Burgthann entdecken
Unterkünfte in Burgthann
Burgthann verbindet die Geschichte seiner Burg mit einem Heimatmuseum, Wegen durch die Gemeinde und wiederkehrenden Festen. Für Ihren Aufenthalt können Sie so unterschiedliche Schwerpunkte setzen: die Baugeschichte und das frühere Alltagsleben, die Landschaft und ihre Wege oder einen Termin im örtlichen Festkalender.
Burg Burgthann und das Heimatmuseum
Die Burg Burgthann wurde im 12. Jahrhundert von den Reichsministerialen, den Rittern von Thann, auf dem Göckelsberg in Burgthann erbaut. Die Hauptburg misst 65 mal 41 Meter und umfasst einen Ost- und einen Südflügel. In ihrer Mitte ragt der 35 Meter hohe Burgturm empor. Die Maße und die benannten Bauteile geben einen konkreten Eindruck von der Anlage, ohne dass dafür die Geschichte vom späteren Alltag getrennt betrachtet werden muss.
Das Heimatmuseum befindet sich in der Burg. Es zeigt, wie frühere Bewohner wohnten, zur Schule gingen und Notzeiten durchstanden. Damit stehen alltägliche Erfahrungen im Vordergrund: Wohnen, Lernen und der Umgang mit schwierigen Zeiten. Die Handwerksstuben ergänzen diesen Einblick mit einer Schusterei, einer Schneiderei und einem Bader-Stübchen. Dort ist auch das Instrumentarium des letzten Baders von Burgthann-Oberferrieden zu sehen. So treffen Baugeschichte und Einblicke in frühere Lebens- und Arbeitswelten am selben Ort aufeinander.
Wege und Landschaft in Burgthann
Für die Orientierung auf Wanderrouten sind zwei unterschiedliche Angaben hilfreich. Der Fränkische Dünenweg ist ein 85,7 Kilometer langer Rundweg, der durch Burgthann führt. Weg Nr. 050 ist mit einer Folge von Orten beschrieben: Er führt vom Bahnhof Altdorf über Prackenfels, Grünsberg und Burgthann nach Ochenbruck-Süd. Der Vergleich ist damit weniger eine Frage zweier gleicher Streckenlängen als eine Wahl zwischen einem ausgewiesenen Rundweg und einem Wegverlauf mit benannten Stationen.
Auch die Landschaft im Gemeindegebiet bietet einen eigenen Bezugspunkt: Das Schwarzachtal verbindet Laub- und Mischwälder, blühende Wiesen und Talauen, durch die die gemächlich fließende Schwarzach zieht. Am Ludwig-Donau-Main-Kanal, der in Burgthann und Umgebung auch „Der Alte Kanal“ genannt wird, liegen Treidelwege, die zum Wandern, Joggen, Nordic Walking und Radfahren genutzt werden. Der Kanal ist in der Umgebung ein romantisches Relikt aus der Industrialisierungszeit und ein wichtiger Bestandteil der Naherholung. Die Wege und die beschriebenen Landschaftselemente setzen damit einen anderen Akzent als Burg und Museum.
Feste und Termine
Die Burg ist auch Schauplatz wiederkehrender Kulturveranstaltungen. Die Eppelein-Festspiele finden alle drei Jahre auf der Burg Burgthann statt; einzelne Termine variieren. Die Burgserenade wird alle zwei Jahre im Burghof veranstaltet, und zwar vom Gesangverein Burgthann. Beide Veranstaltungen haben einen festen Rhythmus, aber unterschiedliche Zeitabstände. Wenn Sie Ihre Reise an einem dieser Termine ausrichten möchten, prüfen Sie das jeweilige Veranstaltungsdatum vorab.
Jazz in der Burg ist ein dreitägiges Festival in der historischen Burganlage. Auf dem Programm stehen internationale und regionale Acts aus Jazz, Blues und Rock; die aktuelle Programmgestaltung sollten Sie gesondert prüfen. Auch die Kirchweihtradition erstreckt sich über mehrere Orte: Sie umfasst Burgthann sowie Grub, Schwarzenbach, Oberferrieden, Ezelsdorf, Unterferrieden und Mimberg. Dazu gehören Live-Musik, regionale Spezialitäten, das Einholen und Aufstellen des Kirchweihbaums und das anschließende Austanzen. Die Burgthanner Kärwa beginnt in der Regel am vorletzten Juniwochenende und eröffnet die örtliche Kirchweihsaison. Da die genauen Termine variieren, lohnt sich ein Blick auf die Daten für das Jahr Ihrer Reise.
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