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Groß Plasten: Dorfkirche, Schloss und Landschaftspark

Unterkünfte in Groß Plasten

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Groß Plasten lässt sich über drei Themen erschließen: die Baugeschichte der Dorfkirche, das Schloss mit seinem Landschaftspark und die Wanderwege zwischen Groß Plasten und Klein Plasten. Diese Mischung gibt Ihrer Planung unterschiedliche Anknüpfungspunkte – von historischen Bauformen bis zu Wegen durch den Park.

Dorfkirche: Bauform und Geschichte

Die Dorfkirche Groß Plasten wurde 1901 als verputzter Zentralbau im neobarocken Stil errichtet. Sie ist achteckig, steht auf einem Natursteinsockel und wurde vom Architekten Franz Schwechten gestaltet. Anlass für den Bau war ein Streit über die Mitbenutzung der Kirche in Klein Plasten. Seit den 1980er Jahren steht die Dorfkirche unter Denkmalschutz.

Zur Kirche gehört ihre vollständige Sandsteinausstattung aus der Bauzeit. Auch die Orgel hat eine lange Geschichte vor Ort: W. Sauer erbaute sie 1901 für die Westempore; 1997 wurde sie restauriert. Bauform, Ausstattung und Entstehungsgeschichte sind damit verschiedene Aspekte, an denen sich die Kirche einordnen lässt.

Schloss und Landschaftspark

Das Schloss Groß Plasten stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es um einen Anbau erweitert. An das Schloss schließt sich ein Landschaftspark an, in dem seltene Bäume wachsen. Schloss und Park verbinden so die Baugeschichte des Ortes mit einer eigenen Landschaftsgestaltung.

Durch den Landschaftspark führen Wanderwege, die Groß Plasten und Klein Plasten miteinander verbinden. Wenn Sie eine Tour planen, berücksichtigen Sie, dass sich detaillierte Wegbedingungen ändern können. Die Verbindung zwischen den beiden Orten ist dabei ein anderer Schwerpunkt als die Geschichte von Schloss und Kirche: Sie führt den Blick vom einzelnen Bauwerk auf die Wege durch den Park.

Weitere Orte in der zugehörigen Gemeinde

In Varchentin, einem anderen Ortsteil der zugehörigen Gemeinde, steht ein Schloss aus dem Jahr 1847. Es wurde nach Plänen des Schweizer Architekten Auguste de Meuron im Tudorstil erbaut. Peter Joseph Lenné entwarf 1838 die Pläne zur Gestaltung des Parks in Varchentin. Baumgruppen, besondere Einzelbäume und Wiesenflächen prägen den Park; die Kleinen und Großen Varchentiner Seen sind von einem Schilfgürtel umgeben.

Der Kleine Varchentiner See lässt sich in etwa einer Stunde zu Fuß umrunden. Für eine andere Art von Ortsgeschichte führt der Blick nach Beckenkrug: Dort wurde die alte, mit Schilf gedeckte Mühle etwa zwischen 1851 und 1875 erbaut. Sie ist die einzige Mühle im Müritzgebiet, die an ihrem ursprünglichen Standort erhalten geblieben ist.

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In Klein Plasten wurde das sogenannte Rundling 1934 mit 13 Bauernhöfen angelegt. Auch der Klein Plastener See ist dort ein eigener Anknüpfungspunkt: Im ab dem 1. Januar 2026 geltenden Gewässerverzeichnis des Landesanglerverbands Mecklenburg-Vorpommern ist er aufgeführt. Zugelassen sind nur Boote des Vereins; für Gastangler ist ein Boot vorhanden. Prüfen Sie vor einer entsprechenden Planung die geltenden Regeln und die Verfügbarkeit.

Hotel und Wellnessangebot

Das THE RESET Hotel befindet sich in der Parkallee 36, 17192 Groß Plasten. Im Schloss Groß Plasten bietet THE RESET Detox- und Heilfastenkuren mit medizinischer Versorgung an. Damit ist Wellness ein eigener Gesichtspunkt neben den historischen Bauwerken und den Wegen im Landschaftspark.

Mecklenburgische Seenplatte als übergeordnetes Reiseziel

Im übergeordneten Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte liegt der Müritz-Nationalpark, dessen Landschaft von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt ist. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt diese Landschaft in neun Etappen und führt an Seen, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort lehrreiche Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.

Ebenfalls in der Mecklenburgischen Seenplatte liegt das Wisentreservat Damerower Werder auf einer Halbinsel im Kölpinsee und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Reservat gehört ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon. Diese regionalen Naturziele ergänzen den Blick auf Groß Plasten, ohne die örtlichen Sehenswürdigkeiten mit ihnen gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Klink, Peenehagen, Vollrathsruhe, Klocksin, Grabowhöfe, Dratow-Schloen, Neu Gaarz, Moltzow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Seenlandschaft Waren.

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