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Schillingsfürst: Barockschloss, Museen und Routen

Unterkünfte in Schillingsfürst

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Schillingsfürst lässt sich über seine Geschichte und verschiedene Besuchsthemen erschließen: das Barockschloss der Fürsten zu Hohenlohe-Schillingsfürst als Wahrzeichen, Museen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und zwei Routen mit Bezug zur Stadt. Für Ihre Reiseplanung können Sie so abwägen, ob Schlossgeschichte, Kunst und Kultur oder eine Pilger- beziehungsweise Radroute den Schwerpunkt bilden soll.

Schlossgeschichte und Führungen

Das Barockschloss der Fürsten zu Hohenlohe-Schillingsfürst ist ein Wahrzeichen Schillingsfürsts. Im Schlossmuseum wird die Geschichte des wilhelminischen Kaiserreichs anschaulich. Gemälde, Deckenbilder, Gobelins, Möbel und Porzellan vermitteln dabei auch die Bedeutung der Familien Hohenlohe, Sayn-Wittgenstein und Radziwill für das Fürstenhaus. Die Führungen im Schlossmuseum werden während der Öffnungszeiten sowie auf Anfrage angeboten. Klären Sie die konkreten Besuchszeiten vorab, wenn Sie eine Führung einplanen möchten.

Ein weiterer historischer Schwerpunkt im Schloss ist das Museum der Französischen Fremdenlegion. Es ist das einzige offizielle Museum der Legion außerhalb Frankreichs. Die Ausstellung zeichnet eine zeitliche Entwicklung nach: von der Rekrutierung 1792 in Schillingsfürst bis zur Gründung der Légion étrangère im Jahr 1831. Das macht den Besuch besonders interessant, wenn Sie die Geschichte der Legion mit dem Ort ihrer frühen Rekrutierung verbinden möchten.

Auch Franz Liszt ist mit Schillingsfürst verbunden: Das Liszt-Museum im Schloss erläutert die Freundschaft des Komponisten mit Kardinal Gustav Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst, den Liszt mehrfach in Schillingsfürst besuchte. Die Dauerausstellung stellt damit eine persönliche Beziehung in den Mittelpunkt, während das Schlossmuseum größere historische Zusammenhänge und die Geschichte des Fürstenhauses aufgreift.

Museen zwischen Kunst, Sprache und Alltagsgeschichte

Das Ludwig-Doerfler-Museum bewahrt das Lebenswerk des Schillingsfürster Künstlers Ludwig Doerfler (1905–1992). Zugleich ist es ein kultureller Treffpunkt für Wechselausstellungen, Malersymposien, musikalische Darbietungen und Philosophenlesungen. Im Haus der Heimat des Museums widmet sich eine eigene Ausstellung dem Erbe der jenischen Sprache. So stehen hier die Arbeit eines einzelnen Künstlers, wechselnde Kulturveranstaltungen und Sprachgeschichte nebeneinander.

Einen anderen Blick auf die Vergangenheit bietet das Brunnenhausmuseum. In den ehemaligen Räumen der Brunnenwärter lässt sich die Wohnkultur der bäuerlichen Bevölkerung des 19. Jahrhunderts nachvollziehen. Zur Geschichte der Wasserversorgung gehört auch die historische Ochsentretanlage: Sie wurde 1702 erbaut und versorgte das Schloss der Fürsten zu Hohenlohe-Schillingsfürst jahrhundertelang mit Wasser. Beide Themen zeigen unterschiedliche Seiten des Alltags und der Versorgung rund um das Schloss.

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Der 1902 errichtete Wasserturm fällt durch seinen wilhelminischen Leuchtturmstil auf. Bis in die 1970er-Jahre diente er der Wasserversorgung Schillingsfürsts. Im Inneren führt eine Wendeltreppe an Motiven des französischen Malers Michel Leroux vorbei bis nach oben. Baujahr, frühere Funktion und Gestaltung geben dem Turm einen eigenen Platz neben den Museen zur Schloss- und Kulturgeschichte.

Pilgerroute und Radweg

Die Via Romea bietet einen weitreichenden Pilgerkontext: Die Route führt von Norwegen über Dänemark und Stade bei Hamburg bis nach Rom und verläuft unter anderem über Rothenburg, Schillingsfürst, Feuchtwangen und Dinkelsbühl. Ein zuständiger Verein hat den ursprünglichen Pilgerweg neu aufgenommen und belebt. Schillingsfürst ist damit Teil einer Route, die zahlreiche Orte über große Entfernungen miteinander verbindet.

Der 107 Kilometer lange Wörnitzradweg hat einen anderen Zuschnitt. Er beginnt an der Wörnitzquelle in Schillingsfürst, führt über Dinkelsbühl entlang der Wörnitz und endet in Wassertrüdingen. Für Ihre Planung lässt sich der Unterschied klar fassen: Die Via Romea ist eine Pilgerroute mit Verlauf bis nach Rom, während der Wörnitzradweg eine konkret bezifferte Strecke mit benanntem Start- und Endpunkt ist. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Details, wenn Sie eine Route in Ihren Aufenthalt aufnehmen möchten.

Zum Fürstlichen Falkenhof gehören tägliche Flugvorführungen, bei denen erfahrene Falkner Wissenswertes über die Vögel vermitteln. Der Falkenhof ist derzeit geschlossen. Prüfen Sie vor einer Reise, ob er wieder geöffnet ist und welche Programmdetails gelten.

Weitere Reiseziele entdecken: Diebach, Dombühl, Bechhofen, Petersaurach, Lehrberg, Triesdorf, Aurach, Geslau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ansbach.

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