Hohenlinden: Schlachtgeschichte und Waldlandschaft
Unterkünfte in Hohenlinden
Hohenlinden verbindet die Erinnerung an eine genau datierte Schlacht mit einer von Wäldern geprägten Umgebung. Zum örtlichen Bild gehören eine historische Kirche, die Kapelle „Maria im Felde“ und Wege für Rad- und Wandertouren. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie den Schwerpunkt auf das Geschehen von 1800, die sakrale Baukunst oder die Landschaft legen. Dabei unterscheiden sich Ziele im Ort von Angeboten in der näheren Umgebung: Das Museum ist nur nach telefonischer Terminvereinbarung zugänglich, während Routen teils durch Hohenlinden und teils rund um den Ort führen.
Die Schlacht von Hohenlinden im Museum
Die Schlacht bei Hohenlinden fand am 3. Dezember 1800 in Hohenlinden statt. Auf französischer Seite befehligte General Moreau; die verbündeten bayerischen und österreichischen Truppen standen unter dem Kommando Erzherzog Johanns. Das Museum „Die Schlacht von Hohenlinden“ widmet sich diesem Ereignis. Es befindet sich im Untergeschoss der Grundschule Hohenlinden und ist auf zwei Räume aufgeteilt.
Im Museum stellen 7.500 Zinnsoldaten in zeitgenössischen Uniformen, mit zeitgenössischer Ausrüstung und Bewaffnung, die Stellungen der Armeen am frühen Nachmittag des 3. Dezember 1800 dar. Zu den weiteren Exponaten zählen zeitgenössische Bücher, Stiche, Gewehre, Säbel, Helme, Kugeln und Hufeisen. Eine herausragende Leihgabe ist die Votivtafel zur Verlobung des Bauern Stephan Rumpfinger mit der Heiligen Maria. So zeigt das Museum die Schlacht sowohl anhand einer Darstellung der Truppenstellungen als auch durch unterschiedliche historische Gegenstände.
Besucher können sich außerdem mit den Friedensverträgen von Lunéville beschäftigen, Themen über ein Multimediasystem auswählen und die Schlacht als Strategiespiel nachvollziehen. Das ergänzt die Betrachtung der Zinnsoldaten um verschiedene Möglichkeiten, sich mit dem Ereignis auseinanderzusetzen. Der Besuch ist nur nach telefonischer Terminvereinbarung mit dem Museumsleiter möglich. Planen Sie daher einen vereinbarten Termin ein.
Kirchen, Baukunst und Kapelle
Die Alte Kirche Mariae Heimsuchung in Hohenlinden ist ein herausragendes Bauwerk des Klosters Ebersberg. Ihre Wandpfeiler tragen ein gotisches Netzgewölbe; in zwei Schlusssteinen sind die Heimsuchung Mariens und der bethlehemitische Kindermord eingemeißelt. Die beiden Darstellungen bieten einen konkreten Einblick in die Bildmotive der Kirche. Auch der Turm von St. Josef prägt die Orientierung in der Landschaft: Er ist insgesamt 70 Meter hoch und von allen Punkten der Hohenlindener Schotterebene als spitze Nadel sichtbar.
Zwischen Hohenlinden und Preisendorf, nahe der Landkreisgrenze und auf Hohenlindener Flur, liegt die Kapelle „Maria im Felde“. Sie wurde am 16. Juni 2002 geweiht. Zusammen mit der Alten Kirche und dem Turm von St. Josef zeigt sie, wie unterschiedliche kirchliche Bauwerke zum Ortsbild gehören – von einem Bauwerk mit Bezug zum Kloster Ebersberg bis zu einer Kapelle mit genau datierter Weihe.
Waldlandschaft und Ausflüge
Das Gemeindegebiet ist nahezu vollständig von vier Wäldern umgeben: Ebersberger Forst, Großhaager Forst, Mittbacher Au und Lindacher Wald. Nur nach Nordosten ist dieser Waldgürtel geöffnet.
In der näheren Umgebung, im Ebersberger Forst, liegt die Hohenlinder Sauschütt. Dort gibt es drei Schaugatter mit Rotwild, Damwild und Schwarzwild; die Tiere können in ihrem natürlichen Lebensraum oft aus nächster Nähe erlebt werden. In unmittelbarer Nähe der Sauschütt befindet sich außerdem ein 3,2 Kilometer langer, barrieregerechter Waldlehrpfad als Rundweg. Für seine Erkundung sind etwa zwei Stunden angegeben. Schaugatter und Lehrpfad bieten damit zwei unterschiedliche Zugänge zur Umgebung: Tierbeobachtung und einen Rundgang mit Informationen im Wald.
Rad- und Wanderwege vergleichen
Durch Hohenlinden und seine Umgebung führen verschiedene Rad- und Wanderwege. Eine konkrete längere Option ist die Radtour „Die Schlacht von Hohenlinden“: Sie führt im Uhrzeigersinn zu 17 Zielpunkten rund um Hohenlinden, die als Hauptkampfstätten der Schlacht beschrieben werden. Der Rundweg ist ungefähr 52 Kilometer lang; an den Zielorten und unterwegs gibt es Bänke. Prüfen Sie für Ihre konkrete Tour den aktuellen Routenverlauf und die Rastmöglichkeiten vor Ort.
Im Vergleich dazu ist der Rundweg des Waldlehrpfads bei der Sauschütt mit 3,2 Kilometern deutlich kürzer; für seine Erkundung sind etwa zwei Stunden angegeben. Die Radtour verbindet zahlreiche Ziele rund um die Schlacht, während der Lehrpfad als barrieregerechter Rundweg durch die nähere Waldumgebung führt. Wenn Sie Ihre Zeit in Hohenlinden planen, helfen diese Angaben dabei, zwischen einer längeren Radtour und einem kürzeren Rundgang zu wählen.
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