Wittelshofen: Hesselberg, Flüsse und Limesgeschichte
Unterkünfte in Wittelshofen
Wittelshofen verbindet eine markante Landschaftslage mit Ortsgeschichte und römischen Spuren. Der Hesselberg und der Zusammenfluss von Sulzach und Wörnitz geben Orientierung; Kirchen, ein Heimatmuseum und der Römerpark Ruffenhofen ergänzen die Themen für einen Aufenthalt.
Landschaft zwischen Hesselberg und Flüssen
Der 689 Meter hohe Hesselberg ist Wittelshofens Hausberg. Die Gemeinde liegt unmittelbar an seinem Fuß und am Zusammenfluss von Sulzach und Wörnitz. Damit prägen sowohl der Höhenzug als auch die Flusslandschaft die geografische Einordnung des Reiseziels. Wer sich für diese Umgebung interessiert, findet hier zwei unterschiedliche landschaftliche Bezugspunkte – neben den kulturellen Stationen im Gemeindegebiet.
Kirchen und Ortsgeschichte
Die St. Martinskirche steht im alten Ortskern von Wittelshofen. Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche befindet sich am Rand der am Berghang gelegenen Siedlung. Ihre unterschiedlichen Standorte geben einen Eindruck davon, wie sich die religiösen Bauwerke in die Ortsgestalt einordnen. Angaben zu einer Besichtigungsmöglichkeit im Inneren sind damit nicht verbunden.
Das Heimatmuseum Zoller ist in der Zehntscheune untergebracht und zeigt mehr als 2.000 Exponate. Die Sammlung behandelt die Dorf- und Kirchengeschichte, das Brauereiwesen und fränkische Trachten. Damit reicht der Blick über die Ortsgeschichte hinaus zu Handwerk und regionaler Kleidung. Die Themen setzen einen anderen Schwerpunkt als die Kirchen und eröffnen einen weiteren Zugang zur Geschichte Wittelshofens.
Römische Spuren im Gemeindegebiet
Reste des Limes befinden sich im Gemeindegebiet bei Dühren und der Gelsmühle. Ein weiterer Bezugspunkt ist der Römerpark Ruffenhofen, dessen Gelände sich über mehrere Gemeinden erstreckt. Von einem Aussichtshügel lässt sich das Parkgelände überblicken. Ehemalige römische Wege führen durch das Gelände; Schilder, großformatige Bildszenen und Abgüsse römischer Steindenkmäler informieren über Gebäude und das römische Leben vor Ort. So stehen dort die Orientierung auf dem Gelände und die Vermittlung seiner römischen Geschichte nebeneinander.
Auch die Gestaltung des Parks hat mehrere Facetten: Mit seinen Obstbäumen und der 2009 angelegten Streuobstwiese ist er eine Station der Fränkischen Moststraße. Das Labyrinth wurde im Juli 2009 im Rahmen eines Internationalen Workcamps angelegt. Seit 2020 ist der Römergarten mit der Fassade eines römischen Streifenhauses zu sehen. Die Streuobstwiese, das Labyrinth und der Römergarten verweisen jeweils auf unterschiedliche Aspekte des Parkgeländes.
LIMESEUM und Entdeckerrucksack
Das LIMESEUM ist ein Römermuseum und wurde 2012 eröffnet. Für Familien mit Kindern verleiht es gegen 20 Euro einen Entdeckerrucksack; darin sind 15 Euro Pfand enthalten. Mit einer Karte lässt sich der Römerpark erkunden. An den Stationen können Besucherinnen und Besucher unter anderem ein Stück Limes mit Turm und Palisade nachbauen, römische Spiele ausprobieren und Kräuter am Geruch erkennen. Informieren Sie sich vor dem Besuch beim LIMESEUM über die aktuellen Verleihbedingungen.
Nach Betreiberangabe ist der Besuch des Römerparks jederzeit und kostenlos möglich; das LIMESEUM ist davon ausgenommen. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Zugangsinformationen. So lassen sich der frei zugängliche Park und das Museum als unterschiedliche Angebote einordnen, ohne ihre jeweiligen Besuchsbedingungen zu verwechseln.
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