Wehringen entdecken: Natur und Geschichte
Unterkünfte in Wehringen
Wehringen liegt an der Singold, nahe der Wertach und am Rand des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder. Wenn Sie ein Hotel in Wehringen suchen, helfen die unterschiedlichen Themen des Ortes bei der Planung: Grünräume und Wege stehen neben historischen Kirchen, Kapellen und Spuren früheren Erzabbaus. So können Sie sich daran orientieren, ob Sie in Ihrem Aufenthalt besonders die Landschaft oder die Geschichte Wehringens in den Blick nehmen möchten.
Landschaft, Wasser und Grünräume
Die Singold prägt mehrere der beschriebenen Orte in Wehringen. An einem Spazierweg entlang des Flusses liegt die „Bildungsbrücke“. Inmitten von Feldern und Wiesen ermöglicht sie ein Naturerlebnis am Bach. An der Wertach laden zwei abgeflachte Uferbereiche zum Verweilen ein; zugleich bilden sie ökologisch wertvolle Flachwasserbereiche. Damit finden Sie in Wehringen sowohl einen Bezug zur Bachlandschaft als auch besondere Uferbereiche an der Wertach.
Im Ortszentrum liegt direkt an der Singold der Generationenpark Pfarrgarten, eine knapp 3.000 Quadratmeter große Grünfläche. Sitzgelegenheiten und Outdoor-Fitnessgeräte gehören ebenso zum Angebot wie Möglichkeiten für Boule, Schach und Tischtennis. Hinzu kommt ein Kräutergarten, aus dem sich jeder bedienen darf. Die verschiedenen Angebote machen den Park zu einem Ort, an dem Bewegung, Spiel und eine Pause im Grünen zusammenkommen.
Im Westen Wehringens, am Rand der westlichen Wälder, befinden sich die Wassertretanlage und der direkt danebenliegende Barfußpfad. Der Zugang zum Areal an der Herbrecht führt über einen geteerten Feldweg und ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad möglich. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Hinweise zum Zugang, da sich die Zugangsregelungen ändern können.
Kirchen, Kapellen und Spuren der Vergangenheit
Die Pfarrkirche St. Georg vereint mehrere historische Zeitschichten. Ihr Chorraum entstand in gotischer Zeit, im 14. oder 15. Jahrhundert. Zwischen 1741 und 1747 wurde der Innenraum mit Deckenfresken, Stuck und einem Hochaltar neu gestaltet. Zur Kirche gehört außerdem die Mauer des ehemaligen befestigten Friedhofs. Schießscharten, Strebepfeiler und zwei Tore gehören zu dieser Anlage; eine Figurennische stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Weitere Bauformen begegnen Ihnen in der katholischen Heilig-Kreuz-Kapelle und der Gruftkapelle St. Antonius. Die Heilig-Kreuz-Kapelle ist ein Rechteckbau mit dreiseitigem Schluss und einem Dachreiter mit Zwiebelhaube. Sie entstand um 1700 und wurde 1751 vergrößert. St. Antonius ist dagegen ein Rundbau mit Kuppeldach im Nach-Jugendstil. Heinrich Düll und Georg Petzold schufen die Gruftkapelle 1918/20. Die unterschiedlichen Grundformen und Bauzeiten geben der Wehringer Baugeschichte konkrete Anhaltspunkte.
Auch am Wehringer Hochwald ist Geschichte mit einer Landschaftsbezeichnung verbunden: Dort befinden sich etwa 85 Pingen eines früh- bis hochmittelalterlichen Erzabbaugebiets. Die Wallfahrt von Wehringen zum Heiligen Berg nach Andechs geht auf ein Pestgelübde von 1717 zurück. Ein weiteres historisches Kapitel ist das Leitenbad. Wehringen besaß es etwa von 1490 bis ins 17. Jahrhundert; in der Bäderliteratur des 16. und 17. Jahrhunderts galt es als bedeutendes Heilbad. Sein Niedergang wird im 17. Jahrhundert angenommen.
Feste und lokale Traditionen
Das Historische Wehringer Dorffest wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde 1990 erstmals veranstaltet und findet alle fünf Jahre statt. Zum Fest gehören handwerklich-künstlerische Darbietungen und zahlreiche Stände mit kulinarischen Angeboten. Einzelne Termine und Programmdetails können variieren. Wenn Sie einen Aufenthalt mit einem Festbesuch verbinden möchten, prüfen Sie daher vorab die jeweiligen Veranstaltungsdaten.
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