Endingen: Ortsgeschichte, Museum und St. Blasius
Unterkünfte in Endingen
Wenn Sie bei der Suche nach einem Hotel auch kulturelle und historische Themen berücksichtigen möchten, bietet Endingen dafür konkrete Anknüpfungspunkte: die frühe urkundliche Erwähnung, den ältesten Teil des Ortskerns, St. Blasius und ein Ortsmuseum. Ein Wanderweg und ein ehemaliges Bahnhofsgebäude ergänzen den Blick um Wegverlauf und Verkehrsgeschichte.
Ortsgeschichte und ältester Ortskern
Endingen wurde 793 erstmals urkundlich unter dem Namen Eindeinga erwähnt. Der älteste Teil des Ortskerns liegt an der Straße, die am Wettbach entlangführt. Diese beiden Anhaltspunkte zeigen unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte: Der historische Name gehört zum frühen schriftlichen Beleg, während die Straße den ältesten Siedlungskern räumlich verortet.
Die schriftliche Erstnennung und die Lage des ältesten Ortskernteils beantworten verschiedene Fragen: wann Endingen erstmals erwähnt wurde und wo sich der älteste Bereich des Ortskerns befindet.
St. Blasius: Patrozinium, Baugeschichte und Architektur
Kirche und Pfarrei in Endingen sind 1275 erstmals unter dem Patrozinium von Sankt Blasius belegt. Der heutige Bau der evangelischen Pfarrkirche St. Blasius entstand 1654–1657 nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Die Zeitangaben beziehen sich auf verschiedene Ebenen: 1275 ist der erste Beleg von Kirche und Pfarrei unter dem Patrozinium, 1654–1657 die Entstehungszeit des heutigen Baus. So bleibt der mittelalterliche Nachweis vom späteren Kirchenbau unterscheidbar.
St. Blasius ist ein verputzter Saalbau mit polygonalem Chor. Bei einem Saalbau steht ein einheitlicher Hauptraum im Mittelpunkt; der polygonale Chor ist der mehrseitig geformte Abschluss des Kirchenraums. Auch ein biografischer Bezug gehört zur Geschichte des Ortes: Das Pfarrhaus in der Straße Am Wettbach 23 ist das Geburtshaus des Malers Friedrich Oelenhainz, der 1745 geboren wurde.
Das Ortsmuseum: Auswanderung, Alltag und Handwerk
Das Ortsmuseum Endingen behandelt die Ortsgeschichte, die Auswanderung aus Endingen nach Nordamerika sowie die örtlichen Vereine und die Feuerwehr. Zu sehen sind landwirtschaftliche Geräte, Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände sowie Handwerkzeuge für Schreiner, Wagner, Schuhmacher, Steinbrecher und Steinhauer.
Die Sammlung umfasst damit unterschiedliche Arbeits- und Lebensbereiche: Landwirtschaft, Haushalt und mehrere Handwerke. Die genannten Werkzeuge machen die Vielfalt der Gewerke greifbar, während die Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände einen anderen Blick auf den Alltag eröffnen.
Früherer Bahnhof und Wege
Auch das Empfangs- und Verwaltungsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Endingen gehört zur Baugeschichte des Ortes. Es wurde 1910 nach Plänen des hochbautechnischen Büros der Königlich württembergischen Staatseisenbahnen errichtet. Mit diesem Bauwerk kommt ein Beispiel aus dem frühen 20. Jahrhundert zu den älteren historischen Bezügen von Ortskern und Kirche hinzu.
Der Heuberg-Rundweg führt über den Hurn nach Endingen hinab und verläuft anschließend etwa einen Kilometer durch den Wald bis zum Bahnübergang im Ortsteil Endingen. Die ungefähre Kilometerangabe bezieht sich auf diesen Waldabschnitt, nicht auf die gesamte Runde.
Die Verbindung des Rad-Wander-Shuttles zwischen Balingen und Schömberg über Endingen ist für Sonn- und Feiertage von Mai bis Oktober ausgewiesen. Prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Fahrplan.
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