Borken (Hessen): Seen, Radwege und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Borken
Borken (Hessen) verbindet Seenlandschaft, Radwege und Spuren des Braunkohlebergbaus mit älteren Bauwerken. Die verschiedenen Themen setzen eigene Akzente und helfen Ihnen, Ihre Aufenthaltstage nach Interessen zu ordnen.
Landschaft, Seen und Gewässer
Borken ist eine Kleinstadt in Nordhessen und gehört zum Schwalm-Eder-Kreis. Das Stadtgebiet liegt in der Landsburger Senke und im Hessengau, beides Landschaften innerhalb der Westhessischen Senke. Kleine Bäche wie Olmes, Hundsbach und Lembach entwässern das Borkener Becken. Die Schwalm fließt von Westen nach Osten durch das Stadtgebiet.
Das Borkener Seenland umfasst vier Seen, die von Wiesen und Wäldern umgeben sind. Zu den dort möglichen Aktivitäten zählen Schwimmen, Surfen, Tauchen, Spazierengehen und Radfahren. Der Naturbadesee Stockelache bietet einen Sandstrand, Badeinseln, eine Wasserrutsche und ein Restaurant. So können Sie bei der Planung zwischen verschiedenen Aktivitäten am Wasser und den konkret genannten Einrichtungen an der Stockelache unterscheiden.
Radwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Für eine Radtour, die mehrere Gewässer und ein Schutzgebiet verbindet, ist der beschilderte Seen-Rundweg eine Orientierung: Er ist etwa 22,5 Kilometer lang und führt über Singliser See, Gombether See und Naturbadesee Stockelache bis zum Naturschutzgebiet Borkener See. Für diese Strecke gibt es einen zeitweiligen Hinweis auf eine Brückensperrung. Prüfen Sie deshalb vor der Abfahrt die aktuellen Fahrbedingungen.
Der 32 Kilometer lange Braunkohle-Rundweg führt durch das ehemalige Borkener Braunkohleabbaugebiet und lässt sich mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Der Hessische R15 verbindet das Borkener Seenland mit dem Silbersee nahe Frielendorf; er startet nahe Borken an der Hessischen Fernradroute R4. Im Vergleich zu den etwa 22,5 Kilometern des Seen-Rundwegs ist der Braunkohle-Rundweg länger und setzt mit seinem ehemaligen Bergbaugebiet einen anderen thematischen Schwerpunkt. Die Routenangaben erleichtern es, die Tourenwahl an Strecke und Interesse auszurichten.
Bergbaugeschichte und Natur im Wandel
Borkens Geschichte im 20. Jahrhundert ist mit dem Braunkohleabbau und der Stromerzeugung aus Braunkohle in Hessen verbunden. Der Themenpark „Kohle & Energie“ zeigt, wie Braunkohle im Tagebau gewonnen und zur Stromerzeugung genutzt wurde. Damit steht dort der technische Weg vom Abbau bis zur Energieerzeugung im Mittelpunkt.
Eine andere Perspektive bietet das Naturschutz-Informationszentrum „Borkener See“: Es erklärt die sich erholende Natur der ehemaligen Bergbaulandschaft anhand von Tieren, Pflanzen und interaktiven Medien. Zusammen mit dem Braunkohle-Rundweg eröffnet das einen Zugang sowohl zur Geschichte des Abbaus als auch zum Wandel der Landschaft danach. Wenn Sie sich für diese Themen interessieren, können Sie zwischen einer erklärenden Ausstellung, der Naturinterpretation und einer Tour durch das frühere Abbaugebiet wählen.
Bauwerke und historische Spuren
Das Kulturzentrum „Altes Amtsgericht“ ist Borkens ältestes Gebäude. Das Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1473. Im Borkener Stadtteil Kleinenglis befindet sich die St. Michaelskirche mit bedeutenden spätgotischen Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Beide Bauwerke stehen für unterschiedliche Kapitel der örtlichen Baugeschichte: das eine durch seine Fachwerkkonstruktion und das frühe Baudatum, das andere durch die Wandmalereien.
Auch schriftliche Bezeichnungen geben einen historischen Anhaltspunkt: Borken wurde in Dokumenten der Jahre 1303 und 1314 als „oppidum“ und „civitas“ verzeichnet. Zusammen mit den Bauwerken und den Spuren des Bergbaus ergibt sich ein breites Themenspektrum für einen Aufenthalt, das von mittelalterlichen Überlieferungen bis zur jüngeren Industriegeschichte reicht.
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