Holzhausen: Eder-Radweg, Klippen und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Holzhausen
Holzhausen bringt Ederlandschaft, Radweg und örtliche Kulturgeschichte in einen gemeinsamen Reiseplan. Holzhausen liegt unmittelbar an einer weiten Ederschleife im engen Oberen Edertal. Radfahren, Landschaft und Kultur geben dem Ortsteil jeweils einen eigenen Akzent.
Mit dem Rad und entlang der Eder
Der Eder-Radweg verläuft im Stadtgebiet Hatzfeld über die ehemalige Eisenbahntrasse und überquert im Stadtteil Holzhausen zwei Eisenbahnbrücken. Zwischen Hatzfeld und Dodenau weist der Abschnitt nur geringe Höhenunterschiede auf. Brücken und Höhenprofil sind dabei unterschiedliche Orientierungspunkte: Die Brücken liegen in Holzhausen, während sich die Angabe zu den geringen Höhenunterschieden auf den Abschnitt zwischen Hatzfeld und Dodenau bezieht.
Auch ein genauer begrenzter Abschnitt des Flusses ist beschrieben: 500 Meter der Eder reichen von der Eisenbahnbrücke oberhalb von Holzhausen bis zur Wehrkrone der Obermühle in Holzhausen. Damit lassen sich bei der Reiseplanung der längere Radwegverlauf und dieser klar eingegrenzte Flussabschnitt als eigene Themen betrachten.
Ederschleife, Felsen und Landschaft
Nördlich von Holzhausen liegen die Holzhäuser Klippen: ein Felsvorsprung mit Ausblick auf das Edertal und das Lützelgebirge. Der markante Felsen ist ein anderes Landschaftsthema als die weite Ederschleife, an der Holzhausen liegt. Wer sich für die Naturgeschichte der Umgebung interessiert, findet außerdem ein genauer benanntes Gebiet: Der Teilbereich Hirschbachseite des FFH-Gebiets 5017-304 „Hirschbachseite und Eifaer Berg“ liegt oberhalb einer Ederschleife nördlich von Holzhausen im Stadtgebiet Hatzfeld.
In einer Kartierung von 2006 wurden in beiden Teilgebieten natürliche beziehungsweise naturnahe Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation erfasst. Die kartierte Gesamtfläche beträgt 0,168 Hektar. Diese Angabe bezieht sich auf beide Teilgebiete zusammen und ergänzt die Landschaftsbeschreibung um einen konkreten Einblick in die dort erfassten Felslebensräume.
Kirche und Backhaus in Holzhausen
Die Entstehung der Holzhäuser Kirche reicht in das 13. Jahrhundert zurück. Eine Besonderheit ihrer Bildausstattung ist die Kombination aus Lutherbild und Schwanenbild: Im hessischen Kirchengebiet gibt es diese Kombination nur 21-mal. So treffen in der Kirche ein hohes Baualter und ein seltenes Bildmotiv aufeinander.
Eine weitere örtliche Tradition dreht sich um das Backhaus. Alle zwei Jahre wird dort an zwei Tagen das Backhausfest gefeiert; dabei gibt es Brot und Kuchen aus dem Backofen. Auch außerhalb des Festes wird das Backhaus zum Backen genutzt, unter anderem für Brot, Kuchen, Flammkuchen, Pizza und Fleischwurst. Das Fest kehrt alle zwei Jahre wieder; außerhalb des Festes wird das Backhaus ebenfalls zum Backen genutzt.
Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Hatzfeld (Eder)
Zum übergeordneten Reiseziel Hatzfeld (Eder) gehört die Ruine der mittelalterlichen Burg Hatzfeld hoch über dem Edertal. Die im 13. Jahrhundert errichtete Spornburg war Stammburg der Herren von Hatzfeld, die 1138 erstmals erwähnt wurden. Die Grafen von Hatzfeld errichteten auch die Stadtkirche St. Johannes auf halber Höhe des Burgbergs, im Stil einer gotischen Fachwerkkirche. Die Emmaus-Kapelle dient heute als Friedhofskapelle; dort finden jährlich mehrere Konzerte statt.
Der Panoramapfad führt im übergeordneten Reiseziel durch den Schneitelwald, eine alte Kulturlandschaft. Im 19. Jahrhundert wurden die Hainbuchen beiderseits des Weges regelmäßig auf den Stock geschnitten. Im Atelier für Kalligraphie und Heraldik werden Schreibinstrumente, Beschreibstoffe und Texte aus verschiedenen Jahrhunderten zur Geschichte der Schrift über mehr als 2.000 Jahre gezeigt. Angeboten werden eine etwa einstündige Führung zur Schriftgeschichte und eine etwa anderthalbstündige Führung mit individuell gewähltem Schwerpunkt auf verschiedene Jahrhunderte und Themen. Klären Sie vor einem Besuch die aktuelle Verfügbarkeit der Führungen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hatzfeld.