Sommerkahl: Bergbaugeschichte, Natur und Radroute
Unterkünfte in Sommerkahl
Sommerkahl ist für Sie besonders interessant, wenn Bergbaugeschichte, Geologie und Landschaft den Ausschlag bei der Zielwahl geben. Im Mittelpunkt steht die Grube Wilhelmine; dazu kommen der Naturlehrpfad „Rund um die Wilhelmine“, die Pfarrkirche und eine Radtour, die über Sommerkahl führt. Die Schwerpunkte unterscheiden sich: An der Grube treffen historische Förderung und geologische Besonderheiten aufeinander, der Lehrpfad richtet den Blick auf die Landschaft, und die Radtour ordnet Sommerkahl in eine längere Strecke ein.
Bergbaugeschichte und Geologie
Der Abbau von Kupfererzen im Bereich der Grube Wilhelmine ist erstmals 1704 urkundlich erwähnt. Die Grube lieferte jahrhundertelang Kupfer, Eisen und Mangan. So gehören zu ihrer Geschichte sowohl ein konkreter historischer Zeitanker als auch die lange Nutzung des Bergwerks.
Ein Teil der alten Stollen wurde freigelegt und beleuchtet. Der Hang oberhalb des Grubeneingangs wurde gesichert; außerdem wurde ein Informationsgebäude mit Toiletten errichtet. Für geführte Besuche ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Zur Geologie gehört die 20 Meter hohe Gneiswand der Grube Wilhelmine. Sie trägt großflächige Überzüge aus grünem Malachit und blauem Azurit; beide sind sekundäre Kupfererze. Die unterschiedlichen Mineralfarben geben der geologischen Seite des Bergbaus eine konkrete Ergänzung zur Geschichte der Förderung.
Naturlehrpfad und Landschaft
Der Naturlehrpfad „Rund um die Wilhelmine“ erschließt die Landschaft um Sommerkahl und lädt Einheimische wie Besucher zum Naturerlebnis ein. Diese Landschaft wurde über viele Jahrhunderte vom Menschen mitgestaltet; Landwirtschaft und Bergbau prägen die Umgebung. Auch die Besiedlungsgeschichte bezieht sich auf das Gebiet um Sommerkahl: Es ist seit über 800 Jahren besiedelt. Damit richtet sich der Blick beim Lehrpfad nicht nur auf die Natur, sondern auch auf die lange Nutzung und Entwicklung der Landschaft.
Der Pfad wurde 2006 in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Spessart, der Gemeinde Sommerkahl, dem Verein Kupferbergwerk „Grube Wilhelmine“ Sommerkahl e.V., der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Aschaffenburg und der Regierung von Unterfranken realisiert. Die Pfarrkirche in Sommerkahl wurde 1961 aus Buntsandstein erbaut und setzt neben der Bergbaugeschichte einen eigenen architektonischen Akzent.
Sommerkahl auf der Radtour
Die Radtour Westerngrund–Heimbuchenthal führt von Huckelheim über Sommerkahl und Bessenbach sowie die Hohe Warte nach Heimbuchenthal. Die Route trug früher die Bezeichnung R6. Sommerkahl ist damit Teil einer Strecke, deren Verlauf mehrere Orte und die Hohe Warte einschließt. Prüfen Sie vor der Fahrt die lokalen Routenbedingungen.
Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel Aschaffenburg
Im übergeordneten Reiseziel Aschaffenburg verläuft der familienfreundliche MainRadweg im Maintal des Landkreises Aschaffenburg und ist gut ausgeschildert. Die Spessartwege 1, 2 und 3 führen durch den Landkreis und wurden vom Deutschen Wanderverband bereits viermal als Qualitätswege Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Auch der Eselsweg ist eine Mehrtagestour im Landkreis Aschaffenburg. Diese regionalen Wege bieten eine andere Planungsperspektive als die lokalen Sommerkahler Themen.
Hotelwahl und Reiseplanung
Für die Hotelwahl in Sommerkahl setzen die Aktivitäten unterschiedliche Planungspunkte: Für geführte Besuche an der Grube ist eine vorherige Anmeldung nötig; für die Radtour sollten Sie die lokalen Bedingungen vor der Fahrt prüfen. So können Sie vor der Suche klären, ob ein Besichtigungstermin oder der Rad-Schwerpunkt Ihren Aufenthalt bestimmen soll.
Weitere Reiseziele entdecken: Kleinostheim, Geiselbach, Großostheim, Karlstein am Main, Laufach, Hösbach, Rohrbrunner Forst, Alzenau.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aschaffenburg.