Welleringhausen: Wandern, Geologie und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Welleringhausen
In Welleringhausen prägen Wanderwege, vulkanische Gesteine und historische Landschaftsspuren das Bild. Für die Wahl eines Aufenthalts sind vor allem die unterschiedlichen Wanderschwerpunkte hilfreich: Der Vulkanpfad stellt Landschaft und Pflanzen in den Vordergrund, der Geschichtspfad verbindet geologische Themen mit Ortsgeschichte.
Grotenberg: Magerrasen und Vulkanpfad
Am Südhang des Grotenbergs bei Welleringhausen sind auf zehn Hektar bodensaure Magerrasen erhalten. Sie gelten als charakteristisch für ausgehagerte Diabasstandorte am Ostsauerländer Gebirgsrand. Die vulkanischen Gesteine der Landschaft um Welleringhausen tragen die Bezeichnung „Vulkaniklastite von Welleringhausen“; am Grotenberg und Kuthenberg sind sie beispielhaft aufgeschlossen. Der 6,76 Kilometer lange Vulkanpfad Welleringhausen ist ein leichter Rundwanderweg im Naturpark Diemelsee. Er verläuft am Fuß des längst erloschenen Grotenberg-Vulkans entlang und zeigt typische Pflanzen, darunter Heidenelke, Feld-Thymian und Scharfen Mauerpfeffer.
Zwei Rundwege, unterschiedliche Schwerpunkte
Der Geschichtspfad Welleringhausen ist mit 6,41 Kilometern die kürzere der beiden genannten Rundwege und hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad; der Vulkanpfad misst 6,76 Kilometer und ist als leicht eingestuft. Die Distanzen liegen nahe beieinander, die Einstufung und die Themen unterscheiden sich jedoch. Entlang des Geschichtspfads informieren Tafeln über geologische Besonderheiten und die Ortsgeschichte. Dazu gehört eine ehemalige jüdische Siedlung, die zur Wüstung geworden ist. So können Sie bei der Wahl zwischen den Runden sowohl den Wanderschwerpunkt als auch den jeweiligen thematischen Inhalt berücksichtigen.
Bergbau und historische Landschaftsspuren
Auf dem Kuthenberg gibt es einen großen Diabassteinbruch. Eingefallene Stolleneingänge an den Hängen und Pingen auf dem Bergrücken zeugen von früherem Gold- und Erzbergbau. Auch im Bereich Ohl am Nordhang des Hülsenbergs wurde nach Gold gegraben, und zwar vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Heute sind dort zahlreiche Geländevertiefungen als Relikte von Goldpingen erkennbar; außerdem gab es waagerechte, in den Berg getriebene Stollen. Bei der Wüstung Wieferinghausen lassen sich in der umgebenden Landschaft noch Reliefs ehemaliger Wege und Bebauungsstellen erkennen. Zusammen zeigen diese Orte unterschiedliche Spuren der Besiedlungs- und Bergbaugeschichte, ohne dass sie denselben historischen Schwerpunkt haben.
Kirche, Apfelallee und Orientierung
Die Abrahamskirche Welleringhausen ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Da sich Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie sie vor Ihrem Besuch. Die Welleringhäuser Apfelallee bewahrt alte Apfel- und Birnbäume, die noch heute seltene Früchte tragen, die dem rauen Klima der Uplandberge standhalten. Für die Orientierung am Naturschutzgebiet können Sie sich an der beschriebenen Strecke ausrichten: Vom Welleringhausen aus folgen Sie zunächst 250 Meter der Kreisstraße in Richtung B 251 und biegen anschließend rechts zur Südwestecke des Gebiets ab.
Welleringhausen im Reiseziel Willingen (Upland)
Der Uplandsteig führt am Grotenberg vorbei. Im übergeordneten Reiseziel Willingen (Upland) ist er ein 66 Kilometer langer, zertifizierter Qualitätswanderweg, der einmal um die Gemeinde führt und alle neun Ortsteile berührt. Damit stehen der örtliche Bezug am Grotenberg und die längere Wanderroute durch das Gemeindegebiet in einem unterschiedlichen Maßstab: Der Vulkanpfad ist eine 6,76 Kilometer lange Runde, während der Uplandsteig die Gemeinde umrundet.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Willingen.