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Kirchdorf: Kirchen, Geschichte und Landschaft

Unterkünfte in Kirchdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kirchdorf lässt sich über seine Pfarrkirche, die Geschichte der Freien Grafschaft Haag und die Landschaft rund um den Ort einordnen. Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt in Kirchdorf suchen, helfen diese Themen bei der Wahl des Reiseziels: sakrale Baugeschichte, wetterabhängige Aussichten und eine Rundtour mit Ziel in Kirchdorf setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Pfarrkirche als Mittelpunkt

Die barocke Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt bildet den Mittelpunkt von Kirchdorf und der gleichnamigen Gemeinde. Ihre Grundstruktur geht auf eine dreischiffige Basilika des frühen 13. Jahrhunderts zurück. „Dreischiffig“ bezeichnet die Gliederung eines Kirchenraums in Hauptschiff und Seitenschiffe. So treffen an einem zentralen Gebäude der barocke Charakter und ein weit älterer baulicher Bezug zusammen. Zur Kirche gehört auch die Krypta: Sie ist die Erbbegräbnisstätte der Reichsgrafen von Haag.

Kirchdorf war von 1200 bis 1804 das kulturelle und religiöse Zentrum der Freien Grafschaft Haag. Dieser Zeitraum gibt der Ortsgeschichte einen eigenen Rahmen neben der Baugeschichte der Pfarrkirche. Für die Einordnung des Reiseziels ergänzen sich damit zwei unterschiedliche Aspekte: die lange zurückreichende Kirchenstruktur und Kirchdorfs frühere Rolle innerhalb der Freien Grafschaft.

Kirchen und Kapellen in der Gemeinde

Weitere Sakralbauten verteilen sich auf benannte Orte in der Gemeinde Kirchdorf. In Berg steht die katholische Filialkirche St. Johannes und Paulus, ein kleiner spätgotischer Bau mit polygonalem Chor. Ein polygonaler Chor hat einen mehrseitigen Abschluss des Kirchenraums. Der Westturm stammt aus dem 18. und dem späten 19. Jahrhundert.

In Hof steht die Hofkapelle St. Petrus, in Wadmühle die Annenkapelle. Beide sind kleine Satteldachbauten mit Putzgliederung; die Hofkapelle stammt aus der Zeit um 1830, die Annenkapelle aus dem 18. Jahrhundert. Eine andere Bauform zeigt die Grainerkapelle im Kronberger Feld, in der Gemeinde Kirchdorf: Sie ist eine neugotische Feldkapelle von 1854. Für Architekturinteressierte bietet sich damit ein Vergleich zwischen spätgotischem Kirchenbau, neugotischer Feldkapelle und kleineren Kapellen mit Satteldach und Putzgliederung.

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Aussichten und Wege

Dank seiner südlichen Lage bietet Kirchdorf bei Föhnwetter einen Blick auf die Kette der Bayerischen Alpen. Die Rauszeit Tour nennt den Sonnenplatz bei Kirchdorf als Tipp. Auch der Panoramaweg führt über Kirchdorf. Der Panoramaweg bietet bei schönem Wetter und guter Fernsicht Ausblicke auf die Alpenkette im Süden, die Zugspitze im Westen und die Berge des Salzkammerguts im Osten. Die Aussicht hängt dabei vom Bezugspunkt und den Bedingungen ab: Für den Blick von Kirchdorf ist Föhnwetter genannt, beim Panoramaweg sind schönes Wetter und gute Fernsicht maßgeblich.

Als weitere Möglichkeit, die Landschaft und mehrere benannte Orte miteinander zu verbinden, führt die landschaftlich reizvolle Rundtour Rauszeit Tour durch das Ornautal sowie durch Obertaufkirchen, Frauenornau und Oberornau in Richtung Südwesten bis nach Kirchdorf bei Haag. Sie können diese Routenbeschreibung neben den Aussichtspunkten betrachten, wenn Sie bei der Wahl Ihres Aufenthalts eher eine Rundtour oder einzelne Aussichtsthemen im Blick haben.

Verkehrliche Orientierung

Kirchdorf liegt am Schnittpunkt der Bundesstraßen 15 und 12. Die Autobahn A94 bei Heldenstein ist etwa 20 Kilometer von Kirchdorf entfernt. Diese Angaben geben eine Orientierung zur Verkehrslage; für Ihre konkrete Anfahrt sollten Sie Straßenlage und Routenführung separat prüfen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Reichertsheim.

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