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Bandelin: Landarbeiterburg, Gutshaus und Gutspark

Unterkünfte in Bandelin

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie Bandelin als Aufenthaltsort in Betracht ziehen, begegnen Ihnen mehrere Seiten der Ortsgeschichte: eine ungewöhnliche Wohnanlage, Gutsarchitektur und gestaltete Parklandschaft. Die einzelnen Zeugnisse reichen vom ersten urkundlichen Nachweis bis zu Bauwerken und Parkmerkmalen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. So können Sie Bandelin anhand seiner lokalen Geschichte und seines historischen Ortsbilds als Reiseziel einordnen.

Wohnanlage und Geschichte des Ortes

Die Landarbeiterwohnsiedlung in Bandelin wurde 1865 durch Lehmkaten zu einem Viereck mit mehreren Wohnungen erweitert. Die Anlage wurde als „Landarbeiterburg“ bezeichnet; Reste davon sind bis heute erhalten und bewohnt. Sie ergänzt die Gutsarchitektur um die Geschichte einer Wohnanlage für Landarbeiter.

Bandelin ist erstmals 1321 in einer Verkaufsurkunde der Herren von Behr urkundlich nachgewiesen. Das alte Schloss entstand 1737 südlich des Dorfes im Park an der Stelle eines zuvor bestehenden festungsartigen Gebäudes. Der urkundliche Nachweis und die Baugeschichte des Schlosses stehen damit für unterschiedliche Stationen: den ersten bekannten schriftlichen Beleg für Bandelin und die Geschichte eines konkreten Bauwerks.

Gutshaus und gestaltete Parklandschaft

Zu Bandelins baulichen Sehenswürdigkeiten gehören das neobarocke Gutshaus und die dazugehörige Gutsanlage. Im Gutshaus sind im Jagdzimmer Konsolen und Wappenreliefs erhalten; auch das Treppenhaus und Stuckdecken zählen zu den bewahrten Details. So lässt sich das Gutshaus sowohl über seine architektonische Einordnung als auch über einzelne Merkmale im Inneren erfassen.

Ein Gutspark mit altem Baumbestand und der angrenzende Springbrunnenteich prägen das Dorfbild. Der Gutspark wurde 1750 angelegt und im 19. Jahrhundert zu einem Landschaftsgarten mit Teich und kleiner Insel umgestaltet. Auch der Park hinter dem alten Adelssitz wird auf die Zeit um 1750 datiert; sein Wasserparterre ist über 200 Meter lang. Die Parkgeschichte verbindet damit eine frühe Anlage mit einer späteren Umgestaltung und zeigt mehrere konkrete Gestaltungsmerkmale.

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Ein weiteres historisches Bauwerk ist das Erbbegräbnis der Familie von Behr auf dem Friedhof Bandelin. Es wurde 1922 als Granitquaderbau mit Tempelfassade errichtet und dient heute als Trauerhalle. Bauform und heutige Funktion gehören beide zur Einordnung dieses Ortes.

Anreise und regionaler Blick

Bandelin ist über die Landesstraße 35 und die A20 erreichbar. Für Ihre Anreise bilden diese Straßen den praktischen Bezugspunkt.

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald kommen weitere, eigenständige Kultur- und Naturthemen hinzu. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. Das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam ist ein technisches Personenmuseum für den Flugpionier, Maschinenbauingenieur und Humanisten Otto Lilienthal; Anklam ist seine Heimatstadt. Außerdem lädt die Ueckermünder Heide zum Wandern, Radfahren und Reiten ein. Diese Beispiele gehören zum übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald; Bandelins eigene Akzente liegen bei der Guts- und Dorfgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Karlsburg, Wrangelsburg, Groß Kiesow, Klein Bünzow, Murchin, Ziethen, Gribow, Rubkow

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Züssow.

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