Weyhausen: Ortsgeschichte, Aller und Radregion
Unterkünfte in Weyhausen
Ortsgeschichte und Siedlungsbild
Weyhausen lässt sich über seine Ortsgeschichte mit mehreren Zeitebenen einordnen. Die erste dokumentierte Erwähnung verwendete den Namen Weydehusen. 1350 brannte Weyhausen vollständig nieder; anschließend wurde der Ort am ursprünglichen Standort wieder aufgebaut. Der periodentypische Rundling ist vollständig erhalten. Damit stehen ein historischer Einschnitt und eine fortbestehende Siedlungsform nebeneinander.
Auch archäologische Funde gehören zu diesem historischen Bild: Das Alter von Urnenfunden in Weyhausen wird auf etwa 2.500 Jahre geschätzt. Ursprünglich war Weyhausen Teil der Besitzungen der Welfen. Für Geschichtsinteressierte ergeben sich so unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von den geschätzten Altersangaben der Funde über die frühe Namensgeschichte bis zur erhaltenen Rundlingsform.
Auferstehungskirche und Gemeindemusik
Die Auferstehungskirche in Weyhausen wurde 1962 eingeweiht. In ihrem Inneren befindet sich die übergroße Holzskulptur „Der auferstandene Christus“ von Kurt Lettow. Musik ist außerdem ein prägendes Merkmal vieler Gottesdienste der Weyhäuser Gemeinde. So verbinden sich an der Kirche ein konkretes Einweihungsjahr, ein benanntes Kunstwerk und eine musikalische Gemeindetradition – drei unterschiedliche Perspektiven auf den kulturellen Charakter des Ortes.
Aller und Landschaft
Die Aller verläuft in vielen Bögen durch Weyhausen und bildet einen markanten lokalen Landschaftsbezug. Zum Schutzgebiet Allertal gehört auch ein größerer Schutzgebietszusammenhang: Es liegt vollständig innerhalb des FFH-Gebiets „Aller (mit Barnbruch), untere Leine, untere Oker“ und östlich des Elbe-Seiten-Kanals im Vogelschutzgebiet Barnbruch.
Im übergeordneten Reiseziel Gifhorn eröffnet sich eine weitere Landschaftsperspektive. Der Landkreis Gifhorn umfasst Heideflächen, Wälder, Moorlandschaften, Flüsse und Seen. Mit dem Drömling gehört außerdem ein UNESCO-Biosphärenreservat zum Landkreis. Diese regionalen Landschaftsmerkmale ergänzen den Blick auf Weyhausen, ohne den örtlichen Aller-Verlauf mit der Landschaft des gesamten Landkreises gleichzusetzen.
Ein konkreter Aktivitätsbezug besteht für Angelnde: Im Bereich Weyhausen reicht ein Angelabschnitt am Allerkanal von der alten B-248-Brücke bis zur Mündung bei Brenneckenbrück. Vorschriften und Zugang können variieren. Informieren Sie sich deshalb vor dem Angeln über die jeweils geltenden Bedingungen.
Radfahren und Wandern in der weiteren Region
Für die Routenplanung im Landkreis Gifhorn stehen verschiedene Orientierungen zur Verfügung. Das Radwegenetz umfasst rund 700 Kilometer Freizeitradwege sowie zusätzlich rund 550 Kilometer Alltagsnetz mit Verbindungsstrecken. Rund 400 ausgeschilderte Knotenpunkte lassen sich für individuelle Radrouten kombinieren. Damit stehen neben den Netzangaben auch Orientierungspunkte für die eigene Routenplanung zur Verfügung.
Eine weitere Möglichkeit bietet der Flyer „Radfahren“ der Südheide. Er führt 14 ausgeschilderte Touren auf; über einen QR-Code lassen sich GPX-Tracks und weitere Informationen herunterladen. Da Broschüre und Daten überarbeitet werden können, lohnt sich vor der Planung ein Blick auf die aktuelle Fassung. Die weitere Südheide ist überwiegend flach, und viele Ziele lassen sich dort leicht mit dem Fahrrad erreichen.
Auch Wandernde finden regionale Orientierung: Wege in der weiteren Südheide führen durch Heide, Wiesen, Felder und Wälder und weisen sanfte Steigungen auf. Sie eignen sich damit auch für weniger erfahrene Wandernde. Für die Reiseplanung stehen so zwei Maßstäbe nebeneinander: Weyhausens eigene Ortsgeschichte und Landschaft sowie Rad- und Wanderoptionen im weiteren regionalen Umfeld.
Weitere Reiseziele entdecken: Vordorf, Obernholz, Isenbüttel, Bokensdorf, Brome, Hankensbüttel, Calberlah, Leiferde.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gifhorn.