Prignitz: Flusslandschaft, Kirchen und Museen
Unterkünfte in Prignitz
Die Flusslandschaft Elbe und die Kulturgeschichte geben der Prignitz zwei markante Zugänge. Der brandenburgische Teil des länderübergreifenden Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe – Brandenburg“ umfasst etwa 53.000 Hektar und liegt fast vollständig im Landkreis Prignitz. Das Schutzgebiet setzt damit einen großräumigen landschaftlichen Rahmen für Naturerlebnisse in der Region.
Radwege, Wanderungen und Wassererlebnisse
Das ausgewiesene Radwegenetz der Prignitz umfasst 1.100 Kilometer. Hinzu kommen 17 empfohlene Radtouren, die auf regionale Sehenswürdigkeiten und besondere Merkmale ausgerichtet sind. An der Kirche in Blüthen wird die Verbindung von Radroute und Kulturerbe konkret: Sie ist eine Radwegekirche und liegt direkt am 410 Kilometer langen Elbe-Müritz-Rundweg, der den Fluss und die Seen verbindet. Da Netzangaben fortgeschrieben werden können, prüfen Sie für die konkrete Tourenplanung aktuelle Streckeninformationen.
Auch zu Fuß lässt sich die Landschaft erkunden. Der 14 Kilometer lange Rundwanderweg Auenwildnis führt durch Auwälder im Gebiet der Deichrückverlegung. Auf der Elbe in der Prignitz gibt es Touren mit Tierbeobachtungen im Biosphärenreservat, die sich an erfahrene Paddler richten. Das BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen bietet außerdem geführte Kanutouren auf der Löcknitz für Familien, Erwachsene und Schulklassen an; Termine werden auf Anfrage vereinbart. Damit unterscheiden sich die Angebote sowohl im Format als auch in der Zielgruppe.
Fahrgastschiffsausflüge sind auf Seen sowie auf Havel und Elbe möglich; außerdem gibt es Prignitzer Badegewässer. Einzelne Angebote können saisonal sein. Wer seine Zeit lieber an Land verbringt, findet mit Radwegen, der Rundwanderung und den Kulturorten weitere unterschiedliche Möglichkeiten, die Region kennenzulernen.
Kirchen, Burgen und regionale Geschichte
In Bad Wilsnack steht die spätgotische Hallenkirche St. Nikolai, weithin als Wunderblutkirche bekannt. In der Kirche befinden sich ein hölzerner Wunderblutschrein aus dem 15. Jahrhundert mit bemalten Flügeltüren sowie mittelalterliche Glasmalereien, die als bedeutendste Sammlung ihrer Art in Brandenburg gelten. Die Plattenburg bietet einen anderen Zugang zur Baugeschichte: Sie ist Norddeutschlands einzige erhaltene Wasserburg und gab der Gemeinde ihren Namen. Der Pilgerweg Berlin-Wilsnack verläuft durch Plattenburg; die Bischofstour macht an der Burg Halt.
In Wittenberge erzählt das Steintor aus dem 13. Jahrhundert von mehreren Kapiteln der Stadtgeschichte. Seine Ausstellung behandelt die frühere Nutzung als Gefängnis, die Goldenen Zwanziger und die Elbe in Wittenberge. Das Stadtmuseum „Alte Burg“ zeigt daneben die Entwicklung vom Ackerbürgerstädtchen zur Industriestadt: Dazu gehören die Produktion von Singer- und Veritas-Nähmaschinen und der Wandel von der Kriegszeit zur DDR.
Weitere Museen setzen andere Schwerpunkte. Die Museumsfabrik Pritzwalk widmet ihre Dauerausstellung der Industrialisierung im ländlichen Raum; in der Museumsdruckerei und der Handweberei können Besucher selbst aktiv werden. Das 1905 gegründete Stadt- und Regionalmuseum Perleberg präsentiert die Kulturgeschichte der westlichen Prignitz und der Stadt von der Steinzeit an in ihren wesentlichen Bereichen. Im Schlossmuseum Meyenburg führt eine Ausstellung durch die Geschichte der Prignitz im 20. Jahrhundert, wobei das Leben eines Prignitzers als roter Faden dient.
Einblicke in Dorfleben und Natur
In Blüthen vermitteln zwei Museen unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte. Das Pfarrhausmuseum nutzt das Gemeindearchiv mit Beständen bis ins 17. Jahrhundert und den Nachlass von Karl und Gerlinde Groß, um die frühere Lebenswelt eines evangelischen Pfarrhauses anschaulich zu machen. Das Prignitzer Dorfmuseum zeigt einen alten Klassenraum und Produkte alten Handwerks. In Seddin besitzen die oberirdisch sichtbaren bronzezeitlichen Bodendenkmale einen besonderen Demonstrations-, Anschauungs- und Erlebniswert.
Das NABU-Besucherzentrum Rühstädt verbindet Information über den Weißstorch mit verschiedenen Angeboten: Die Ausstellung heißt „Weltenbummler Adebar“, und eine Live-Übertragung zeigt die Fütterung von Storchenjungen. Zum Programm gehören außerdem Projekttage für Schulklassen, Ferienprogramme, Dorfführungen und thematische Veranstaltungen für verschiedene Altersgruppen. Für eine besondere kulinarische Erfahrung bietet die Straußenfarm Westprignitz nach telefonischer Vereinbarung Gruppenführungen ab acht Personen an, zu denen auch eine Verkostung von Straußenwurst gehört. Prüfen Sie die Vereinbarung und Gruppengröße vor dem Besuch noch einmal.
Wenn Sie ein Hotel in der Prignitz suchen, können Sie Ihre geplanten Besuche als Orientierung für die Wahl des Aufenthaltsortes nutzen: Soll der Schwerpunkt auf Rad- und Wasseraktivitäten, Kirchen und Burgen oder Museen liegen? Die Ortsnamen der Ziele helfen dabei, Ihre Suche an den persönlichen Reiseplänen auszurichten.
Weitere Reiseziele entdecken: Groß Pankow, Lenzen, Pritzwalk, Bad Wilsnack, Rühstädt, Perleberg, Wootz, Eldenburg, Mansfeld, Marienfließ, Gumtow, Plattenburg, Gerdshagen, Wittenberge, Halenbeck-Rohlsdorf, Bad Wilsnack/Weisen, Meyenburg, Lanz, Berge, Lenzerwische, Weisen.
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