Weilbach: Ortsgeschichte und Wege
Unterkünfte in Weilbach
Ein Aufenthalt in Weilbach lässt sich an Ortsgeschichte, kulturellen Themen und Wegen im Freien ausrichten. Kirchenbau, Brunnenrelief und Mühlenarchitektur setzen unterschiedliche historische Akzente; dazu kommen Radwege und Ziele im Weilbacher Wald. So können Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts Schwerpunkte setzen – etwa auf Architektur, Museumsinhalte oder Erkundungen auf einer Route.
Kirche, Brunnen und Mühle
Die katholische Johanneskirche in Weilbach stammt aus dem Jahr 1789. In der Ortsmitte steht der Dreiröhrenbrunnen mit seinem barocken Relief. Am nordwestlichen Ortsausgang befindet sich die 1585 erbaute Mudmühle mit Renaissancegiebel. Die Bauwerke bieten unterschiedliche Anhaltspunkte für den Blick auf Weilbachs Geschichte: das Entstehungsjahr der Kirche, die barocke Gestaltung am Brunnen und das Renaissance-Detail der Mühle. Dabei liegen die genannten Orte nicht alle im selben Teil der Gemeinde.
Museum und Glockenspiel
In der Gemeinde Weilbach befindet sich das Dorfmuseum Weckbach im Ortsteil Weckbach in einem ehemaligen Schulhaus. Seine Ausstellung behandelt Kirche, Gemeinde, Schule, Vereine und Haushalt ebenso wie Land- und Forstwirtschaft. Größere Gegenstände, darunter landwirtschaftliche Geräte, zeigt das Museum in einer Scheune und auf einem Freigelände. Für das Dorfmuseum Weckbach ist eine Öffnungszeit am letzten Sonntag des Monats von 14 bis 16 Uhr angegeben; bestätigen Sie diese vor Ihrem Besuch.
Im Alten Schulhof am Rathaus von Weilbach ist täglich ein Glockenspiel zu hören. Wenn der Zeitpunkt für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie die aktuelle Angabe vorab.
Zu Fuß und mit dem Rad
Der Rundweg W 6 führt vom Dreiröhrenbrunnen in der Ortsmitte über die Mudbrücke ins Ohrnbachtal. Der beschriebene Verlauf macht den Startpunkt und die Richtung des Weges gut erkennbar. Da sich Markierung und Bedingungen ändern können, prüfen Sie sie vor dem Aufbruch. Der Fahrradweg Miltenberg/Amorbach verläuft direkt durch Weilbach. Auf Ebene der Gemeinde Weilbach führen außerdem der Limesradweg, der Drei-Länder-Radweg und der Main-Tauber-Fränkische Rad-Achter durch das Gemeindegebiet. Diese Wege eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten, Weilbach in eine Radplanung einzubeziehen; die drei letztgenannten Aussagen beziehen sich auf die Gemeinde, nicht ausdrücklich auf den Ortskern.
Wald, Gotthardsberg und Weinbergterrassen
Der Weilbacher Wald umfasst Ausflugsziele wie Hallsteine, Wolfgangsee und Zigeunersteine. Im näheren Umfeld liegt der Weilbacher Walderlebnispfad am Gotthardsberg. Er hat zwölf Stationen, Gucklöcher und Baumartentafeln. Der Pfad ist für junge Familien konzipiert, eignet sich aber auch für alle Interessierten und Gruppen. So verbindet er einen Weg durch die Umgebung mit konkreten Stationen und Informationen zu Baumarten.
Ebenfalls im näheren Umfeld befindet sich die Gotthardsruine: Sie ist eine gotische Pfeilerbasilika auf einer Bergkuppe des nahegelegenen Gotthardsberges. Einen anderen Landschaftsaspekt bieten die Weinbergterrassen am unteren Hang des Weilbachkopfes. Dort wird seit 1975 wieder Wein angebaut. Zusammen zeigen diese Orte verschiedene Facetten der Umgebung – von Waldzielen und einer historischen Ruine bis zu einer weiterhin bewirtschafteten Kulturlandschaft.
Kulturorte in Miltenberg
Auch Miltenberg bietet eigene Kulturthemen. Das Museum Stadt zeigt die Stadt- und Regionalgeschichte Miltenbergs in drei historischen Fachwerkhäusern am Marktplatz, dem Schnatterloch. Das Museum Burg Miltenberg präsentiert 16 griechische und russische Ikonen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert gemeinsam mit Werken zeitgenössischer Künstler. Die Kulturwochen des Landkreises Miltenberg beginnen jedes Jahr ab Mitte September und bieten ein vielfältiges Programm für Groß und Klein. Dazu gehören Konzerte mit klassischer und zeitgenössischer Musik sowie Formate mit Jazz und elektronischer Musik; die konkreten Termine variieren.
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