Kreien: Dorfkirche, Geschichte und Kreiener See
Unterkünfte in Kreien
Kreien verbindet eine lange Dorfgeschichte mit einem See, dessen Größe und Nutzungsregeln einen konkreten Eindruck der örtlichen Besonderheiten geben. Für die Wahl eines Aufenthalts lassen sich zwei Schwerpunkte unterscheiden: Im Dorf stehen Kirche, historische Ausstattung und ältere Gebäude im Mittelpunkt; am Kreiener See prägen Uferzonen, Natur und die beschränkte Bootsnutzung das Bild.
Dorfkirche und historische Gebäude
Die Kirche im Dorf stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist ein gotischer Bau aus gesprengten Felsen. Ihre Giebel schließen nach Osten und Westen flach ab. Die Kirche mit Friedhofsmauer sowie das Pfarrhaus mit Pfarrgarten bilden den Dorfmittelpunkt und stehen unter Denkmalschutz. Die Kirche mit Friedhofsmauer ist über 630 Jahre alt, das Pfarrhaus rund 200 Jahre. Westlich der Kirche steht der hölzerne Glockenstuhl separat. Seine heutige Form besteht seit 1880; die Stahlglocken stammen von 1922, erneuert wurde der Glockenstuhl 1965 und 1995.
Auch die Ausstattung der Kirche umfasst Werke aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Die Altargruppe schnitzte Benedikt Dreyer 1507. Die barocke Kanzel stammt von 1710, wurde 1880 renoviert und zeigt die vier auf Holz gemalten Evangelisten. An der Nordwand befindet sich eine um 1250 geschnitzte Figur des Erzengels Michael. An der Südwand sind drei handgeschmiedete, über 100 Jahre alte Grabkreuze aus dem Friedhof befestigt. Das Renaissance-Taufgefäß wird auf 1664 datiert und besteht aus einer Messingschale in einem Holzbehälter; die Messingschale wird nicht in der Kirche aufbewahrt.
Zum Dorfbild gehört außerdem ein gut erhaltenes und saniertes Dreiseithof-Ensemble mit Backsteinwohnhaus und zwei Backsteinställen. Es befindet sich in Privatbesitz. Auch die ehemalige Schule ist heute in Privatbesitz; sie wurde 1848 errichtet. Die ehemalige Molkerei in Kreien stammt aus dem Jahr 1902. Diese unterschiedlichen Bauwerke geben Anlass, bei einem Blick auf Kreien sowohl die Kirche als auch die Entwicklung des Dorfes im Ganzen einzubeziehen.
Archäologische Spuren in Kreien
Die Geschichte des Ortes reicht weit vor die heute sichtbaren Gebäude zurück. Archäologische Funde zeigen, dass die Feldmark Kreien etwa zwischen 3000 und 1600 v. Chr., also in der Jungsteinzeit, besiedelt war. Aus der Bronzezeit stammen zwei Hügelgräber im Gebiet von Kreien. In ihnen wurden Halsringe und ein Schwertgriff aus Bronze gefunden. Diese Zeugnisse stehen neben der jüngeren Dorfarchitektur für verschiedene Zeitabschnitte der Ortsgeschichte, ohne dass die Funde mit den erhaltenen Gebäuden gleichzusetzen wären.
Kreiener See: Ufer, Natur und Bootsnutzung
Der Kreiener See hat eine Wasserfläche von 16 Hektar und etwa 2.000 Meter Uferlänge. Er ist ein ungeschichteter Flachwassersee des Typs Hecht-Schlei-See. Breite Flachwasserzonen am Ufer und starker Unterwasserbewuchs gehören zu seinen beschriebenen Merkmalen. Wegen seiner geringen Größe darf der See nur mit Ruderbooten befahren werden. Das ist eine wichtige Unterscheidung für die Planung: Die Nutzung auf dem Wasser ist auf diese Bootsart beschränkt.
Am See gibt es eine Badestelle, die als Treffpunkt für Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen dient. Während der Sommerferien setzt die Gemeinde dort einen Rettungsschwimmer ein. An den Feuchtwiesen und Erlenbrüchen am See kommen Amphibien, Wasservögel, Raubvögel und andere Wildtiere vor. So stehen am selben Ort die Badestelle und die natürlichen Uferbereiche nebeneinander; die beschriebenen Flachwasserzonen und der Unterwasserbewuchs prägen dabei den Charakter des Gewässers.
Der Badesteg wurde im Winter 2014/2015 vollständig saniert, damit er zu Beginn der folgenden Badesaison wieder betreten werden konnte. Diese Angabe beschreibt die damalige Erneuerung, nicht den heutigen Zustand des Stegs. Wenn der Steg für Ihren Besuch wichtig ist, prüfen Sie seinen Zustand vorab.
Landschaft und Wege in der Gemeinde Kreien
Feld- und Waldwege im Gemeindegebiet laden zum Wandern und Radfahren ein. Die Wege sind ruhig. Im Bereich der heutigen Gemeinde erstreckte sich die sogenannte Frankfurter Eisrandlage. Schmelzwasser floss durch ein Gletschertor bei Hof Koppel durch die heutige Kreiener Schweiz und den Kreiener See in Richtung Elde. Diese geologische Geschichte reicht über das Dorf hinaus und betrifft den Bereich der Gemeinde.
Im näheren Umfeld von Kreien hat auch eine historische Nutzung Spuren in der Landschaft hinterlassen: Die frühere Feldbahn vom Gut Kreien zur Elde ist heute noch als lange Feldhecke erkennbar. Sie lässt sich als Landschaftsrest von der Ortsgeschichte und von den Ufermerkmalen des Kreiener Sees unterscheiden. Zusammen geben Kirche, archäologische Zeugnisse, Wege und See verschiedene Ansatzpunkte, Kreien und das Gemeindegebiet kennenzulernen.
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