Suurhusen: Kirche mit geneigtem Turm und Landarbeitermuseum
Unterkünfte in Suurhusen
Kirche und Landarbeitermuseum stehen in Suurhusen für zwei unterschiedliche kulturhistorische Themen. Die Kirche erzählt von Bauveränderungen seit dem 13. Jahrhundert; das Museum widmet sich dem Leben und Arbeiten von Landarbeiterfamilien in den Marschdörfern. So reicht der zeitliche Blick von einem mittelalterlichen Kirchenbau bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.
Die Kirche und ihr geneigter Turm
Die historische Kirche in Suurhusen wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Als der Turm 1450 hinzukam, musste das Kirchenschiff um etwa ein Viertel verkürzt werden. Der Turmanbau war damit nicht nur eine Ergänzung, sondern führte auch zu einer konkreten Veränderung des Kirchenschiffs.
Der Kirchturm weist eine Neigung von 5,19 Grad auf. Ein Besuch des Turms ist nach Absprache möglich; Führungen werden nach Vereinbarung angeboten. Wenn Sie eine Besichtigung oder Führung einplanen, stimmen Sie den Termin vor der Anreise vor Ort ab.
Einblick in die Lebenswelt der Marschdörfer
Das Landarbeitermuseum Suurhusen behandelt die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Landarbeiterfamilien in den Marschdörfern, ungefähr von 1900 bis 1950. Im Mittelpunkt steht damit nicht allein die Arbeit, sondern auch die Lebenswelt der Familien. Untergebracht ist das Museum in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1688, das auf Grundlage seines Zustands von 1900 restauriert wurde. Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Aspekte: 1688 bezeichnet das Alter des Gebäudes, 1900 die Grundlage für seine Restaurierung; die dargestellte Lebens- und Arbeitswelt reicht etwa bis 1950.
Kulturorte im übergeordneten Reiseziel Hinte
Im übergeordneten Reiseziel Hinte ist die Mühle ein markanter historischer Bezugspunkt: Sie ist ein dreistöckiger Galerieholländer und wurde 1869 erbaut. Die Gemäldegalerie und das Friesenzimmer können nach Anmeldung geöffnet werden; auch Mühlenführungen finden nach Anmeldung statt. Stimmen Sie die Anmeldung für diese Angebote vor Ihrer Reise ab.
Die Wasserburg in Hinte wurde 1438 auf den Überresten der Osterburg erbaut. Ihren Charakter als ostfriesische Häuptlingsburg hat sie bis heute bewahrt. Sie befindet sich in Privatbesitz und wird bewohnt; deshalb ist sie nur von außen zu besichtigen. Prüfen Sie die örtlichen Besuchsinformationen vor der Anreise.
Auch die Kirche in Hinte bietet mehrere architektur- und kunstgeschichtliche Details. Sie wurde Ende des 15. oder zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Saalkirche mit polygonalem Chor erbaut und zählt zu den wenigen spätgotischen Kirchenbauten in Ostfriesland. Im Chor sind Reste spätgotischer floraler Ausmalung erhalten, darunter eine um 1500 entstandene Darstellung Christi als Weltenrichter. Ein weiteres Ausstattungsstück ist das kelchförmige Taufbecken aus Sandstein von 1569. Die Bauzeit, die Malerei und das Taufbecken verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Geschichte der Kirche.
Für Aktivitäten im übergeordneten Reiseziel Hinte sind eine Radtour und eine Wanderstrecke beschrieben. Die Radtour „Über´s Große Meer nach Emden“ startet in Hinte an der Windmühle. Der Nünepad bietet eine Wanderstrecke entlang des Knockster Tiefs bis nach Suurhusen und durch die Landschaft rund um Hinte.
Weitere Reiseziele entdecken: Loppersum
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