Carmzow-Wallmow: Seen, Dorfgeschichte und Radwege
Unterkünfte in Carmzow-Wallmow
In Carmzow-Wallmow treffen eine von der Eiszeit geprägte Seenlandschaft, Zeugnisse der Ortsgeschichte und Radrouten aufeinander. Für die Planung Ihres Aufenthalts bieten die konkreten Orte unterschiedliche Anknüpfungspunkte: ein See mit ausgewiesener Badestelle, eine historische Dorfkirche und Wege, die sich deutlich in ihrer Länge unterscheiden.
Seen und Eiszeitlandschaft
Das FFH-Gebiet „Kleinseen bei Carmzow“ umfasst rund 76 Hektar. Die Seen des Gebiets entstanden aus Weichsel-Kaltzeit-Toteisblöcken in der Jungmoränenlandschaft des nordöstlichen Brandenburgs. So ist die Entstehungsgeschichte eng mit der Landschaft verbunden, die den Ortsnamen Carmzow auch im Namen des Schutzgebiets aufgreift.
Der 17 Hektar große Brökersee liegt nordwestlich von Carmzow. An den meisten Ufern prägen ausgedehnte Schilf- und Rohrkolbengürtel das Bild. Am Südufer befindet sich eine offizielle Badestelle; außerdem gibt es mehrere Stege. Prüfen Sie vor einem Besuch die örtlichen Zugangsbedingungen. Östlich von Carmzow liegt der 15 Hektar große Ganznowsee. Die beiden Gewässer lassen sich damit anhand ihrer Lage und Größe unterscheiden; für den Brökersee ist zusätzlich eine Badestelle benannt.
Ortsgeschichte und Dorfkirche
Wallmow wird erstmals in einer Urkunde vom 13. Januar 1283 erwähnt. In Carmzow steht eine frühgotische Feldsteinkirche aus der Zeit um 1250. In ihrem Inneren befindet sich ein barocker Kanzelaltar aus dem Jahr 1724. Die Angaben zur Kirche machen zwei unterschiedliche Bauzeiten sichtbar: das frühe Kirchengebäude und den mehrere Jahrhunderte jüngeren Altar. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier also sowohl ein mittelalterliches Bauwerk als auch ein klar datiertes barockes Ausstattungsstück.
Radrouten mit unterschiedlichen Längen
Der 16 Kilometer lange Spinnradweg führt durch Wallmows ländliche Landschaft und folgt schattigen, von Hecken gesäumten Alleen. Die Beschreibung der Route verbindet damit eine konkrete Längenangabe mit einer Vorstellung von ihrem Verlauf durch die Landschaft. Die ungefähr 99 Kilometer lange Gutsherrenradtour führt durch Wallmow und Carmzow und verbindet sich mit regionalen und überregionalen Radwegen. Beim Vergleich der beiden Strecken steht eine Route über 16 Kilometer einer deutlich längeren Tour gegenüber. Die Gutsherrenradtour ist zudem ausdrücklich mit weiteren Radrouten verknüpft; ihre Länge bleibt eine ungefähre Angabe.
Die Uckermark als übergeordnetes Reiseziel
Über Carmzow-Wallmow hinaus lässt sich die Uckermark als größerer regionaler Rahmen betrachten. Sie hat mehr als 500 Seen; zum regionalen Angebot zählen geführte Kanutouren, ausgewiesene Naturbadestellen, Biwakplätze und Wasserwanderwege. Auch die Zahlen zu den Wegen beziehen sich auf diese Region: In der Uckermark sind 1.200 Kilometer Wanderwege ausgewiesen, und es gibt mehr als 1.600 Kilometer Radwege.
Zum übergeordneten Naturraum gehört der Naturpark Uckermärkische Seen. Er liegt inmitten der wasserreichen, sanft gewellten Uckermark und umfasst Klarwasserseen, Sölle und Moore. Die regionale Perspektive ergänzt die konkreten Ortsbezüge: In Carmzow-Wallmow stehen Brökersee, Ganznowsee, Dorfkirche und die genannten Radrouten im Mittelpunkt; die größeren Zahlen zu Wander- und Radwegen sowie das Wasserwanderangebot beschreiben die Uckermark.
Weitere Reiseziele entdecken: Wolfshagen, Prenzlau, Mark Landin, Uckerland, Göritz, Templin, Oberuckersee, Friedrichsthal.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Uckermark.