Schaprode: Naturhafen, Hiddensee und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Schaprode
Schaprode lässt sich vor allem über das Wasser und die Verbindung nach Hiddensee einordnen. Der Schaproder Strom trennt den Ort von der kleinen Privatinsel Öhe und bildet einen geschützten natürlichen Hafen. Hinzu kommen eine Fährverbindung zur autofreien Insel Hiddensee, ein feinsandiger Strand nahe dem Fähranleger und historische Bau- und Erinnerungsorte. So können Sie Hafen, Überfahrt, Strand und Ortsgeschichte als unterschiedliche Seiten des Reiseziels betrachten.
Hafen und geschützter Naturraum
Der Schaproder Strom trennt Schaprode von der kleinen Privatinsel Öhe und bildet einen geschützten natürlichen Hafen. Im Yachthafen Schaprode gibt es 220 Liegeplätze für Dauerlieger und Gäste an modernen Schwimmstegen. Ergänzt wird der Hafen durch eine Slipanlage und einen Bootskran. Damit stehen die natürliche Hafensituation und konkrete Einrichtungen des Yachthafens als zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander. Wenn Sie den Hafen in Ihre Planung einbeziehen, prüfen Sie die aktuellen Angaben des Betreibers zu Liegeplätzen und Anlagen.
Fährverbindung und Weg zum Anleger
Fahrgastschiffe bringen Besucher von Schaprode auf die autofreie Ostseeinsel Hiddensee. Schaprode ist der einzige Ort, von dem aus Hiddensee ganzjährig erreicht werden kann. Die ganzjährige Erreichbarkeit bedeutet jedoch nicht, dass die Abfahrten zu allen Reisezeiten gleich sind: Die Fahrpläne sind saisonal und zeitabhängig. Prüfen Sie deshalb vor der Überfahrt den Fahrplan für Ihren Reisetag. Vom Großparkplatz in Schaprode sind es etwa sieben Minuten zu Fuß zur Fähre; alternativ steht ein Shuttle-Service zur Verfügung. Die ungefähre Gehzeit und der Shuttle beziehen sich auf den Weg vom Parkplatz zur Fähre.
Strand und Wassersport
Unweit des Fähranlegers liegt ein feinsandiger Strand. Er ist ein eigener Ortsbezug neben Hafen und Überfahrt. Mit Wikingsurf gibt es in Schaprode außerdem eine Surf- und Segelschule. Wenn Sie sich für diese Themen interessieren, prüfen Sie vor einer Buchung die aktuellen Kursangaben des Anbieters.
St.-Johannes-Kirche: Baugeschichte und Wallfahrt
Die St.-Johannes-Kirche in Schaprode wurde im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts als Basilika erbaut und 1450 verkleinert. Zum erhaltenen Bestand gehören der Chorraum und die Apsis. Die Baugeschichte bietet damit zwei unterschiedliche Anhaltspunkte: den frühen Bau als Basilika und die spätere Veränderung seiner Größe. Auch die historische Bedeutung der Kirche geht über ihre Architektur hinaus. Sie spielte eine bedeutende Rolle bei der Christianisierung Rügens. Um 1500 war sie zudem ein Wallfahrtsort, an dem eine Marienfigur verehrt wurde. Baugeschichte, Christianisierung und Wallfahrt gehören zu verschiedenen zeitlichen und inhaltlichen Ebenen der Ortsgeschichte.
Erinnerungsorte und Geschichte im Umfeld
Der Sühnestein von Schaprode ist eine Mordwange zum Gedenken an den erschlagenen Ritter Reynwart von Platen und seine Söhne. Ein weiterer historischer Bezugspunkt liegt im näheren Umfeld: Die Schwedenschanze am Stolper Haken nördlich von Schaprode wurde zwischen 1700 und 1720 zum Schutz der Einfahrt nach Stralsund errichtet. Im Vergleich zur Kirchen- und Wallfahrtsgeschichte verweist sie auf einen anderen Zweck und eine spätere Zeit. Zusammen geben die benannten Orte unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für Baugeschichte, religiöse Überlieferung oder historische Verteidigungsanlagen interessieren.
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