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Weiltingen: Kirchen, Ortsgeschichte und Wege

Unterkünfte in Weiltingen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie ein Reiseziel mit klaren Kultur- und Naturthemen suchen, bietet Weiltingen verschiedene Ansatzpunkte: Kirchen mit unterschiedlichen historischen Zeitschichten, einen Geschichtswanderweg mit mehreren Themenwegen, den Wörnitzradweg durch zwei Ortsteile und einen Erholungsweiher. Die Ortsgeschichte prägt die Themen von Kirchen, Museum und Spurensuche; Wege und Weiher setzen einen anderen, stärker auf Bewegung und Aufenthalt im Freien bezogenen Akzent.

Kirchen mit unterschiedlichen Zeitschichten

St. Peter reicht mit seinen Ursprüngen bis ins 9. Jahrhundert zurück; der heutige Bau stammt aus der Zeit ab 1280. Mit dem Flügelaltar von 1514 kommt ein weiteres präzises Zeitfenster hinzu. Auf den geschlossenen Flügeln sind Tafelbilder des Nördlinger Malers Hans Schäufelin zu sehen. Kirchenbau und Altar stehen damit als unterschiedliche historische Ebenen nebeneinander.

St. Leonhard wurde 1490 als Wallfahrtskapelle mit gotischen Fresken erbaut und ab 1621 als Friedhofskapelle genutzt. Die veränderte Nutzung gibt der Kirche eine weitere historische Rolle. Zusammen mit St. Peter ergibt sich ein abwechslungsreicher Blick auf Baugeschichte, sakrale Kunst und frühere Funktionen.

Ortsgeschichte und Trachten im Museum

Das Trachten- und Heimatmuseum befindet sich in der ehemaligen Zehntscheune in Weiltingen. Seine ortsgeschichtliche Sammlung reicht von der Keltenschanze über die fränkische Ritterburg bis zur Residenz der württembergischen Herzöge. In der Trachtenstube zeigt das Museum Hochzeits-, Tanz- und Kirchtrachten aus der Zeit des Rokoko und des Biedermeier. So stehen in einem Haus die Entwicklung des Ortes und historische Kleidung als zwei verschiedene Zugänge zur Geschichte nebeneinander.

Spurensuche zu Fuß und mit dem Rad

Der Geschichtswanderweg „Spurensuche in Weiltingen“ folgt im gesamten Gemeindegebiet den Spuren der Ortsgeschichte. Er besteht aus einem großen Ringweg, von dem kleinere Themenwege abzweigen: dem Limesweg, dem Hügelgräberweg, dem Baumhof- und Heckenweg sowie einem Quellenweg. An markanten Punkten vermitteln Tafeln mit Text und Bildern Wissenswertes über Natur, Kultur und Geschichte. Die benannten Abzweige geben dem Rundweg unterschiedliche thematische Akzente.

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Am Weiherweg lässt sich ein Storchennest auf dem stillgelegten Kamin eines Sägewerks beobachten. Dieser Naturbezug kommt zu den geschichtlichen Themen des Wanderwegs hinzu. Für Radtouren bietet der 107 Kilometer lange Wörnitzradweg eine andere Möglichkeit: Er führt durch die Weiltinger Ortsteile Wörnitzhofen und Ruffenhofen. Damit unterscheiden sich die Wege sowohl nach der Fortbewegungsart als auch nach ihrem beschriebenen räumlichen Zuschnitt.

Erholungsweiher und Veranstaltungsort

Im Sommer bietet der Weiltinger Erholungsweiher Abkühlung. Zur Ausstattung gehören ein Beachvolleyballfeld, eine baumbestandene Liegewiese und eine Feuerstelle mit Grillrost. Das ist ein eigener Freizeitbaustein neben den Kirchen, dem Museum und den Wegen.

Auch ein Teilstück der Mauer der ehemaligen Schlossanlage hat einen Veranstaltungsbezug: Es wurde aufwendig saniert und im Juni 2016 eröffnet, kann für Veranstaltungen genutzt werden und verfügt über eine integrierte Tribüne. Die Mauer ergänzt die historischen Themen Weiltingens damit um einen Ort, der für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Für Ihre Reiseentscheidung lassen sich die Schwerpunkte gut gegeneinander abwägen: Kirchen und Museum setzen den Akzent auf Geschichte und Kultur, Spurensuche und Wörnitzradweg auf Wege und Bewegung, der Weiher auf sommerliche Erholung. So können Sie Weiltingen danach auswählen, welche dieser Seiten für Ihren Aufenthalt im Vordergrund stehen soll.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wilburgstetten.

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