Großkötz: historische Bauwerke und Günztalradweg
Unterkünfte in Großkötz
Großkötz verbindet historische Bauwerke mit einer konkreten Möglichkeit, die Gegend mit dem Rad zu erkunden. Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten zählen Kapellen, eine Pfarrkirche und frühere kirchliche sowie herrschaftliche Gebäude. Für Ihre Planung lohnt ein Blick auf die unterschiedlichen Bauformen und Zeitstellungen. Wer auch Wanderwege einbeziehen möchte, findet dazu eine Übersicht im übergeordneten Reiseziel Kötz.
Kirchen und Baugeschichte
Die Kapelle St. Anna ist eine neubarocke Kapelle des 19. Jahrhunderts; um 1900 wurde sie überformt. Sie besitzt Ausstattung. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul hat einen spätgotischen Kern, der zwischen 1480 und 1520 errichtet wurde. Im übergeordneten Reiseziel Kötz wird dieselbe Kirche als gotische Anlage eingeordnet, die 1764/65 von Joseph Dossenberger barockisiert wurde. An dem Bauwerk lassen sich so ein spätgotischer Kern und eine spätere barocke Umgestaltung unterscheiden.
Das Pfarrhaus in Großkötz war einst das Sommerschlösschen der Wettenhauser Pröpste. Joseph Dossenberger errichtete den Walmdachbau mit Pilastergliederung 1760. Die Jahresfolge stellt diese Bauzeit wenige Jahre vor die Barockisierung der Pfarrkirche durch denselben Baumeister. Ein Walmdach fällt auch an den Stirnseiten ab; Pilaster sind flache, säulenartige Gliederungselemente. Die Begriffe helfen, die charakteristischen Formen des Pfarrhauses genauer einzuordnen.
Höfe und weitere Sehenswürdigkeiten
Beim ehemaligen Vogteihof gehören mehrere Bestandteile zur Anlage: Wohnbau, Stall und Nebengebäude sind durch eine Hofmauer und ein Tor eingefasst. Für die architektonische Einordnung ist damit nicht nur der Wohnbau, sondern auch das Ensemble aus Wirtschaftsgebäuden und Begrenzung wichtig.
Das ehemalige Benefiziatenhaus zeigt einen anderen Bautyp. Es ist zweigeschossig und traufständig, mit Satteldach und Schweifgiebeln, und stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Ein Satteldach hat zwei geneigte Dachflächen; die Schweifgiebel zeichnen sich durch ihren geschwungenen Umriss aus. „Traufständig“ beschreibt die Ausrichtung des Hauses über seine Traufseite. Ergänzend zu diesen größeren Bauformen zählen die Ölbergkapelle auf dem Friedhof, die Herrgotsruh-Kapelle und das Gasthaus Adler zu den Sehenswürdigkeiten in Großkötz.
Radfahren und Wandern
Der bestehende Günztalradweg verläuft zwischen Großkötz und Wasserburg. Ein etwa 1,16 km langer Abschnitt ist nicht befestigt. Beziehen Sie diese Angabe in Ihre Routenplanung ein und prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Wegverhältnisse, da sich Oberflächen und Bauverhältnisse ändern können.
Wandern im übergeordneten Reiseziel Kötz
Die Übersicht „Radeln und Wandern rund um Kötz“ nennt mehrere Wanderwege: den örtlichen Weg Nr. 15068 „Landkreis Günzburg – Tour 6 (Am Steilufer donauaufwärts)“, Nr. 14529 „Landkreis Günzburg – Tour 2 (Zum Biberrevier)“ und Nr. 14445 „Landkreis Günzburg – Tour 9 (Auf den Spuren der Kelten)“. Die Titel weisen auf unterschiedliche Themen hin: ein Steilufer, das Biberrevier und die Spuren der Kelten.
Ebenfalls in der Übersicht aufgeführt ist der Fernwanderweg Nr. 807, dort als Zubringer zum Schwäbisch-Allgäuer Wanderweg (Neu-Ulm/Günzburg). Damit stehen neben den örtlichen Wanderwegen auch ein benannter Fernwanderweg und seine Verbindung zum überregionalen Wanderweg zur Auswahl.
Weitere Reiseziele entdecken: Kleinkötz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kötz.