Bundorf: Schlossgeschichte, Kirchen und Fachwerk
Unterkünfte in Bundorf
Wenn Sie ein Hotel in Bundorf suchen, sind Schlossgeschichte, Kirchenbau und Fachwerk ebenso relevante Themen wie Natur und Routen. Das Wasserschloss, die denkmalgeschützten Kirchen und die Fachwerkgruppe zeigen unterschiedliche Seiten der Baugeschichte; am Höllgraben bei Kimmelsbach ergänzt ein renaturierter Bachlauf das Bild. Überlegen Sie bei der Reiseplanung, ob Sie Ihren Aufenthalt eher an historischen Bauwerken, an Landschaft oder an Routen ausrichten möchten.
Schloss Bundorf und seine Geschichte
Schloss Bundorf ist ein Wasserschloss mitten in Bundorf. Seine Vorgeschichte beginnt als mittelalterliche Wasserburg, die im Bauernkrieg 1525 weitgehend zerstört wurde. Um 1565 bauten die Besitzer, die Truchsess von Wetzhausen, das Schloss wieder auf. Die Anlage umfasst einen barocken Nordbau um 1700 und einen dreigeschossigen Südflügel. So lassen sich mehrere Etappen unterscheiden: der mittelalterliche Ursprung, der Wiederaufbau nach der Zerstörung und der später entstandene barocke Bauteil. Das Schloss ist nicht frei zugänglich. Berücksichtigen Sie diese Einschränkung, wenn Sie historische Orte in Ihre Reiseplanung einbeziehen. Ein weiterer Bezug zur Geschichte des Schlosses ist Christian Truchseß von Wetzhausen zu Bettenburg: Er wurde 1755 auf Schloss Bundorf geboren.
Kirchen, Fachwerk und Schlossanlage
Die katholische Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit und St. Laurentius in Bundorf ist ein Baudenkmal. Errichtet wurde sie 1731 von Johann Georg Danzer und Johann Georg Bierdümpfel. Der Saalbau hat ein Walmdach und einen eingezogenen Chor; ein Fassadenturm mit Glockendach und Laterne sowie Werksteingliederungen ergänzen die Architektur. In Kimmelsbach steht die katholische Filialkirche St. Nikolaus, ebenfalls ein Baudenkmal. Ihr Saalbau mit eingezogenem Chor entstand 1758–1763 und wurde 1908 verlängert. Satteldach, Dachreiter mit Zwiebelhaube und Giebelfassade unterscheiden ihre Bauform von der Bundorfer Pfarrkirche. Beide Kirchen teilen die Grundform des Saalbaus mit eingezogenem Chor; Dachform, Turmaufbau und Bauphasen bieten konkrete Vergleichspunkte für einen Blick auf ihre Architektur.
Am Kirchplatz in Bundorf befindet sich eine Fachwerkgruppe. In Stöckach liegt eine beachtliche Schlossanlage. Als Baudenkmal erfasst sind die untertägigen Bauteile des frühneuzeitlichen Schlosses mit der katholischen Schlosskapelle St. Matthäus. Damit stehen neben den Kirchen und der Fachwerkgruppe auch erhaltene untertägige Schlossbestandteile im Blick, wenn Sie sich für die unterschiedlichen Formen des örtlichen Kulturerbes interessieren.
Landschaft und Routen
Am Höllgraben bei Kimmelsbach befindet sich eine malerische Biotoplandschaft mit renaturiertem Bachlauf. Hier wechselt der Blick von Gebäuden und Bauformen zu einem Landschaftsraum, dessen Bachlauf renaturiert wurde. Das Gemeindegebiet von Bundorf liegt an landschaftlich reizvollen Radwegen. Die Erlebnistour „NATUR trifft KULTUR“ startet auf einem Parkplatz am Ortsrand von Schweinshaupten und führt an zwei ehemaligen Mühlen vorbei.
Eine weitere benannte Strecke ist die 32,0 km lange Rundtour „Das Vermächtnis des letzten Ritters“, die durch Bundorf führt. Für die Routenwahl lassen sich unterschiedliche Merkmale gegenüberstellen: Bei der Erlebnistour sind die ehemaligen Mühlen und der Startpunkt am Ortsrand von Schweinshaupten konkrete Orientierungspunkte. Die Rundtour bietet dagegen eine bezifferte Länge und eine klare Rundform. Zusammen mit dem Radwegbezug im Gemeindegebiet ergeben sich so verschiedene Anknüpfungspunkte für die Planung eines Aufenthalts, ohne die Routen zu einem gemeinsamen Verlauf zusammenzufassen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hofheim In Unterfranken.