Zum Inhalt

Rhön: Moore, Wanderwege und Grenzgeschichte

Unterkünfte in Rhön

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erstreckt sich über Bayern, Hessen und Thüringen. Die Rhön bietet unterschiedliche Wanderwege, geschützte Moorlandschaften, Erinnerungsorte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und markante Gipfel. Auch als „Land der offenen Fernen“ wird sie bezeichnet. Welche dieser Seiten Sie auf Ihrer Reise in den Mittelpunkt stellen, kann Ihre Auswahl der Unternehmungen prägen.

Wandern zwischen Fernweg und Tagestour

Der vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg zertifizierte Wanderweg „DER HOCHRHÖNER“ ist 173 Kilometer lang und verläuft zwischen Bad Kissingen und Bad Salzungen. Für Tagestouren gibt es mehr als 30 Extratouren: Sie sind als Rundwege angelegt und unterscheiden sich in Länge und Schwierigkeitsgrad. Der Rhönklub bietet jährlich im gesamten Wanderwegenetz der Rhön ein umfangreiches Programm geführter Wanderungen an. Lehr- und Naturpfade gibt es im gesamten UNESCO-Biosphärenreservat. Damit stehen Ihnen unterschiedliche Wanderformate zur Auswahl – von Tagesrunden bis zu einer längeren Strecke zwischen zwei Orten.

Hochmoore und geschützte Natur

Im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats liegt das Rote Moor, ein 314,7 Hektar großes Naturschutzgebiet. Am Moor führt ein Bohlenpfad vom NABU-Haus zu einem Aussichtsturm. Das Schwarze Moor ist eines der wenigen weitgehend naturnahen Hochmoore der Hochrhön und zugleich das größte unter ihnen. Es ist außerdem eine streng geschützte Kernzone des Biosphärenreservats. Die beiden Moore setzen unterschiedliche Akzente: Am Roten Moor ist der Bohlenpfad Teil der Besucherorientierung; beim Schwarzen Moor prägen der Hochmoorcharakter und der Schutzstatus die Beschreibung des Gebiets.

Grenzgeschichte und archäologische Spuren

Die Gedenk- und Mahnstätte Point Alpha umfasst erhaltene oder teilweise rekonstruierte DDR-Grenzanlagen sowie ein Informationszentrum zur Erinnerung an das Grenzregime im Sperrgebiet. Bei Geisa führen zahlreiche Wanderrouten entlang der ehemaligen Grenze, dem sogenannten Grünen Band. Der Weg der Hoffnung besteht aus vierzehn monumentalen Skulpturen auf einem 1,5 Kilometer langen Abschnitt der ehemaligen innerdeutschen Grenze. So begegnet Ihnen die Grenzgeschichte an verschiedenen Orten in Form erhaltener oder rekonstruierter Anlagen, entlang von Wanderrouten und durch Skulpturen.

Auch die Milseburg verbindet Geschichte und markante Orte: Vor etwa 2.500 Jahren wurde dort ein keltisches Oppidum errichtet; ein Ringwall ist noch erhalten. Seit 2011 sind 27 Hektar der Milseburg zugleich Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservats. Auf dem Gipfel befinden sich eine barocke Kreuzigungsgruppe und eine Wallfahrtskapelle. Die Milseburg ist nur zu Fuß erreichbar – berücksichtigen Sie den Fußweg also bei Ihrer Planung.

Gipfel, Sternenhimmel und besondere Ausflugsziele

Die Wasserkuppe ist die höchste Erhebung Hessens und der Rhön und kann mit dem Auto erreicht werden. Sie ist ein überregionaler Anziehungspunkt für Segelflieger, Modellflieger, Gleitschirmflieger, Wanderer und Wintersportler. Das unterscheidet sie von der Milseburg, die ausschließlich zu Fuß erreichbar ist. Je nach Reiseinteresse stehen auf der Wasserkuppe somit Flugsport, Wandern oder Wintersport im Mittelpunkt.

Anzeige

Auf den Himmelsschauplätzen im Sternenpark Rhön können Besucherinnen und Besucher den Tages- und Nachthimmel erkunden und sich über Lichtverschmutzung informieren. Auf der Hohen Geba befindet sich außerdem ein astronomischer Beobachtungsplatz auf etwa 740 Metern über dem Meeresspiegel. Er verfügt über vier Plattformen und liegt an einem Ort, der nur gering von der Lichtverschmutzung städtischer Gebiete beeinflusst wird.

Die 23 Meter hohe Aussichtsplattform „Noahs Segel“ liegt am Berg Ellenbogen im Herzen des UNESCO-Biosphärenreservats und bietet einen Panoramablick auf die Region. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Zugangsmöglichkeiten. Die Erlebniswelt „Rhönwald“ mit der „Arche-Rhön“ bietet Familien vielfältige Spiel- und Mitmachangebote; da sich Öffnungsregelungen ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben vor dem Besuch.

Museen in Tann und regionale Tradition

Das Rhöner Museumsdorf in Tann (Rhön) bewahrt regionale Tradition und Baukunst. Drei Höfe zeigen die Lebensweise der Rhöner Vorfahren vor 200 bis 250 Jahren. Einen anderen Blick auf die Region bietet das Naturmuseum: In 26 Dioramen zeigt es typische Landschaften sowie die charakteristische Tier- und Pflanzenwelt des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im SteinReich sind zahlreiche Mineralien- und Fossilienfunde zu sehen, überwiegend aus der Rhön. Die Alte Schmiede umfasst eine Esse und zahlreiche alte Werkzeuge und Maschinen, die zum Beschlagen von Pferden und für andere Schmiedearbeiten dienten. Zusammen zeigen diese Sammlungen sowohl Landschaft und Natur als auch Handwerk und frühere Lebensweisen.

Weitere Reiseziele entdecken: Augsburg, Dingolfing-Landau, Coburg, Eichstätt, Oberbayern, Wendelstein, Lichtenfels, Haßberge.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bayern.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.