Tussenhausen entdecken
Unterkünfte in Tussenhausen
Tussenhausen lässt sich vor allem über seine schriftlich belegte Geschichte und das Angelberger Back-Häusla kennenlernen. Im übergeordneten Reiseziel Unterallgäu kommen weitere Natur-, Kultur- und Orientierungspunkte hinzu.
Ortsgeschichte und Backhandwerk in Tussenhausen
Die schriftlich belegte Geschichte von Tussenhausen beginnt mit einer Schenkung. Das Angelberger Back-Häusla ergänzt diese historische Perspektive um ein konkretes Beispiel des örtlichen Handwerks: 2003 entstand in Tussenhausen die Brotbackstube mit einem Steinbackofen nach historischen Vorlagen. Großer ehrenamtlicher Einsatz und handwerkliches Geschick prägten den Bau. Baujahr und Ofenbauweise geben dem Back-Häusla einen eigenen kulturellen Akzent.
An den fest eingerichteten Backtagen können Bürgerinnen und Bürger ihren eigenen Teig im Steinofen des Angelberger Back-Häusla zu fertigem Brot backen. So stehen neben der Baugeschichte auch das gemeinschaftliche Brotbacken und der eigene Teig im Mittelpunkt. Die Backtage bilden damit einen anderen Zugang zum Thema als die Baugeschichte: Hier geht es um das Backen für Bürgerinnen und Bürger, dort um die Entstehung einer Brotbackstube nach historischen Vorlagen.
Die Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes ist ein weiteres kulturelles Ziel in Tussenhausen. Damit reicht die örtliche Themenauswahl vom Handwerk und seiner Geschichte bis zu einem sakralen Bezugspunkt.
Das Unterallgäu als übergeordneter Rahmen
Im Unterallgäu bilden die Iller im Westen und die Wertach im Osten die natürlichen Grenzen. Zur Erreichbarkeit der Region gehören die Autobahnen A7 und A96, ein dichtes Straßennetz, Zuganbindungen und der Allgäu Airport in Memmingerberg. Für Rad- und Wanderwege im gesamten Landkreis gilt eine einheitliche Beschilderung; außerdem gibt es im Unterallgäu die Glückswege.
Bei den Natur- und Wanderzielen unterscheiden sich Länge und Gestaltung der Wege. Der Walderlebnispfad in Bad Grönenbach ist 3,2 Kilometer lang und vermittelt das Ökosystem Wald. In Buxheim führt ein 2,7 Kilometer langer Walderlebnispfad einmal um den Buxheimer Weiher und soll die Natur mit allen Sinnen erlebbar machen. Im Bannwald in Ottobeuren führen elf Stationen durch den Walderlebnispfad. Das Benninger Ried ist gut begehbar und verfügt über einen eigenen Lehrpfad sowie eine Aussichtsplattform. So reicht die Auswahl im Unterallgäu von einem Pfad mit festgelegter Länge über einen Rundweg am Weiher bis zu Stationen im Wald und einem Lehrpfad im Ried.
Auch die Bau- und Kulturdenkmäler im Unterallgäu setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Basilika in Ottobeuren und die Mindelburg in Mindelheim gehören zu den bedeutenden Baudenkmälern der Region. Das Fuggerschloss in Kirchheim verfügt über den weltbekannten Zedernsaal; die ehemalige Reichskartause in Buxheim ist für ihr Chorgestühl bekannt. Heute dokumentiert das Sebastian-Kneipp-Museum im Ostflügel des Klosters mit mehr als 2.000 Ausstellungsstücken Leben und Wirken des berühmten Pfarrers.
Bei der Mindelburg gelten unterschiedliche Zugangszeiten: Der Burghof ist ganzjährig zugänglich, der zum Aussichtsturm umgebaute Burgfried von April bis Oktober. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Angaben zum saisonalen Zugang des Burgfrieds.
Als regionaler kulinarischer Anlass findet die Kulinarische Meile in Bad Wörishofen zweimal jährlich statt, im Frühjahr und im Herbst. An zahlreichen Verköstigungsständen gibt es frisch zubereitete Speisen. Wenn Sie einen Besuch danach planen, prüfen Sie die Termine für das jeweilige Jahr.
Weitere Reiseziele entdecken: Woringen, Mindelheim, Rammingen, Boos, Dirlewang, Memmingerberg, Babenhausen, Bad Wörishofen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Unterallgäu.