Hohenfurch: Kirchenkunst und Wege für Wanderer und Radfahrer
Unterkünfte in Hohenfurch
Hohenfurch liegt an der Romantischen Straße. Im Ort treffen mehrere klar unterscheidbare Themen aufeinander: die Rokoko-Gestalt der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, erhaltene Teilstücke der römischen Kaiserstraße sowie benannte Wege zum Wandern und Radfahren. Diese Auswahl eröffnet unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt – von Kirchenkunst und historischen Wegespuren bis zur Bewegung auf Wander- und Radverbindungen.
Kirchenkunst in Mariä Himmelfahrt
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt erhielt ihre heutige Gestalt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Rokokostil. Zu ihrer Ausstattung gehören eine stuckierte Kanzel und eine gotische Muttergottes aus dem Jahr 1420. Das Deckenfresko im Langhaus zeigt die Himmelfahrt Mariens. Die Fresken der Kirche, darunter die Kreuzwegstationen, sind Johannes Hehl aus Göggingen zugeordnet; die Stuckarbeiten stammen von Josef Fischer aus Faulenbach. So kommen unterschiedliche Kunstformen und zeitliche Bezüge zusammen: die gotische Muttergottes, Fresken und Stuck sowie die im Rokoko geprägte Gestalt der Kirche. Diese konkreten Details geben Ihnen verschiedene Themen, auf die sich der Blick richten kann.
Historische Wegespuren
In Hohenfurch sind Teilstücke der römischen Kaiserstraße als Abschnitt der Trasse Augsburg–Füssen erhalten. Damit verweist der Ort neben der Rokokokirche auch auf eine historische Verkehrsroute. Die beiden Themen lassen sich gut auseinanderhalten: Bei der Straße stehen die erhaltenen Teilstücke der Trasse Augsburg–Füssen im Mittelpunkt, bei der Pfarrkirche ihre Gestalt aus dem 18. Jahrhundert und die künstlerische Ausstattung.
Wandern und Radfahren
Der Lech-Höhenweg ist der bekannteste der gepflegten und markierten Wanderwege in Hohenfurch. Beim Radfahren unterscheiden sich die genannten Verläufe vor allem nach Richtung und Ziel. Im Ort verläuft der Lechradweg entlang der Schönau in Richtung Schwabniederhofen; von Schongau führt er auf einem Radweg in Richtung Hohenfurch. Eine Verlängerung beginnt in Hohenfurch und führt durch üppiges Grün zur Winkelkapelle südlich von Kinsau. Damit reichen die beschriebenen Richtungen vom Verlauf entlang der Schönau bis zu einem Ziel südlich von Kinsau.
Eine Variante der auerbergland@ventureroute führt vom westlichen Ortsrand der Gemeinde Hohenfurch über Höhenberg und das Pfaffental nach Kinsau am Lech. Der Rückweg nach Hohenfurch verläuft über den Radfernweg entlang der Via Claudia Augusta; die Variante gehört zum markierten Radtourennetz. Im Unterschied zur Verlängerung des Lechradwegs zur Winkelkapelle beschreibt sie eine Strecke mit Rückweg nach Hohenfurch. So stehen zwei unterschiedliche Planungsbilder nebeneinander: eine Verlängerung zu einem Ziel südlich von Kinsau und eine Variante über benannte Orte zurück zum Ausgangsort.
Kapellen und ein Ort zum Innehalten
Die St.-Ursula-Kapelle liegt südlich von Hohenfurch auf einem grünen Hügel. Bei der Kalkbrennerkapelle befindet sich unter dem Turm eine Klause, die Besuchern als Rastplatz dient und zugleich ein persönlicher Andachtsraum ist. Von der Sitzmöglichkeit besteht direkter Blickkontakt zur Mutter Gottes. Die beiden Kapellen bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Bei St. Ursula ist die Lage auf dem grünen Hügel prägend, bei der Kalkbrennerkapelle die Klause mit ihrer Rast- und Andachtsfunktion.
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