Nidderau entdecken: Natur, Wege und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Nidderau
Nidderau lässt sich über Naturdenkmale und Wege ebenso wie über historische Ortskerne erschließen. Für die Reiseplanung geben die unterschiedlichen Routenverläufe, Streckenlängen und Sehenswürdigkeiten Orientierung. Auch die Ortsgeschichte zeigt sich in verschiedenen Stadtteilen – von archäologischen Zeugnissen bis zu markanten Bauensembles.
Natur und Wege in Nidderau
Der Wartbaum an der Hohen Straße oberhalb von Nidderau ist ein markantes Naturdenkmal und ein geschichtsträchtiger Aussichtspunkt. Das Gelände ist ganzjährig frei zugänglich, der Besuch ist kostenfrei. Wer das Feldflora-Reservat am Wartbaum mit einer Führung kennenlernen möchte: Das Umweltamt der Stadt Nidderau bietet individuelle Führungen an; Anmeldungen werden per E-Mail erbeten.
Die Regionalparkroute Hohe Straße ist 38 Kilometer lang und in beide Richtungen ausgeschildert. Sie folgt im Wesentlichen dem Verlauf einer alten Handelsroute und kreuzt in Nidderau den Bahnradweg sowie die Bonifatiusroute. Damit verbindet die Routenbeschreibung einen historischen Verlauf mit benannten Kreuzungspunkten im Stadtgebiet.
Die 16,9 Kilometer lange Spessartfährte „NidderAuenFährte“ beginnt am Bahnhof Eichen. Sie führt durch den Nidderauer Naturwald und Wiesenflächen, bietet Ausblicke bis nach Frankfurt, zum Taunus und zum Spessart und kehrt entlang der Nidder zurück. Ein Teil ihres Verlaufs liegt im Vogelschutzgebiet Wetterau.
Auch der Hugenotten- und Waldenserpfad ist für die Routenplanung relevant: Er ist ein Kulturfernradweg des Europarates. Seine Regionalschleife Main-Spessart führt durch die Nidderauer Stadtteile Eichen, Windecken und Heldenbergen.
Für eine Auswahl nach Weglänge lassen sich die genannten Strecken gut unterscheiden: Der Naturerlebnispfad hat zwei unabhängige, jeweils etwa drei Kilometer lange Schleifen. Die NidderAuenFährte umfasst 16,9 Kilometer; die 38 Kilometer lange Regionalparkroute Hohe Straße setzt einen nochmals größeren Routenrahmen.
Der Naturerlebnispfad verläuft auf Windecker und Ostheimer Gemarkung. An seinen Mitmachstationen geht es ums Experimentieren, Fühlen und Riechen. Der Beginn liegt an der Eingangstafel am Spielplatz am Mühlberg in Windecken. Wer eine maßstabsgetreue Darstellung des Sonnensystems in einen Weg einbeziehen möchte, findet sie beim Planetenwanderweg: Er führt von der Willi-Salzmann-Halle in Windecken über die Konrad-Adenauer-Allee bis zur katholischen Kirche in Heldenbergen. Die Wanderung ist für Jung und Alt informativ.
Für Spaziergänge und Jogging gibt es außerdem eine Übersichtskarte am großen Waldparkplatz beim Bestattungswald. Sie zeigt unterschiedlich lange ausgewiesene Strecken. Da sich die Parkplatzsituation ändern kann, ist ein kurzer Check vor der Anfahrt sinnvoll.
Eine weitere Perspektive bietet die durch Nidderau führende Regionalschleife Main-Kinzig der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute. Die Schleife wird derzeit überarbeitet. Ihr Verlauf führt an naturbelassenen Streuobstwiesen, Lehrgärten und Lehrpfaden, Keltereien und Gaststätten, Direktvermarktern, Naturdenkmälern sowie weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei.
Ortsgeschichte in den Stadtteilen
In Erbstadt liegt der Pfaffenhof an der heutigen Hauptstraße. Das nahezu quadratische Bauensemble ist ein markantes Element der dortigen Ortsgeschichte. In Windecken geben bedeutende eisenzeitliche Gräberfelder Zeugnis von einer viel älteren Vergangenheit.
Die Altstadt von Windecken liegt im Katzbachtal und wird im Norden von der Nidder begrenzt. Trotz weitgehender Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg ist ihre mittelalterliche Struktur nahezu vollständig erhalten. Zu den kulturhistorisch bedeutsamen Denkmalen dort zählen der Hexenturm und die Stadtmauer. Der Hexenturm gilt außerdem als Wahrzeichen und identitätsstiftendes Bauwerk.
Der historische Ortskern von Heldenbergen wird von der katholischen Kirche geprägt. Zu seinem baulichen Bild gehören unter anderem das Pfarrhaus, zwei alte Schulgebäude, Fachwerkhäuser und Hofreiten. Auch die Häuser von Handwerkern, Tagelöhnern und Landarbeitern sind Teil dieses Ortskerns. Zusammen ergeben diese unterschiedlichen Gebäude einen konkreten Eindruck von den verschiedenen Funktionen und Bewohnergruppen, die zur Ortsgeschichte gehören.
So stehen in Nidderau mehrere Schwerpunkte nebeneinander: Routen mit klar benannten Längen und Verläufen, ein Naturdenkmal mit kostenfreiem Zugang sowie Ortskerne und Bauwerke mit unterschiedlichen historischen Bezügen. Bei der Planung können Sie danach wählen, ob Ihre Zeit vor allem für eine Strecke, Natur- und Landschaftsthemen oder die Geschichte einzelner Stadtteile vorgesehen ist.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Main-Kinzig-Kreis.