Winterbach: Kirchen, Kapellen und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Winterbach
Winterbach bietet einen klaren Schwerpunkt für Reisende, die sich für Kirchenbau und Ortsgeschichte interessieren. Die Bauwerke unterscheiden sich nach Entstehungszeit, Grundriss und architektonischen Details. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Waldkirch und Rechbergreuthen; die Kirchen und Kapellen verteilen sich auf diese Ortsnamen und den Bereich Winterbach.
Winterbachs Geschichte und Kirchen
Um 900 begannen Mönche des Urklosters Kempten im oberen Glött-Tal mit Rodungsarbeiten in dem Gebiet, in dem sich Winterbach mit seinen Fluren ausbreitet. Nach 912 errichteten Benediktinermönche in Winterbach ein Holzkirchlein und weihten es den Heiligen ihres Klosters: dem heiligen Gordianus und dem heiligen Epimachus. Diese frühen Zeitangaben gehören zu unterschiedlichen Abschnitten der Ortsgeschichte.
Die denkmalgeschützte katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus ist ein neugotischer Backsteinbau. Ferdinand Schildhauer errichtete sie 1895–1896. Zum Bau gehören ein eingezogener Dreiseitchor, Strebepfeiler und ein nordseitiger Turm mit Blendgliederung und Spitzhelm zwischen Dreiecksgiebeln. Ein Dreiseitchor schließt den Chor mit drei Seiten; Strebepfeiler treten außen aus der Wand hervor. So stehen bei dieser Kirche der klar benennbare Grundriss und die markante Turmgestaltung nebeneinander.
In Waldkirch liegt die denkmalgeschützte katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Schmerzen. Ihr Saalbau hat gerundete Ecken und einen eingezogenen Dreiseitschluss. Der südliche Turm besitzt ein hohes achteckiges Obergeschoss und eine Zwiebelhaube. Chor und Turmuntergeschosse sind spätgotisch; der übrige Bau ist ein einheitlicher Neubau von 1745, der Joseph Dossenberger dem Jüngeren zugeschrieben wird. Die Baugeschichte verbindet hier ältere Bauteile mit einem späteren, zusammenhängenden Neubau.
Die ebenfalls denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Nikolaus in Rechbergreuthen stammt aus den Jahren 1681–1682. Sie ist ein Saalbau mit Dreiseitchor und südlichem Turm. Dessen achteckiges Obergeschoss, Lisenengliederung und Zwiebelhaube bilden eine andere Turmgestaltung als die Spitzhelmform von St. Gordian und Epimachus. Zusammen betrachtet, lassen sich an den drei Kirchen unterschiedliche Bauzeiten und Formen erkennen, ohne die einzelnen Orte und ihre Bauwerke gleichzusetzen.
Historischer Ortskern und Kapellen
Der historische Ortskern von Rechbergreuthen ist ein denkmalgeschütztes mittelschwäbisches Rodungsdorf aus dem 14. Jahrhundert, das planmäßig als Angerdorf angelegt wurde. Die Bezeichnung verweist auf die bewusst angelegte Siedlungsform rund um einen Anger. Damit ergänzt der Ortskern die Kirchen um eine weitere Perspektive auf die Geschichte: Nicht nur einzelne Gebäude, sondern auch die Planung des Dorfes ist hier ein Thema.
Nordnordwestlich des Ortes liegt die denkmalgeschützte Brunnenkapelle Frauenbrunn. Der Saalbau mit Dreiseitschluss besitzt eine offene, abgeschleppte Vorhalle. Er wurde 1838 auf älterer Grundlage errichtet. Eine weitere denkmalgeschützte Kapelle ist die Feldkapelle beim Eisingerhof: ein kleiner Rechteckbau des 19. Jahrhunderts mit leicht eingezogener halbrunder Apsis, Giebelreiter und Ausstattung. Die beiden Kapellen unterscheiden sich sowohl in ihrer Bauform als auch in der beschriebenen Entstehungszeit.
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Der Gasthof zur Post befindet sich in Kirchberg 1, 89368 Winterbach. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob und wann geöffnet ist.
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