Kröning – Hügelland und Hafnergeschichte
Unterkünfte in Kröning
Kröning liegt im niederbayerischen Hügelland zwischen Isartal und Vilstal. Das verhältnismäßig dünn besiedelte, fruchtbare Hügelland prägt den Charakter des Gebiets; langgezogene, schmale Waldstreifen begleiten die Talränder. Kleine Dörfer, Weiler und Einödhöfe verteilen sich über Kröning. Wer den Ort als Reiseziel auswählt, begegnet daher einer ländlichen Siedlungslandschaft und nicht nur einzelnen historischen Gebäuden.
Landschaft und Martinusweg
Der Martinusweg umfasst die 23 km lange Etappe HW-32-02 von Kröning nach Geisenhausen. Für Ihre Planung sind die Etappenlänge und der Zielort wichtige Eckpunkte. Prüfen Sie vor der Reise die aktuelle Wegweisung.
Hafnergeschichte und Kröninger Geschirr
Der blaue Ton, der in Kröning abgebaut wurde, bildete die Grundlage der früher berühmten Kröninger Hafnerei. Die Hafnerei war ein ländliches Handwerk, das vor allem in weit auseinanderliegenden Dörfern, Weilern und Einödhöfen ausgeübt wurde. Kröninger Geschirr gehörte seit dem 15. Jahrhundert sowohl in bäuerlichen als auch in bürgerlichen und kurfürstlichen Haushalten zum festen Bestand. Diese Verbreitung verbindet die Geschichte des Handwerks mit dem Alltag seiner damaligen Nutzer und der ländlichen Siedlungsstruktur.
Historische Bauformen in der Gemeinde
Im zur Gemeinde Kröning gehörenden Weiler Bödldorf bilden die Häuser 1 bis 6 ein denkmalgeschütztes Ensemble. Die Bauernhäuser mit alten Flachsatteldächern und teilweise verputzten Blockbau-Obergeschossen bewahren eine ungewöhnlich ungestörte Bautradition. Bödldorf 4 ist ein denkmalgeschütztes ehemaliges Hafneranwesen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zum Weiler gehört außerdem eine kleine, massive Kapelle mit Satteldach und Dachreiter aus dem 18. Jahrhundert.
Auch Kröning 2 steht für eine ältere ländliche Bauform: Das denkmalgeschützte Wohnstallhaus eines Dreiseithofs stammt aus dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts und ist in Blockbauweise mit Traufschrot ausgeführt. In Kirchberg steht die denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Florian und Wolfgang, ein Saalbau mit eingezogenem Chor und angebauten Seitenschiffen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Siedlungsanfänge Kirchbergs sollen bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen; der freistehende Kirchturm stammt wahrscheinlich von einem früheren Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert. Auch das Wohnstallhaus Froschöd 1 lässt sich mit Kröning 2 vergleichen: Es ist ein Mitterstubentyp von 1823 mit Blockbau-Obergeschoss und Schrot; Kröning 2 gehört zu einem Dreiseithof des ersten Viertels des 17. Jahrhunderts und hat Blockbau mit Traufschrot.
In Wippstetten wurde die Wallfahrtskirche in der Gotik erbaut und später im Barock erweitert. Zu ihrer Ausstattung zählen ein Rokokoschrank für Weihegaben sowie Monstranzen und Kelche. Ebenfalls in Wippstetten steht der denkmalgeschützte Traidkasten in der Kirchenstraße 2: ein Blockbau mit Flachsatteldach aus dem Jahr 1732. In Dietelskirchen steht eine Jugendstilkirche. Zusammen zeigen diese Bauwerke unterschiedliche Kapitel der Architekturgeschichte in der Gemeinde.
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