Kentzlin: Gutshaus, Garten und historische Spuren
Unterkünfte in Kentzlin
Wenn Sie ein Hotel für eine Reise nach Kentzlin suchen, geben die historischen und landschaftlichen Besonderheiten des Ortes eine konkrete Orientierung. Das Gutshaus Alt Kentzlin verbindet Fachwerk, einen klar gegliederten Grundriss und einen Garten mit altem Baumbestand. Hinzu kommen eine Käseverkostung der Mobilen Käserei Kentzlin auf Anfrage und ein slawischer Ringwall im näheren Umfeld. So können Sie bei der Reiseplanung unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Baugeschichte, Garten und regionale Natur- und Kulturerlebnisse.
Das Gutshaus Alt Kentzlin und seine Raumstruktur
Das Gutshaus Alt Kentzlin ist ein eingeschossiges Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach. Es steht auf einem Feldsteinsockel; sein weitgehend regelmäßiges Eichenständerwerk ist knapp 20 Zentimeter stark und mit Klinkern ausgefacht. Die Beschreibung umfasst damit sowohl die Bauweise als auch die sichtbaren Materialien des Hauses.
Auch der Grundriss ist klar gegliedert: Er umfasst eine große Diele, einen mittig angeordneten Längsflur und einen Gartensaal in Verlängerung des Eingangsbereichs. Die Räume an der Vorderseite sind durch eine Enfilade miteinander verbunden. Eine Enfilade bezeichnet eine Raumfolge, in der mehrere Räume über aufeinander bezogene Türen verbunden sind. Das Gutshaus zeigt die verbreitete Raumstruktur eines Gutshauses in besonders klarer und unveränderter Form. So stehen bei diesem Gebäude sowohl die Anordnung der einzelnen Räume als auch ihre Verbindung im Vordergrund.
Garten, alte Bäume und Wehrhügel
Im Garten hinter dem Gutshaus stehen vier Eichen, die zwischen 200 und 500 Jahre alt sind. Zum Garten gehört außerdem ein Obstgarten mit altem Baumbestand. Neben dem Fachwerkhaus eröffnet der Garten damit einen zweiten Blick auf Kentzlins historische und landschaftliche Eigenheiten: Hier sind einzelne, sehr alte Eichen und der Obstbaumbestand prägende Elemente.
Zum selben Garten gehört eine Motte, ein alter Wehrhügel. Sie ergänzt die Gebäudearchitektur und den Baumbestand um eine weitere historische Form. Bei der Reiseplanung können Sie diese verschiedenen Themen auseinanderhalten: das Gutshaus als Fachwerkbau, den Garten mit seinen alten Bäumen und die Motte als Wehrhügel.
Ortsgeschichte und nahe Umgebung
Kentzlin wurde 1300 erstmals urkundlich erwähnt; der damalige Name lautete Cancelyn. Das Jahr und die überlieferte Namensform geben der Ortsgeschichte einen zeitlichen Anker. Beim Gutshaus stehen dagegen vor allem seine Bauweise und Raumstruktur im Mittelpunkt. So verbindet das Ortsprofil einen frühen schriftlichen Beleg mit konkreten architektonischen Details.
Im näheren Umfeld des Reiseziels, etwa 250 Meter westlich von Neu-Kentzlin, liegen die gut erhaltenen Überreste eines slawischen Ringwalls. Der ungefähr 100 mal 90 Meter große Ringwall ist heute mit Bäumen bestanden. Er ist räumlich von der Motte im Garten des Gutshauses zu unterscheiden und ergänzt sie als weiteres Thema der regionalen Geschichte.
Käseverkostung auf Anfrage
Die Mobile Käserei Kentzlin bietet auf Anfrage Käseverkostungen an. Da die Verkostung an eine Anfrage gebunden ist, stimmen Sie den Besuch am besten vor der Reise ab. Das ist ein anderer Schwerpunkt als die Architektur und der Garten: Hier steht ein konkretes kulinarisches Angebot im Mittelpunkt, dessen Besuch vorab angefragt werden sollte.
Naturthemen in der Mecklenburgischen Seenplatte
Im übergeordneten Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte eröffnet der Müritz-Nationalpark einen weiter gefassten Naturbezug. Er ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg führt in neun Etappen durch die Landschaftstypen und Besonderheiten des Nationalparks, an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort lehrreiche Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.
Ein weiteres Naturthema der Mecklenburgischen Seenplatte ist das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide; Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Reservat gehört außerdem ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon. Wanderweg, geführte Touren und Reservat setzen jeweils eigene Schwerpunkte und ergänzen den lokalen Blick auf Gutshaus, Garten und Ortsgeschichte um Angebote im übergeordneten Reiseziel.
Weitere Reiseziele entdecken: Siedenbrünzow, Sarow, Nossendorf, Warrenzin, Kletzin, Lindenberg, Meesiger, Borrentin
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Demmin-Land.