Löbnitz entdecken
Unterkünfte in Löbnitz
Löbnitz verbindet eine prägende Gutshausgeschichte mit dem literarischen Wirken Ernst Moritz Arndts und dem Storchenhaus. Auch die Lage an Beeke und Barthe sowie eine Radtour mit Löbnitz in der Streckenfolge geben dem Ort erkennbare Bezugspunkte. Für Ihre Aufenthaltsplanung können Sie so zwischen Kulturgeschichte, Landschaft und Radfahren unterscheiden.
Gutshaus, Arndt und Storchenhaus
Im Gutshaus in Löbnitz wohnte der Schriftsteller Ernst Moritz Arndt von 1787 bis 1805. Während seines Aufenthalts schrieb er viele Sagen und Spukgeschichten aus dem Volk auf. Im Park neben dem Gutshaus steht ein Gedenkstein zu seinen Ehren. Wohnort, literarisches Wirken und Gedenken bilden damit einen zusammenhängenden kulturhistorischen Schwerpunkt in Löbnitz.
Das Storchenhaus erzählt von unterschiedlichen Nutzungen: Ursprünglich wurde es als Jagdhaus der Gutsherren errichtet, später diente es als Gasthaus und Pferdeausspannstation. Das Backsteingebäude zeigt Rundbögen aus der Schwedenzeit. Auf den zinnenkranzartigen Achtecktürmen nisten seit vielen Jahren Störche. Architektur, frühere Funktionen und die Storchennester verbinden hier Baugeschichte und Naturbezug, ohne dass daraus eine heutige Bewirtung oder ein Besuch im Inneren folgt.
Wasserbezüge und Radroute
Löbnitz liegt an der Beeke und an der Barthe. Für Radfahrende ist außerdem die Radtour 05A ein konkreter Bezug: Sie führt über Kenz, Löbnitz und Starkow. So lässt sich der Ort nicht nur über seine Gutshausgeschichte, sondern auch über eine benannte Radroute in die Reiseplanung einbeziehen.
Weitere Orte in der zugehörigen Gemeinde
Einige landschaftliche und historische Merkmale liegen in anderen Orten der zugehörigen Gemeinde, nicht in Löbnitz selbst. In Buchenhorst steht eine etwa 300 Jahre alte Esche, deren Stammumfang auf Brusthöhe ungefähr sieben Meter beträgt. Dort gibt es auch einen großen Waldbestand, der überwiegend aus Buchen besteht. In Kindshagen entspringt das Wasser einer kleinen Quelle aus 32 Metern Tiefe; außerdem sind dort noch Wohnhäuser der Landarbeiter erhalten.
Saatel bietet weitere Anknüpfungspunkte für Natur- und Geschichtsinteressen: Dort ist eine Eichenallee erhalten. Im 12. Jahrhundert war Saatel ein Rittergut und gehörte zu den Divitzer Gütern. Das Gutshaus in Saatel wurde nach jahrelangem Leerstand und Verfall saniert; abgeschlossen war die Sanierung bis 2016. Der Ort hat zudem einen Bahnhof mit Anschluss an Velgast und Barth. Wenn dieser Verkehrsbezug für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan. Bei Redebas an der Barthe gibt es Hinweise auf die Stätte einer alten Burg, die von einem Schutzwall umgeben war.
Vorpommern-Rügen als größerer Rahmen
Über Löbnitz hinaus eröffnet Vorpommern-Rügen einen eigenen regionalen Kulturrahmen. Im Landkreis Vorpommern-Rügen gibt es schätzungsweise etwa 60 Museen. Ein konkretes Beispiel ist die Galerie im Kloster in Ribnitz-Damgarten: Dort wird die Kunstsammlung des Landkreises bewahrt, gepflegt und verwaltet. Sie umfasst etwa 500 Werke aus Malerei, Grafik, Skulptur, Keramik, Seidenmalerei und Textilgestaltung, vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Galerie zeigt überwiegend regionale Gegenwartskunst und eine ständige Ausstellung mit Grafiken von Lyonel Feininger. Wenn Sie diese regionale Station in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Besuchsarrangements.
Weitere Reiseziele entdecken: Lüdershagen, Karnin, Trinwillershagen, Pruchten, Barth, Bartelshagen II bei Barth, Fuhlendorf, Kenz-Küstrow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Barth.