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Feldafing: Kultur, Landschaft und Geschichte

Unterkünfte in Feldafing

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Feldafing bietet mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: die UNESCO-geschützten Pfahlbaureste bei der Roseninsel, die Parkgestaltung durch Peter Joseph Lenné, den Kalvarienberg und historische Erinnerungsorte. Wenn Sie ein Hotel suchen, kann der Schwerpunkt Ihres Aufenthalts eine erste Orientierung geben: Interessieren Sie sich vor allem für Insel- und Kulturgeschichte, gestaltete Landschaft oder lokale Geschichte? Auch die saisonale Überfahrt und die Anreise mit der S-Bahn liefern konkrete Punkte, die Sie in Ihrer Planung berücksichtigen können.

Roseninsel und Pfahlbaugeschichte

Die prähistorischen Pfahlbaureste auf dem Grund des Starnberger Sees bei der Roseninsel gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Fundstelle liegt auf dem Seegrund bei der Insel. Von Mai bis zum 15. Oktober kann man mit einer Plette auf die Roseninsel übersetzen. Die Überfahrt ist auf höchstens 30 Personen begrenzt. Kinderwagen und Rollstühle können mitgenommen werden; Hunde und Fahrräder dürfen nicht auf die Roseninsel. Prüfen Sie vor der Fahrt sowohl den saisonalen Zeitraum als auch diese Bedingungen erneut.

Das Gärtnerhaus auf der Roseninsel beherbergt heute ein kleines Museum und ein Kassengebäude. So stehen die prähistorische Fundstelle und heutige Einrichtungen als unterschiedliche Aspekte der Insel nebeneinander.

Kalvarienberg: Stationshäuschen und Fernsicht

Der Kalvarienberg besteht aus 14 gusseisernen Stationshäuschen mit farbig gefassten Kalksteinreliefs hinter Glas sowie einer Kreuzigungsgruppe aus Zink- und Eisenguss. Die Anlage wurde von 1864 bis 1892 in 25-jähriger Arbeit geschaffen und am 28. August 1892 eingeweiht. Von der Kreuzigungsgruppe bietet sich eine Fernsicht nach Südosten über den Starnberger See und auf das Gebirgspanorama von der Benediktenwand bis zum Wettersteinmassiv. Damit stehen an diesem Ort religiöse Gestaltung und ein weitreichender Landschaftsblick nebeneinander.

Lenné-Park: Landschaftsgestaltung und Nutzung

Im Lenné-Park stehen Landschaftsplanung und erhaltene Gestaltungselemente im Vordergrund. Peter Joseph Lenné erhielt am 26. April 1854 den Auftrag zur Gestaltung; Carl von Effner übernahm die praktische Ausführung von 1855 bis 1863. Anschließend wurde der Park als großer Landschaftspark im englischen Stil im süddeutschen Raum angelegt.

Wesentliche Elemente sind malerische Baumgruppen, freie Wiesenflächen, Bachläufe und Spazierwege, die dem Gelände angepasst sind. Hinzu kommen überraschende Durchblicke auf den Starnberger See und das Gebirge. Ein Teil des Parks wird seit 1926 als Golfplatz genutzt; dort befindet sich der Golf-Club Feldafing e.V. Der Vergleich der beiden Anlagen hilft bei der Auswahl eines thematischen Schwerpunkts: Am Kalvarienberg prägen Stationshäuschen und Fernsicht das Bild, im Lenné-Park die Gestaltung einer Landschaft und ihre Nutzungsgeschichte.

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Erinnerungsorte und Strandbad

Zur Ortsgeschichte gehört der jüdische Friedhof Feldafing. Dort sind nachweislich 112 Menschen bestattet, die zwischen Mai 1945 und Juni 1949 im DP-Lager Feldafing starben.

Einen anderen historischen Schwerpunkt setzt das denkmalgeschützte Strandbad Feldafing. Es befindet sich größtenteils noch im Originalzustand von 1927. Zu seinem historischen Charakter gehören 150 Kabinen und langgestreckte Holzbauten. Damit gehören sowohl lokale Erinnerungsgeschichte als auch historische Badearchitektur zu den Themen, die Feldafing kennzeichnen.

Anreise mit der S-Bahn

Fahren Sie mit der S-Bahn-Linie 6 in Richtung Tutzing und steigen Sie in Feldafing aus. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan, da sich das Verkehrsangebot und die Fahrzeiten ändern können.

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