Chammünster: Kirchenensemble, Karner und Wege
Unterkünfte in Chammünster
Chammünster lässt sich aus zwei Perspektiven kennenlernen: über sein Kirchenensemble und über die historischen sowie landschaftlichen Themen der benannten Wege. Wenn Sie ein Hotel in Chammünster suchen, können diese Schwerpunkte die Ausrichtung Ihres Aufenthalts bestimmen – auf Kirchenkunst und Baugeschichte oder auf Wegstationen und Ausblicke.
Kirchenensemble und historische Spuren
Zum Kirchenensemble gehören die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die St.-Anna-Kapelle und das Beinhaus, der Karner. Die St.-Anna-Kapelle stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts und wird als Museum für sakrale Kunst genutzt. Der Überlieferung nach soll sie vor 1393 von den Rittern von Chamerau gestiftet worden sein. Der Karner auf dem Friedhof der Kirche Mariä Himmelfahrt stammt aus dem 12. Jahrhundert.
Zum Ensemble zählen außerdem zwei romanische Taufsteine aus den Jahren 1200 und 1300, ein Fresko mit der Legende von den drei Lebenden und den drei Toten sowie zahlreiche Grabsteine und schmiedeeiserne Grabkreuze. So umfasst das Ensemble verschiedene Zeugnisse sakraler Kunst und Erinnerung: vom Taufstein über das Fresko bis zu den Grabmalen.
Eine frühe schriftliche Erwähnung betrifft die „ad Chambe erbaute cella“: Sie wird 819 urkundlich erwähnt und befand sich nicht im heutigen Cham, sondern im heutigen Chammünster. Auch auf dem Lamberg steht ein bedeutender Ort der Kirchengeschichte. Die heutige Kirche der heiligen Walburga auf dem Lamberg wurde 1832 erbaut. An Christi Himmelfahrt führt traditionell eine Männerwallfahrt von Chammünster zur auf dem Lamberg gelegenen Wallfahrtskirche der Hl. Walburga.
Ausblicke und Themenwege
Der Ch03 (Lambergweg) führt bis zum Berggipfel mit der Wallfahrtskirche Hl. Walburga. Unterwegs passiert er die Kapellenlinde, ein Naturdenkmal, sowie frühgeschichtliche Wallanlagen. Diese gelten als Zeugnisse ehemaliger Besiedelung. Vom Ch03 bietet sich außerdem ein Ausblick über Chammünster und das Regental.
Der Friedrich-Nietzsche-Weg ist eine Rundwanderung über Lamberg und Chammünster. An allen markanten Punkten gibt es Erläuterungen zu geschichtlichen Hintergründen, Sagen, Mythen und dem Reisebericht Rohdes. Hinzu kommt ein Ausblick über den gesamten Bayerischen Wald. Damit setzen die Wege unterschiedliche Akzente: Beim Ch03 stehen der Gipfel mit der Wallfahrtskirche und die Stationen am Lamberg im Blick; beim Friedrich-Nietzsche-Weg gehören Rundform, thematische Erläuterungen und Panorama zum Charakter der Route.
Kulturangebote in Cham
Auch Cham bietet eigene Kulturthemen. Die Prähistorische Ausstellung im Cordonhaus zeigt anhand von Verbreitungs- und Fundkarten, Bodenfunden und Erläuterungstexten die Vor- und Frühgeschichte der Gemeinde Cham und ihrer näheren Umgebung sowie Spuren erster menschlicher Begehung und Besiedlung der Cham-Further Senke. Das Cordonhaus an der inneren Stadtmauer stammt aus dem 16. Jahrhundert; sein Innenhof mit Arkaden- und Laubengang ist für Cham einzigartig.
Das Museum SPUR befindet sich in einem spätgotischen Gebäude am Regen, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Das ehemalige Armenhaus der Stadt beherbergt das Museum seit 1991; es wird gemeinsam von Stadt und Landkreis Cham getragen. Die Sammlung umfasst Gemälde, Plastiken und Papierarbeiten der Gruppe SPUR aus den Jahren 1957 bis 1965 im Stil des abstrakten Expressionismus und des Informel. Die Städtische Galerie Cordonhaus Cham zeigt zeitgenössische Kunst in Wechselausstellungen, darunter Werke regionaler sowie namhafter Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland.
Cham ist eine über 1.000 Jahre alte Stadt. Ein Stadtrundgang führt durch die historische Altstadt; eine digitale Broschüre dazu steht zum Download bereit. Damit stehen neben dem Kirchenensemble und den Wegen in Chammünster weitere, ausdrücklich in Cham verortete Themen für eine kulturelle Reiseplanung zur Auswahl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cham.