Haunwang – St. Katharina und Isartal
Unterkünfte in Haunwang
Haunwang liegt auf einer sanft geschwungenen Hochebene über dem Isartal südwestlich von Landshut. Zwei konkrete Perspektiven prägen die Ortswahl: die Baugeschichte der Filialkirche St. Katharina und die Landschaft oberhalb des Tals. Wenn Sie ein Hotel in Haunwang suchen, können diese Themen helfen, den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zu bestimmen – Kulturgeschichte oder Landschaft.
St. Katharina und ihre Bauphasen
St. Katharina ist eine spätgotische Saalkirche aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Das Kirchenschiff besitzt einen älteren Kern und wurde barock umgestaltet. Die Baugeschichte reicht weiter zurück: Die Filialkirche entwickelte sich aus einer kleinen romanischen Kirche, die im 12. bis 13. Jahrhundert erbaut wurde, durch mehrere Umbauten im Laufe der letzten 800 Jahre zu ihrer heutigen Gestalt. So stehen der romanische Ursprung, der spätgotische Saalbau und die barocke Umgestaltung als unterschiedliche Phasen nebeneinander. Ein Kirchenführer ist über das Pfarrbüro Eching erhältlich.
Auch die Friedhofsmauer an St. Katharina gehört zur Geschichte des Kirchenkomplexes. Sie stammt aus dem 18. oder 19. Jahrhundert und besitzt einen älteren Kern. Damit begegnen Ihnen bei der Baugeschichte von Kirche und Mauer mehrere Zeitschichten, ohne dass sich die Entwicklung auf ein einzelnes Entstehungsdatum reduzieren lässt.
Ortsgeschichte und Wanderbezug
Haunwang wird in einer freisingischen Urkunde von etwa 784 erwähnt. Zur Geschichte des Ortes gehört außerdem ein Rittergeschlecht, das unter den adeligen Geschlechtern der Umgebung mit dem Beiwort „nobilis“ bezeichnet wurde. Die Urkundenerwähnung und die Bezeichnung des Rittergeschlechts setzen unterschiedliche Akzente: Die eine führt zu einem frühen schriftlichen Hinweis auf Haunwang, die andere zu einer konkreten Benennung innerhalb der adeligen Geschlechter der Umgebung.
Neben der Ortsgeschichte bietet die Lage auf der Hochebene über dem Isartal eine eigene Perspektive auf Haunwang. Auch eine Wanderperspektive ist benannt: Zu den Besonderheiten des Landshuter Höhenwanderwegs E1 – Berghofen gehört eine Kapelle bei Haunwang. So kommen bei der Reiseplanung historische Themen und ein konkreter Bezug zu einem Höhenwanderweg zusammen, ohne dass die Kapelle einer bestimmten Kirche zugeordnet werden muss.
Im übergeordneten Reiseziel Eching
Im übergeordneten Reiseziel Eching ergänzen eigene Kultur- und Naturthemen den Blick auf die Region. Die Pfarrkirche St. Johann Baptist in Eching ist ein tonnengewölbter Saalbau mit zahlreichen Fenstern und einer aufwendigen Altarausstattung aus Stuckmarmor. Sie steht weithin sichtbar an der seeartig aufgestauten Isar und am Rand eines wertvollen Vogelschutzgebiets.
Die Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Zu ihren wesentlichen Lebensräumen gehören der Mittlere Isarkanal mit den Stauseen bei Moosburg und Eching sowie die Isar mit angrenzenden Auwaldbereichen. Das Gebiet umfasst 5,7 Quadratkilometer und liegt etwa zu gleichen Teilen in den Landkreisen Freising und Landshut. Es ist international als Rast- und Durchzugsgebiet für Wasservögel und landesweit als Brutgebiet bedeutsam. Ein weit verzweigtes Wegenetz ist an den Isarradweg angeschlossen und ermöglicht Naturerlebnisse in vielen Bereichen des Schutzgebiets. Am Echinger Stausee bieten der Beobachtungsturm und der südliche Dammweg ganzjährig interessante Einblicke in die Tierwelt.
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