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Altmühltal entdecken: Fluss, Felsen und Römerzeit

Unterkünfte in Altmühltal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Altmühl zieht durch tief eingeschnittene Täler, vorbei an urzeitlichen Felsriffen und Wacholderheiden. Diese Landschaft prägt den Naturpark Altmühltal ebenso wie der Fluss, an dem sich Wege und Routen für Wandernde, Radfahrende und Bootwanderer orientieren. Für Ihre Reise ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte: Bewegung an Land, Zeit auf dem Wasser oder Besuche an Natur- und Kulturstätten.

Landschaft rund um die Zwölf Apostel

Zwischen Solnhofen und Eßlingen ragen die mächtigen Dolomitfelsen der Felsgruppe „Zwölf Apostel“ auf. Sie gelten als landschaftlicher Höhepunkt im Naturpark Altmühltal. Sichtbar sind sie für Bootfahrende auf der Altmühl, Radfahrende auf dem Altmühltal-Radweg und Wandernde auf Touren rund um Solnhofen. So lässt sich dieselbe Felsformation aus verschiedenen Perspektiven erleben, je nachdem, ob Sie auf dem Fluss, mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

Das Naturschutzgebiet bei den Zwölf Aposteln wurde 1984 auf einer Fläche von etwa 15,2 Hektar ausgewiesen. Auf dem Plattenkalk finden sich weitläufige Halbtrockenrasen, die in lichte Wacholder-Kiefern-Wälder übergehen. Der Übergang zwischen offenen Flächen und lockerem Gehölz gehört ebenso zu diesem Landschaftsbild wie die Felsen selbst.

Wandern und Radfahren auf langen Routen

Der Altmühltal-Panoramaweg führt auf 200 Kilometern entlang der Altmühl von Gunzenhausen nach Kelheim und quer durch den Naturpark. Der Deutsche Wanderverband hat ihn als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Der Altmühltal-Radweg verläuft auf rund 160 Kilometern von Gunzenhausen bis Kelheim durch den Naturpark und folgt der gemächlich dahinfließenden Altmühl. Beide Routen verbinden dieselben Ausgangs- und Endorte, unterscheiden sich aber durch Fortbewegungsart und Streckenlänge: Der eine Weg ist eine Wanderroute, der andere eine Radroute am Fluss.

Für die Auswahl Ihrer Unternehmungen ist damit zunächst entscheidend, ob Sie eine längere Strecke zu Fuß oder auf dem Rad in den Mittelpunkt stellen möchten. Die Zwölf Apostel bieten unterwegs einen markanten Bezugspunkt: Die Felsen sind sowohl von der Radroute als auch von Wanderungen rund um Solnhofen aus sichtbar.

Auf dem Wasser und auf den Spuren der Erdgeschichte

Die Bootwanderstrecke auf der Altmühl führt auf knapp 120 Kilometern zwischen Gunzenhausen und Dietfurt/Töging durch den Naturpark. Ihre gemächliche Fließgeschwindigkeit eignet sich für Anfänger und erfahrene Bootwanderer; die Altmühl gilt als idealer Familienfluss. Damit stehen neben den langen Wegen an Land auch Routen auf dem Wasser als eigener Schwerpunkt zur Wahl.

Wer sich für Fossilien interessiert, findet im Naturpark drei Steinbrüche, die zur Fossiliensuche einladen. Im Dinosaurier Museum Altmühltal führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Waldweg durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und an mehr als 70 lebensechten Nachbildungen von Dinosauriern und anderen Urzeittieren vorbei. Die beiden Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Fossiliensuche geht es um das Suchen, im Museum führt der Weg durch eine zeitlich weit zurückreichende Geschichte und an Nachbildungen urzeitlicher Tiere entlang.

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Römisches Erbe und Barock in Weltenburg

Das UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes, einst die Grenze des Römischen Imperiums, verläuft mitten durch den Naturpark Altmühltal. Über Pfünz liegt das römische Kastell Castra Vetoniana. Wiederaufgebaut sind die nördliche Toranlage, ein Eckturm und ein Teil der Wehrmauer; der Zugang zu rekonstruierten Teilen kann saisonal variieren. Seit Juli 2006 befindet sich im Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg der regionale Infopoint Limes, der über römische Sehenswürdigkeiten des Welterbes im Naturpark informiert. Prüfen Sie für einen konkreten Besuch die aktuellen Besucherinformationen.

Ein anderes Kapitel der Geschichte begegnet Ihnen im Kloster Weltenburg am Eingang des Donaudurchbruchs. Das Kloster wurde um das Jahr 600 gegründet und ist damit die älteste klösterliche Niederlassung Bayerns. Seine Abteikirche wurde von den Gebrüdern Asam unter dem damaligen Abt Maurus Bächl zwischen 1716 und 1739 erbaut und ausgestaltet. Sie zählt zu den Spitzenleistungen des europäischen Barocks. Der Limes und Weltenburg stehen damit für zwei unterschiedliche historische Perspektiven: die römische Grenzanlage und die klösterliche sowie barocke Baugeschichte.

Regionale Küche und praktische Orientierung

Viele Gastwirte im Naturpark Altmühltal bieten Lammspezialitäten unter dem Markennamen „Altmühltaler Lamm“ an. Da sich einzelne Gasthäuser und Speisekarten ändern können, empfiehlt sich vor einem konkreten Restaurantbesuch ein Blick auf das aktuelle Angebot.

Von Frühjahr bis Herbst verkehren im Naturpark Altmühltal an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen Freizeitbusse beziehungsweise VGN-Freizeitlinien. Sie verfügen über Fahrradanhänger und transportieren Radfahrende samt Fahrrad zurück zum Ausgangspunkt. Wenn Sie diese Möglichkeit für Ihre Radplanung nutzen möchten, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Betriebstage und Fahrpläne.

Weitere Reiseziele entdecken: Steigerwald, Kronach, Bamberg, Neu-Ulm, Unterallgäu, Amberg-Sulzbach, Bayrisch Schwaben, Main-Spessart.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bayern.

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