Markt Indersdorf: Klostergeschichte und Wege
Unterkünfte in Markt Indersdorf
Markt Indersdorf ist ein Reiseziel, dessen Klostergeschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Dazu kommen das Augustiner-Chorherrenmuseum, Märkte und Wege durch das Glonntal und die Hügellandschaft. Für die Planung können Sie historische Stationen, Veranstaltungstermine und unterschiedlich lange Routen als eigene Schwerpunkte betrachten.
Augustiner-Chorherrenstift: Geschichte und Baukunst
Das Augustiner-Chorherrenstift Indersdorf wurde 1120 von Pfalzgraf Otto IV. von Wittelsbach gegründet. Die erste Kirche des Klosters weihte Erzbischof Konrad von Salzburg 1128 zu Ehren der Gottesmutter sowie der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Nach dem großen Brand von 1249 wurden Kirche und Klosteranlage neu aufgebaut. Die Kirche entstand als dreischiffige romanische Basilika ohne Querschiff, mit drei annähernd gleich hohen Apsiden, flacher Holzdecke und Nordturm. Unter dem heutigen Rokokokleid sind die Grundmauern dieser Basilika erhalten. Unter Propst Gelasius Morhardt (1748–1768) erhielt die Kirche ihr Rokokokleid.
Auch die Wittelsbacher Geschichte ist hier greifbar: Sieben pfalzgräfliche Wittelsbacher sind im Bereich der heutigen Klostermauern bestattet. Neben Scheyern und Ensdorf zählt Indersdorf zu den frühen Hausklöstern der Wittelsbacher. Von Indersdorf aus wurden im Rahmen der Raudnitz-Indersdorfer Klosterreform, unterstützt von den bayerischen Herzögen, mehr als 24 Klöster in Bayern und darüber hinaus reformiert.
Das Augustiner-Chorherrenmuseum und die Geschichte des Orts
Die Dauerausstellung des Augustiner-Chorherrenmuseums widmet sich speziell den Augustiner-Chorherren. Das Museum befindet sich im früheren Mesnerhaus und im angrenzenden nördlichen Torturm. Beide Gebäude waren Teil der Klosteranlage und stehen heute unter Denkmalschutz.
Zum historischen Bild gehören auch die wechselnden Nutzungen des Klosters nach der Säkularisation im 18. Jahrhundert: Es diente als Waisenhaus der Salesianerinnen und der Barmherzigen Schwestern, als Erziehungsanstalt der Nationalsozialisten und in der unmittelbaren Nachkriegszeit als internationales UNRRA-Zentrum zur Betreuung ausländischer unbegleiteter Kinder und Jugendlicher. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Markt Indersdorf für mehr als 1.000 junge Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung zu einem Ort der Zuflucht. Zunächst fanden sie dort eine geschützte Umgebung, bevor sie zurückkehrten oder auswanderten.
Märkte und Veranstaltungstermine
Der Indersdorfer Wochenmarkt findet jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr im Bereich des Unteren Marktes an der Freisinger Straße statt. Als Grüner Markt bietet er Lebensmittel sowie Erzeugnisse des Obst- und Gartenbaus, der Land- und Forstwirtschaft und rohe Naturerzeugnisse an. Prüfen Sie den Wochenmarkttermin vor Ihrer Anreise nochmals.
Der Christkindlmarkt Advent am Kloster findet an jedem zweiten Adventswochenende statt. Das traditionelle Marktfest ist für das erste Augustwochenende angesetzt, dauert zwei Tage und bietet ein abwechslungsreiches Programm auf dem Marktplatz. Wenn Sie Ihre Reise auf das Marktfest abstimmen möchten, überprüfen Sie die Termine für das jeweilige Reisejahr.
Wege durch das Glonntal
Markt Indersdorf liegt in der abwechslungsreichen Hügellandschaft des Glonntals. Zahlreiche Wander- und Radwege führen durch das Tal und das Hügelland. Die Indersdorfer Rund- und Hörpfadwege vermitteln bei Spaziergängen Wissenswertes über kulturhistorisch, geologisch oder naturwissenschaftlich interessante Orte der Marktgemeinde.
Drei unterschiedlich lange Strecken bieten konkrete Vergleichspunkte: Der Spazierweg Blicke auf Albersbach & Westerholzhausen ist 8,5 km lang und beginnt und endet am Bahnhof Indersdorf. Ein 9,5 km langer Abschnitt des Oxenwegs über Langenpettenbach nach Westerholzhausen beginnt und endet am Marktplatz in Indersdorf. Der Marterl-Radweg führt über 12 km zum Volksfestplatz und zurück. Die Streckenbeschreibungen beziehen sich auf den Stand von Juni 2021; prüfen Sie vor der Fahrt insbesondere die Bedingungen des Marterl-Radwegs.
Auch die östliche Runde des 7-Klöster-Wegs kann in Markt Indersdorf beginnen, wo das erste Kloster der Route auf die Besuchenden wartet. Der Weg ist durchgehend mit einem Kirchenlogo ausgeschildert und mit Informationstafeln zur Geschichte ausgestattet. Diese Beschreibung bezieht sich auf den Weg insgesamt; sie setzt nicht voraus, dass die gesamte Route im Ort verläuft.
Eine weitere Freizeitmöglichkeit in der zugehörigen Gemeinde ist das Freibad Ainhofen. Es verfügt über zwei beheizte Becken: ein Schwimmerbecken mit konstant etwa 23 °C Wassertemperatur und ein Kinderbecken mit etwa 26 °C. Da es sich um eine saisonale Einrichtung handelt, prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Betrieb.
Weitere Reiseziele entdecken: Niederroth, Bergkirchen, Altomünster, Schwabhausen, Petershausen, Dachau, Hebertshausen, Haimhausen.
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