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Haingrund: Limeswege, Kultur und Fernsichten

Unterkünfte in Haingrund

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Haingrund verbindet römische Geschichte, Wanderungen und Kulturthemen, die von antiken Grenzanlagen bis zu Heimcomputern reichen. Für Ihre Reiseplanung lassen sich die Interessen gut unterscheiden: Die Windlücke und die Limes-Routen sprechen für einen Schwerpunkt auf Natur und Archäologie; das Yesterchips-Museum und die Heilig-Kreuz-Kirche setzen andere kulturelle Akzente. So können Sie überlegen, ob Sie vor allem draußen unterwegs sein möchten oder einzelne historische und kulturelle Orte in Ihre Planung aufnehmen.

Römische Spuren und Wege in Haingrund

Auf einer Anhöhe in Richtung Vielbrunn sind Teile des römischen Limes sichtbar. Die Windlücke in Haingrund lädt zum Wandern ein und bietet weite Fernsichten. Auch der Rundwanderweg HG1 lädt in Haingrund zum Wandern ein. Zusammen ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte: sichtbare Spuren der römischen Grenze und Wege, bei denen die Landschaft selbst zum Ziel wird.

Die „Limes-Runde durch dichte Wälder“ führt vom Schlösschen und dem Nachbau des Limes entlang des Walls durch dichte Wälder nach Süden zum Kleinkastell Windlücke. Den Höhenzug kann man am besten mit dem Mountainbike querfeldein oder bei einer Wanderung erkunden. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegverhältnisse.

Der Geo-Naturpark bietet die geführte Wanderung „Archäologie am Odenwaldlimes“ an. Sie führt vom Numeruskastell „Lützelbacher Schlösschen“ über zwei Turmstellen bis zum Kleinkastell Windlücke. Wenn Sie diese Tour einplanen, prüfen Sie zuvor die Termine des Angebots.

Museum und Kunst in Haingrund

Das Yesterchips Heimcomputer- und Spielekonsolenmuseum ist ein privates, amateurgeführtes Museum in Haingrund, das sich Heimcomputern und Spielekonsolen widmet. Es befindet sich im Kulturdenkmal „Alte Schule“ in der Erbacher Straße 1. Die Sammlung umfasst Heimcomputer und Konsolen aus der Zeit ab den 1970er Jahren. Die meisten Exponate sind eingeschaltet und sollen von den Besuchenden benutzt werden. Klären Sie die aktuellen Besuchsarrangements, bevor Sie den Museumsbesuch einplanen.

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Auch die Heilig-Kreuz-Kirche bietet einen kunsthistorischen Anknüpfungspunkt. Sie besitzt einen Kreuzweg mit sieben Stationen, den der aus Braunschweig stammende bildende Künstler und Diakon Claus Kilian (1928–2022) 1988 gestaltete und in Bronze goss. Eine Kopie der Hallgartener Madonna ist dort an der Wand auf einer Sandsteinkonsole angebracht. Kreuzweg und Madonna unterscheiden sich damit sowohl in ihrer künstlerischen Form als auch in der Art, wie sie in der Kirche präsentiert werden.

Lützelbach: weitere Limes- und Kirchengeschichte

Auch im übergeordneten Reiseziel Lützelbach finden Sie weitere Bezüge zum Odenwald-Limes. Im Gemarkungsbereich von Lützelbach liegen acht Turmstellen, die als Wachtposten 10/5 bis 10/12 bezeichnet werden. Über den Limeswanderweg sind im Gemeindegebiet das Kleinkastell Windlücke, das Numeruskastell Lützelbach und insgesamt acht Turmstellen erreichbar, soweit sie nicht in der Feldflur liegen. Am Wachtposten 10/8 führt ein kleiner archäologischer Rundweg zu den dort besonders sichtbaren Ausgrabungen der Reichslimeskommission.

Unweit des Numeruskastells Lützelbach wurde direkt an einem dort vorbeiführenden Wanderweg eine knapp 40 m lange Limespalisade originalgetreu aufgebaut. Ein anderer historischer Schwerpunkt liegt in Rimhorn: Dort steht die älteste der sieben Kirchen im Gemeindegebiet von Lützelbach. Sie war ursprünglich eine romanische Saalkirche; ihre Entstehung wird im 10. Jahrhundert vermutet. Um das Jahr 1000 n. Chr. wurde dem Kirchenschiff der Chor hinzugefügt, 1523 kam eine Sakristei hinzu.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lützelbach.

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