Raben Steinfeld: Uferlandschaft, Eichen und Schlossgeschichte
Unterkünfte in Raben Steinfeld
Raben Steinfeld liegt zwischen dem Schweriner See und dem Pinnower See. Natur und Kulturgeschichte prägen die Themen, die sich für einen Aufenthalt unterscheiden lassen: geschützte Uferlandschaften, Wege, alte Eichen, Findlinge und die Geschichte von Schloss Raben Steinfeld. Wenn Sie ein Hotel für Ihre Reise suchen, können diese Schwerpunkte helfen, den Charakter des Reiseziels einzuordnen. Für die Planung lohnt es sich, die Landschafts- und Kulturthemen getrennt anzusehen; sie erzählen von unterschiedlichen Seiten des Ortes.
Zwischen Seen und Schutzgebieten
Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Raben Steinfeld können über ein gut ausgebautes Netz aus Wander-, Rad- und Reitwegen erlebt werden. Welche dieser drei Aktivitäten für Sie im Mittelpunkt steht, können Sie nach Ihren Reiseinteressen gewichten. Ein markanter Naturraum ist das Naturschutzgebiet „Görslower Ufer“, eine etwa 10 Kilometer lange Uferzone am Ostufer des Schweriner Innensees. Unmittelbar am Ufer verläuft ein Wanderweg. Dort steigt ein etwa 10 bis 15 Meter hoher Kliffhang steil an. Er entstand durch Ablagerungen von Bodensedimenten an den Haupteisrandlagen der Weichseleiszeit. Am Görslower Ufer treffen so eine konkrete Uferlandschaft und eine Spur eiszeitlicher Landschaftsbildung zusammen.
Alte Eichen und Schlosspark
An Schloss Raben Steinfeld grenzt eine Parkanlage, die Theodor Klett, großherzoglicher Hofgärtner von Mecklenburg-Schwerin, 1851 anlegte. Zu ihr gehören 34 sogenannte „Raben Steinfelder Eichen“. Das Ensemble besteht aus 34 der ältesten Eichen; die Bäume sind zwischen 300 und 650 Jahre alt und als Baumnaturdenkmale ausgewiesen. Der Umfang der stärksten Eiche beträgt 7,40 Meter. So begegnen sich im Park zwei Zeitebenen: die Anlage des 19. Jahrhunderts und ein Eichenbestand, dessen Altersangaben weit darüber hinausreichen.
Findlinge und Sternberger Gestein
Der Findlingsgarten Raben Steinfeld zeigt 138 ausgewählte Findlinge aus der Region. Sie gelten als Zeugen der Weichseleiszeit und repräsentieren die vielfältige Gesteinswelt Skandinaviens und des Ostseegrundes. Im Geologischen Museum Raben Steinfeld steht dagegen das Sternberger Gestein im Mittelpunkt: Das 30 Millionen Jahre alte Gestein wird im Volksmund „Sternberger Kuchen“ genannt und als fossilreichstes Gestein Norddeutschlands mit mehr als 520 Arten besonders herausgestellt. Die geologischen Themen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Im Findlingsgarten geht es um ausgewählte Findlinge und ihre Deutung, im Museum um ein bestimmtes Gestein und seinen Fossilreichtum. Wenn Sie sich für Erdgeschichte interessieren, können Sie diesen Gegensatz als Orientierung für Ihre Themenwahl nutzen.
Schloss Raben Steinfeld: Park und Geschichte
Ende des 19. Jahrhunderts wurde Schloss Raben Steinfeld zur großherzoglichen Sommerresidenz umgebaut; später diente es Marie von Schwarzburg-Rudolstadt als Witwensitz. Die Schlossgeschichte ergänzt den älteren Parkbezug um eine weitere historische Phase. Zudem steht das Schloss räumlich und durch seine Blickachsen in unmittelbarer Beziehung zum UNESCO-Welterbe „Residenzensemble Schwerin – Kunst des Historismus“. Für eine kulturgeschichtliche Orientierung lassen sich damit die Parkanlage, die spätere Nutzung des Schlosses und seine räumliche wie visuelle Beziehung zum Welterbeensemble unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Gneven, Leezen, Langen Brütz, Pinnow, Cambs, Dobin Am See
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Ostufer Schweriner See.