Kempten (Allgäu): Römergeschichte, Kultur und grüne Orte
Unterkünfte in Kempten
Kempten (Allgäu) bietet für einen Aufenthalt mehrere konkrete Schwerpunkte: Römerzeit, Stadtgeschichte, Kirchen, Parks und regionale Marktangebote. Auch die Besuchsformen unterscheiden sich: Den Archäologischen Park Cambodunum können Sie auf eigene Faust erkunden, während der Zutritt zum Schauraum Erasmuskapelle nur im Rahmen einer Führung möglich ist.
Römerzeit und Kemptener Stadtgeschichte
Im Archäologischen Park Cambodunum werden Kemptens Anfänge zur Römerzeit als Freilichtmuseum rund um die Ausgrabungsstätten präsentiert. Insgesamt 15 Aktivstationen bieten ein Geschichtserlebnis mit allen Sinnen. So lässt sich der Besuch nach eigenem Tempo gestalten, während die Stationen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte eröffnen.
Ein anderer Blick auf die Stadtgeschichte erwartet Sie im Kempten-Museum: Im ersten und zweiten Obergeschoss beleuchten elf epochenübergreifende Themenräume die Entwicklung von den Römern bis heute. Im Schauraum Erasmuskapelle steht ebenfalls Kemptens Geschichte im Mittelpunkt. Die Multivisionsshow behandelt fast acht Jahrhunderte; zugleich spielt das Gebäude selbst eine wichtige Rolle. Im unterirdischen Schauraum sind archäologische Funde, Brandspuren und Reste von Wandmalereien zu entdecken. Zwei Öffnungen an der Ostwand geben Einblick in das dahinterliegende Beinhaus. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, beachten Sie den geführten Zugang.
Kirchen, Residenz und Aussicht
Die Prunkräume der Residenz zeugen von der prunkvollen Epoche der Fürstäbte zur Zeit der Doppelstadt Kempten. Eine andere kirchliche Geschichte erzählt die St.-Mang-Kirche: Sie ist Kemptens älteste Kirche und heute evangelisch-lutherische Stadtpfarrkirche. Ihr aus Eichen- und Lindenholz geschnitzter Hochaltar steht seit 1906 in der Kirche. Die Basilika St. Lorenz ist ein Wahrzeichen Kemptens; auch ihre prunkvolle Innenausstattung ist sehenswert.
Auf der Burghalde in der Altstadt sind Überreste einer mittelalterlichen Burg zu sehen. Zugleich ist sie ein Aussichtspunkt mit ungehindertem Blick in alle Richtungen: Im Süden sind die Alpen zu sehen, nach Westen richtet sich der Blick auf die Residenz der Fürstäbte und die Basilika St. Lorenz. Damit verbindet die Burghalde sichtbare Spuren der Stadtgeschichte mit einem weiten Blick über die Umgebung.
Parks und grüne Orte
Der zwölf Hektar große Engelhaldepark liegt östlich der Iller. Zu seinen Einrichtungen gehören zwei Abenteuerspielplätze und eine große Kletterwand. Wenn Sie diese für Ihren Besuch einplanen, prüfen Sie vorab ihre Verfügbarkeit, denn sie kann sich ändern. Auch der Stadtpark hat ein markantes Merkmal: Sein achteckiger Musikpavillon bildet den Mittelpunkt. Der Park ist seit 1949 Austragungsort der Allgäuer Festwoche.
Der Kemptener Hofgarten ist im Barockstil gestaltet und besitzt Terrassen auf unterschiedlichen Höhen. Anders geprägt ist der Stadtweiher am Rand von Stiftallmey: Das fünf Hektar große Gewässer wurde 1494 auf dem Gelände des Stadtklosters angelegt. Hofgarten, Stadtpark und Stadtweiher bieten damit verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie neben Museen und Kirchen auch Garten- und Parkanlagen in Ihre Reise einbeziehen möchten.
Wochenmarkt und Routen durch Kempten
Am Wochenmarkt auf dem Hildegardplatz bieten etwa 50 Stände zweimal pro Woche saisonales Obst und Gemüse, Käse, Fisch, Wurstwaren, hausgemachte Pasta, Pflanzen, Honig und weitere Spezialitäten an. Die genannten Ursprünge reichen von Kempten und dem Allgäu über die Bodenseeregion bis nach Italien. Das Angebot kann variieren. Am Hildegardplatz treffen sich außerdem mittags Einheimische und Gäste, um unter anderem frisch zubereitete Kässpatzen zu essen.
Auch für Reisende, die sich für Rad- oder Pilgerwege interessieren, gibt es konkrete örtliche Bezugspunkte: Iller-Radweg und Allgäu-Radweg kreuzen sich in Kempten. Der Jakobsweg aus Richtung München nach Bregenz führt durch den Engelhaldepark. Diese Routenbezüge ergänzen die kulturellen Ziele um einen weiteren möglichen Schwerpunkt für Ihren Aufenthalt.
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