Bad Imnau: Historisches Erbe und Eyachtal-Rundweg
Unterkünfte in Bad Imnau
Bad Imnau verbindet ein historisches Ensemble mit einer Kirche, einer wiederkehrenden Fasnachtstradition und dem Eyachtal-Rundweg. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können diese unterschiedlichen Schwerpunkte dabei helfen, zu entscheiden, welche Seiten des Ortes Sie besonders interessieren.
Das historische Ensemble des Stahlbads
Zum historischen Ensemble des Stahlbads Imnau gehören der 1733 bezeichnete Fürstenbau, der 1868 nach Plänen von Professor Wilhelm Bäumer errichtete Kursaal und das Josefshaus aus dem 18. Jahrhundert. Auch der Kurpark zählt dazu; seine Grundanlage stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Zu seinen Merkmalen gehören der Casparquell-Pavillon und die Lourdesgrotte. Ein Steinkruzifix wurde 1936 von J. Walz anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Kuranstalt bezeichnet. Straßenlaternen um 1900 ergänzen das Bild des Parks.
Die Daten verweisen auf mehrere unterschiedliche Zeitabschnitte: Der Fürstenbau ist mit 1733 bezeichnet, der Kursaal entstand mehr als ein Jahrhundert später, und die Grundanlage des Kurparks geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Wer sich für Bau- und Ortsgeschichte interessiert, findet hier also mehr als ein einzelnes Gebäude. Gebäude, Parkanlage und einzelne Ausstattungsmerkmale gehören gemeinsam zum historischen Thema Stahlbad Imnau.
Kirche und Rosenmontagstradition
Die katholische Pfarrkirche Sankt Jakobus stammt aus den Jahren 1779/83. Ihr Kirchenschiff wurde 1934 nach Westen erweitert. Die beiden Bauphasen geben einen konkreten Blick auf die Entwicklung des Kirchengebäudes: Auf die Entstehungszeit im späten 18. Jahrhundert folgte die Erweiterung im 20. Jahrhundert.
Eine andere Art von Ortsgeschichte zeigt das „Emnauer Omzigle“. Seit 2015 zieht der Umzug am Rosenmontag durch Bad Imnau. Da der Termin im Fasnachtskalender von Jahr zu Jahr variiert, lohnt es sich, vor einer Reiseplanung den Termin des jeweiligen Jahres zu prüfen. Kirche und Umzug stehen für unterschiedliche Besuchsinteressen: Hier geht es um ein dauerhaftes Bauwerk, dort um eine wiederkehrende Tradition mit wechselndem Datum.
Eyachtal-Rundweg und Wassertretstelle
Der Eyachtal-Rundweg führt von Haigerloch über Trillfingen und Bad Imnau und verläuft teilweise an der Talkante der Eyach entlang. Eine Alternativroute beginnt an der Quellenstraße in Bad Imnau. Nach einigen hundert Metern erreicht man im Laibetal eine Wassertretstelle. Damit lassen sich zwei verschiedene Ausschnitte der Wegbeschreibung unterscheiden: der Verlauf des Rundwegs über mehrere Orte und die konkrete Alternative ab der Quellenstraße mit ihrem Ziel im Laibetal.
Für die Planung können Sie sich daran orientieren, ob Sie sich mit dem Verlauf des Rundwegs durch mehrere Orte beschäftigen möchten oder mit der beschriebenen Alternative ab Bad Imnau. Eine Gehzeit oder Schwierigkeitsangabe ist für diese Wegabschnitte nicht angegeben; planen Sie daher nicht mit einer bestimmten Dauer. Die benannten Orte und der Verlauf entlang der Talkante geben dagegen eine konkrete Vorstellung davon, welche Landschaft und welche Wegpunkte zum Thema Eyachtal gehören.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Haigerloch
Im übergeordneten Reiseziel Haigerloch liegen weitere eigenständige Kulturthemen. Die ehemalige Synagoge Haigerloch wurde 1783 im Zentrum des jüdischen Viertels erbaut. Die Ausstellung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg in der ehemaligen Synagoge folgt den Spuren des verschwundenen jüdischen Lebens. Das Atomkeller-Museum befindet sich in Haigerloch am Standort des weltweit ersten Atomreaktors; es liegt in einem Felsen direkt unter der Schlosskirche. Die beiden Orte eröffnen unterschiedliche historische Perspektiven: jüdisches Leben in Haigerloch einerseits und die Geschichte des ersten Atomreaktor-Standorts andererseits.
Auch die Kunst Karl Hurms ist mit Haigerloch verbunden. Er lebte und malte 89 Jahre im Ortsteil Weildorf; sein umfangreiches Werk ist tief im Raum Haigerloch und in der Alblandschaft der Gegend verwurzelt. Das Kunstmuseum Karl Hurm zeigt einen Querschnitt seines Schaffens und bietet Gelegenheit, Bilder und Landschaft sowie Traum und Wirklichkeit vor Ort zu vergleichen. Für Architekturinteressierte ist die Wallfahrtskirche St. Anna ein weiterer Haigerlocher Kulturort: Die bekannte Barock-Rokoko-Kirche wurde vom Haigerlocher Baumeister Christian Großbayer unter Mitwirkung des jungen Bildhauers Johann Georg Weckenmann und des Hofmalers Meinrad von Au aus Sigmaringen geschaffen.
Wer statt einzelner Kulturorte einen Rundgang betrachtet, findet im historischen Spaziergang durch Haigerloch eine leichte Rundtour von 2,31 Kilometern mit einer Dauer von 1 Stunde und 15 Minuten. Sie führt zu 15 geschichtlich interessanten Plätzen. Da Routenmaße aktualisiert werden können, prüfen Sie die aktuellen Angaben, wenn Sie mit dieser Entfernung oder Dauer planen.
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