Frankenried: Dorfgeschichte und Eiszeitspuren
Unterkünfte in Frankenried
Frankenried verbindet eine markante Dorfanlage mit eiszeitlichen Landschaftsformen und historischer Architektur. Wer ein Hotel in Frankenried sucht, kann die Ortswahl an konkreten Themen ausrichten: an der Siedlungsform, den geologischen Spuren und der Pfarrkirche St. Andreas. Für Frankenried steht der lokale Führer „Ein Rundgang durch unser Dorf“ zum Herunterladen bereit. Sein Titel bietet einen passenden Einstieg, wenn Sie sich vorab mit dem Ort beschäftigen möchten.
Dorfanlage und eiszeitliche Landschaft
Frankenried liegt auf einem von Norden nach Süden verlaufenden eiszeitlichen Höhenrücken zwischen Wertach und Gennach. Zwei Toteislöcher befinden sich nahe „Rohrers Stadel“ links neben dem Weg in Richtung Holdersberg. Sie sind konkrete glaziale Landschaftsmerkmale und machen die Eiszeitgeschichte an einem bestimmten Punkt fassbar. Der Höhenrücken beschreibt den größeren landschaftlichen Zusammenhang; die Toteislöcher bieten dazu ein einzelnes, genauer verortetes Merkmal. Wenn Sie sich für Landschaftsformen interessieren, stehen damit neben der Dorfanlage auch geologische Spuren im Blick.
Auch die Gestalt des Ortes lässt sich genau beschreiben: Frankenried wurde als langgestrecktes Haufendorf angelegt, ursprünglich eine lockere Gruppensiedlung. Zwei Hauptstraßen bilden die Form eines liegenden Andreaskreuzes. Damit treffen eine Siedlungsform und ein markantes Straßenmuster aufeinander. Wer Frankenried nicht nur über einzelne Bauwerke, sondern als Dorf kennenlernen möchte, kann diese beiden Merkmale gemeinsam betrachten.
Ortsgeschichte und Kirchenbau
Die Geschichte Frankenrieds reicht weit ins 9. Jahrhundert zurück. Eine später datierte Station ist die denkmalgeschützte katholische Pfarrkirche St. Andreas: Sie ist ein barocker Neubau von Joseph Müller aus dem Jahr 1709. Als Saalbau hat sie ein Satteldach und eine Pilastergliederung; hinzu kommt der Nordturm mit Zwiebelhaube. Die Ortsgeschichte und der genau datierte Kirchenneubau geben unterschiedliche zeitliche Maßstäbe: Die eine reicht weit zurück, der andere ist mit einem konkreten Jahr und einem Architekten verbunden.
Ein weiteres historisches Detail befindet sich in einer Nische der Friedhofsmauer: der Kerkerchristus von Johann Leithner aus der Zeit um 1779. In der Reutwaldstraße 2 steht das ehemalige Bauernhaus mit einem zweigeschossigen Wohnteil, Flachsatteldach und Bundwerkkniestock. Sein Giebelfresko trägt die Jahreszahl 1851. So zeigen die Angaben zu den Bauwerken verschiedene Formen und Zeitbezüge, vom barocken Kirchenneubau über den Kerkerchristus bis zum Fresko am ehemaligen Bauernhaus.
In der Pfarrkirche St. Andreas findet donnerstags um 19.15 Uhr ein Gottesdienst statt. Die Zeiten des Sonntagsgottesdienstes entnehmen Sie dem Kirchenanzeiger.
Hotel in Frankenried
In Frankenried gibt es den Landgasthof Zum Goldenen Schwanen mit Hotel. Da sich Geschäftsangaben ändern können, prüfen Sie vor einer Buchungsentscheidung die aktuellen Informationen zum Betrieb.
Im übergeordneten Reiseziel Mauerstetten
Auch im übergeordneten Reiseziel Mauerstetten gibt es einen geohistorischen Schwerpunkt: Der Reutwaldpfad in Mauerstetten ist ein geohistorischer Weg, dessen Trägerin die Gemeinde Mauerstetten ist. Zum Weg gehören der Aussichtspunkt Keltenturm und eine Informationstafel zur Geologie. Damit steht ein eigenständiger Weg mit Aussichtspunkt und geologischer Information neben den Orts- und Landschaftsmerkmalen Frankenrieds.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mauerstetten.