Zum Inhalt

Mittich: Spätgotische Kirche und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Mittich

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Die Ortsgeschichte von Mittich hat mehrere konkrete Bezugspunkte: die Pfarrkirche, den Stefan-Lachhammer-Platz und ein historisches Bauwerk im näheren Umfeld. Ein besonders anschaulicher Schwerpunkt ist die Pfarrkirche mit ihrer gotischen Bauform, den Kunstwerken und den Details an Turm und Kapelle.

Die Pfarrkirche: Bauform, Gewölbe und Kunst

Die Pfarrkirche Mittich wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Sie ist ein einschiffiger gotischer Bau mit Netzgewölbe und Schlusssteinen. Ein einschiffiger Bau besitzt ein Hauptschiff; beim Netzgewölbe bilden Rippen ein netzartiges Muster, während Schlusssteine an den Scheiteln der Gewölbefelder sitzen. Diese Begriffe helfen, die Architektur genauer einzuordnen: Bauform und Gewölbe sind unterschiedliche Merkmale desselben Kirchenbaus.

An der Ostseite steht ein 52 Meter hoher Spitzturm mit vier Glocken. An der Westseite ist eine Taufkapelle angebaut. Zwei gotische Tafeln an den Seitenaltären zeigen Maria mit Kind und den Schmerzensmann. Die Himmelsrichtungen ordnen Turm und Taufkapelle auf verschiedenen Seiten des Gebäudes ein; die Tafeln sind dagegen über ihre Lage an den Altären und ihre Bildmotive zu unterscheiden. So lassen sich Bauformen und kirchliche Kunst als eigene Aspekte der Pfarrkirche betrachten.

Ortsgeschichte und historische Bezüge

In der Pfarrkirche befindet sich das Grabdenkmal der Freiherren von Schönbrunn, die von 1600 bis 1842 die letzten Besitzer der Hofmarken Mattau und Mittich waren. Die spätgotische Kirche in Mittich hat zudem Deckenfresken aus dem 15. Jahrhundert. Mittich ist ein alter besiedelter Kulturraum, dessen Anfänge vermutlich bis in das 2. oder 3. vorchristliche Jahrtausend zurückreichen. Der frühe Siedlungsbeginn bleibt damit eine Vermutung; die Fresken, die Bauzeit und die Besitzperiode benennen andere historische Zeitbezüge.

Auch auf dem Stefan-Lachhammer-Platz wird die Geschichte des Ortes aufgegriffen. Am 5. Mai 2026 waren dort neu gestaltete Infotafeln installiert, die Einheimische und Gäste über die Ortsgeschichte informieren. Damit stehen neben den historischen Bezügen in der Kirche auch Informationen zum Ort auf dem Platz als eigenes Thema.

Anzeige

Ein historisches Bauwerk im näheren Umfeld

Bei Weihmörting, zwischen Neuhaus a.Inn und Mittich, führt eine 1853 neu erbaute, überdachte Holzbrücke über die Rott. Sie liegt im näheren Umfeld, aber nicht in Mittich selbst. Für die geografische Einordnung ist Weihmörting daher ein eigener Bezugspunkt; Pfarrkirche und Stefan-Lachhammer-Platz sind dagegen Mittich zugeordnet.

Radwege im übergeordneten Reiseziel Neuhaus a.Inn

Im übergeordneten Reiseziel Neuhaus a.Inn bieten die Radwege einen weiteren regionalen Planungsaspekt. Der Rottalradweg führt über 87 km von Neuhaus am Inn bis Neumarkt-St. Veit. Wer von Passau über den Inntalradweg kommt, hat in Neuhaus a.Inn Anschluss an die Radwanderstrecke des Rottals. Der Apfel-Radl-Weg ist eine Rundstrecke, die an jedem Ort begonnen werden kann; Neuhaus a.Inn ist ein idealer Ausgangspunkt für die Tour durch den südlichen Landkreis Passau.

Die Routen unterscheiden sich nach den Angaben zu Verlauf und Start: Beim Rottalradweg sind die Länge und die Endpunkte benannt, der Apfel-Radl-Weg ist eine Runde mit flexiblem Start. Die Verbindung von Passau betrifft den Anschluss des Inntalradwegs an die Radwanderstrecke des Rottals in Neuhaus a.Inn. So lassen sich Streckenführung, Rundkurs und Anschlussroute als unterschiedliche Möglichkeiten im übergeordneten Reiseziel Neuhaus a.Inn einordnen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuhaus Am Inn.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.