Fürsteneck: Schlossgeschichte und Ausblicke
Unterkünfte in Fürsteneck
Fürsteneck bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: Schloss Fürsteneck ist das Wahrzeichen des Ortes, und am Atzldorfer Berg eröffnet eine Panoramaterrasse Ausblicke auf die Alpen und den Bayerischen Wald. Schlossgeschichte und Landschaft setzen unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt.
Schlossgeschichte und Kapelle
Schloss Fürsteneck wurde um 1200 unter Bischof Wolfker von Erla als westliche Grenzsicherung gegen das Herzogtum Bayern erbaut. Die älteste bisher bekannte Urkunde, in der die Burg Fürsteneck erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1232. Bauzeit und ältester bekannter schriftlicher Beleg sind also zwei verschiedene Stationen: Die überlieferte Bauzeit liegt um 1200, die Urkunde datiert später.
Auf dem Gelände von Schloss Fürsteneck befindet sich eine barocke Kapelle, die heute die Pfarrkirche von Fürsteneck ist. So treffen die Geschichte der Burg und die heutige kirchliche Funktion der Kapelle am selben Gelände aufeinander.
Aussicht und Tourenplanung
Der Atzldorfer Berg ist Fürstenecks höchster Punkt. Seine Panoramaterrasse bietet Ausblicke auf die Alpen und den Bayerischen Wald; die Sicht ist wetterabhängig. Damit ist die Aussicht ein anderer möglicher Schwerpunkt als die Baugeschichte des Schlosses.
Auch der Haltepunkt Fürsteneck-Ohbruck lässt sich in eine Wander- oder Radtour einplanen. Die Gemeinde beschreibt Wochenend- und Feiertagsbetrieb; prüfen Sie vor der Anreise den Fahrplan.
Im übergeordneten Reiseziel Freyung-Grafenau
Der Nationalpark Bayerischer Wald erstreckt sich in den Landkreis Freyung-Grafenau und wurde am 7. Oktober 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet. Eine Zonierungskarte von 2024 weist 75,37 Prozent der Fläche als Naturzonen aus. Das Eröffnungsdatum ordnet die Geschichte des Nationalparks ein, während der ausgewiesene Flächenanteil einen Einblick in seine Zonierung gibt.
In der Buchberger Leite zwingen steile Felsriegel die geröll- und kaskadenreiche Wolfsteiner Ohe in ein tief eingeschnürtes Bett. In den moos- und farnreichen Schluchtwäldern haben sich Urwaldreste erhalten. Ein acht Kilometer langer Themenwanderweg führt zwischen Freyung und Ringelai durch die Buchberger Leite; Informationstafeln und eine Begleitbroschüre gehören zu seiner Ausstattung. Historische Triftmauern, in den Fels gehauene Stollen und oberirdische Kanäle zeugen dort von jahrhundertelangem menschlichem Wirken.
In Freyung steht das um 1700 erbaute Schramlhaus: Es ist das älteste bäuerliche Anwesen der Stadt und in seiner Ursprünglichkeit eines der ältesten im Landkreis Freyung-Grafenau. Mehr als hundert original erhaltene Exemplare der Hinterglasmalerei sind dort zu sehen; sie werden der sakralen Volkskunst zugeordnet. Auch das Wolfsteiner Heimatmuseum ist im Schramlhaus untergebracht.
Bei Neuschönau im Landkreis Freyung-Grafenau ist der Baumwipfelpfad Teil des Nationalparkzentrums Lusen. Im Tier-Freigelände können Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über den Nationalpark und seine heimische Tierwelt erfahren. Die Rundwege eignen sich für kleine Kinder, die noch keine langen Strecken zurücklegen können.
Im Archäologischen Erlebnispark Gabreta stehen Gebäude, die nach originalen keltischen Bauten rekonstruiert wurden und sinnbildlich für keltische Fundstücke stehen, die am Hügel von Paul Freund gefunden wurden. Zu den praktischen Besucheraktivitäten gehört Brotbacken. Fachkundige Führungen über das Leben der Kelten können zusätzlich gebucht werden. Da sich Programmdetails ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch, ob Brotbacken angeboten wird.
Weitere Reiseziele entdecken: Waldkirchen, Saldenburg, Neuschönau, Ringelai, Sankt Oswald-Riedlhütte, Grainet, Sankt Oswald, Hohenau.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Freyung-Grafenau.