum am Dollart entdecken
Unterkünfte in Pogum
Pogum liegt am Übergang vom westlichen Emsuferwall zum Dollart und hat noch einen kleinen Muhdehafen. Die örtlichen Themen reichen von der Saalkirche und dem Angelgewässer bis zu einem Aussichtspunkt in der näheren Umgebung. Für größere Radplanungen kommt außerdem eine regionale Rundstrecke in den Blick.
Dollart und Radfahren
Bei Dyksterhusen bietet die ehemalige Bohrinsel in der näheren Umgebung von Pogum einen schönen Blick über die Meeresbucht Dollart. Eine andere Größenordnung hat die Internationale Dollard Route: Sie verläuft im weiteren regionalen Umfeld als etwa 300 Kilometer langer Radwander-Rundkurs durch die niedersächsischen Landkreise Leer und Emsland sowie durch die niederländische Provinz Groningen. So stehen ein Aussichtsziel in der Umgebung und ein großräumiger Rundkurs als verschiedene Ausflugsmaßstäbe nebeneinander.
Kirche und lokale Geschichte
Die evangelisch-lutherische Saalkirche von Pogum stammt aus dem Jahr 1776. Ihre Orgel wurde 1758/59 von Johann Adam Berner erbaut und ist damit älter als das Kirchengebäude. In der Kirche befinden sich außerdem Grabplatten aus dem 11. Jahrhundert, die als die ältesten Ostfrieslands gelten. Die Zeitspanne von den Grabplatten über die Orgel bis zum Kirchenbau macht mehrere historische Schichten an einem Ort greifbar.
Das mit Pogum verbundene Kreierrennen wurde früher regelmäßig im Sommer veranstaltet und zog am Dollart bis zu 1.000 Zuschauer an. Es gehört damit zur historischen Veranstaltungsgeschichte des Ortes.
Angeln und praktische Orientierung
Das Wymeerer Sieltief ist ein Angelgewässerabschnitt zwischen der Schafwegbrücke in Pogum und dem Siel Dyksterhusen. Mit etwas Glück können dort Aal, Hecht, Karpfen, Zander, Weißfisch, Schleie oder Scholle gefangen werden. Die Angelgewässer am Wymeerer Sieltief sind grundsätzlich jederzeit erreichbar; es gelten die gesetzlichen Schonzeiten. Angelerlaubniskarten für das Wymeerer Sieltief erhalten Sie in der Tourist-Information Ditzum, Sielstr. 13, gegen Vorlage eines Sportfischereischeins.
Am Schöpfwerk Pogum bieten die Rastplätze mehrere Einzelbänke, Tisch-Bank-Kombinationen und eine Rasthütte. Das Dörphus Pogum kann von Einzelpersonen oder Gruppen gemietet werden. Geöffnet ist es bei besonderen Veranstaltungen wie einer Maifeier, an Silvester und bei einem Badewannenrennen. Wenn Sie einen Besuch mit einem solchen Anlass verbinden möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine.
Jemgum als ergänzender Geschichtsbezug
Jemgum, das übergeordnete Reiseziel, hat eigene historische Bezugspunkte. Der frühere Hafen von Jemgum entstand an einem alten Priel, der von der Ems ins Hinterland führte; heute befindet sich dort der Marktplatz. Der Hauptort war bereits im 15. Jahrhundert ein bedeutender Marktflecken mit städtischen Strukturen. Das Alba-Haus stammt aus dem Jahr 1576, die Galerieholländermühle aus dem Jahr 1756. Die Kirche in Jemgum wurde im 13. Jahrhundert als Kirche der Johanniter-Kommende erbaut.
Das Milch- und Molkereimuseum Jemgum erklärt anhand von Exponaten sowie ergänzenden mündlichen und schriftlichen Informationen die Zusammenhänge von Milchproduktion, Verarbeitung und Konsum. Im Mühlencafé der Mühle Jemgum werden Tee und Milchprodukte gereicht; prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Betrieb. So ergänzen Museumsinhalte, Baugeschichte und die frühere Hafenfunktion die auf Pogum bezogenen Themen, ohne sie miteinander zu vermischen.
Weitere Reiseziele entdecken: Hatzum, Ditzum, Critzum.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jemgum.